WM-Bronzegewinner

Karriereende nach Nationalkader-Aus: Ski-Routinier hört überraschend auf

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Bei der Ski-WM 2019 feierte er noch seinen größten Erfolg, nun beendete der Alpine Skirennläufer Riccardo Tonetti seine Karriere als Leistungssportler.

Bozen - In den vergangenen Wochen gab es ungewöhnlich viele Rücktritte im Skisport. Ehemalige Weltmeister, etwa Fabian Wilkens Solheim, oder Olympia-Helden wie der Bayer Julian Rauchfuss beendeten zuletzt ihre aktive Laufbahn im Wintersport. Kürzlich verkündete mit Riccardo Tonetti ein weiterer Ski-Star mit 33 Jahren das Ende seiner Karriere.

Riccardo Tonetti
Geboren:14. Mai 1989 in Bozen (Italien)
Disziplinen:Super-G, Riesenslalom, Slalom, Kombination
Status:zurückgetreten
Größte Erfolge: 1 x WM-Bronze (Mannschaftswettbewerb), 2 x italienischer Meister (Riesenslalom 2016, Slalom 2018)

Riccardo Tonetti: Bei der Ski-WM 2019 gewann der Routinier noch Bronze

Im Januar 2010 hatte Tonetti sein Debüt im Alpinen Skiweltcup gegeben, nachdem er Ende 2007 erstmals im Europacup angetreten war. Der Südtiroler, dessen Spezialdisziplinen Riesenslalom, Slalom sowie die Alpine Kombination waren, erlebte eine wechselhafte Karriere. So fuhr er im Weltcup nie aufs Podest, 13 Mal schaffte er es jedoch in die Top-10.

Allerdings beendet Tonetti seine Karriere als WM-Medaillengewinner, im Jahr 2019 holte er bei der Ski-WM in schwedischen Aare mit den Italienern im Mannschaftswettbewerb Bronze. Zu seinen bedeutendsten Siegen zählen auch zwei italienische Meistertitel, so gewann der Bozener 2016 den Riesenslalom, zwei Jahre darauf war er zu Italiens schnellster Slalom-Fahrer.

Der Italiener Riccardo Tonetti beim FIS-Weltcup in Sölden.

Riccardo Tonetti: Bei seinem allerletzten Rennen wurde er früh disqualifiziert

Nach der Saison 2022/23 ist für den Routinier allerdings Schluss. Denn der 33-Jährige möchte offenbar ein neues Kapitel aufschlagen und verkündete darum auf Instagram seinen Rücktritt. „Letzter Tanz morgen“, schrieb der Norditaliener vor dem letzten Rennen seiner Karriere am 25. März in La Thuile im italienischen Aostatal überraschend.

Das Rennen werde er „wie immer mit einem Lächeln“ bestreiten, kündigte er an. Allerdings war der Wettbewerb bereits nach dem ersten Lauf für ihn beendet, er wurde disqualifiziert. Auffällig: Anders als andere Kollegen und Kolleginnen, etwa die jüngst zurückgetretene Denise Herrmann-Wick, verzichtete er auf ausschweifende Abschiedsworte in seinem Abschieds-Beitrag in den sozialen Medien.

Riccardo Tonetti: Karriereende nach Aus im Nationalkader Italiens

Der Grund für das Ende seiner Laufbahn als aktiver Sportler ist recht simpel, für die aktuelle Saison verlor er seinen Platz im Nationalkader Italiens und brachte trotz Eigenfinanzierung keine zählbaren Ergebnisse mehr hervor. Dies führte letzten Endes zu seinem Rückzug vom Leistungssport.

Nach 162 Alpinen Rennen in den vier Disziplinen Slalom, Riesentorlauf, Super-G sowie Kombination beendete der Olympia-Teilnehmer von Pyeongchang 2018 das mehr oder weniger erfolgreiche Ski-Kapitel. (ajr)

Rubriklistenbild: © Patrick Steiner/imago

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