Exklusiv-Interview mit Dreesen

„Transfermaschine? Nicht unsere Philosophie“: CEO Dreesen gewährt Einblicke in Zukunft des FC Bayern

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Der FC Bayern befindet sich sportlich in der Spur. Dennoch hat der Klub intensive Monate hinter sich. CEO Jan-Christian Dreesen spricht im Exklusiv-Interview darüber.

München – Beim FC Bayern war dieser Tage viel los. So wie immer eben. Sportlich ist der Rekordmeister wieder in der Spur.

In der Bundesliga wurde der BVB zuletzt mit 4:0 besiegt und auch in der Champions League haben die Münchner bereits nach dem 4. Spieltag das Ticket für das Achtelfinale gelöst.

Daher war Jan-Christian Dreesen beim Interview mit dem Münchner Merkur und tz auch bestens gelaunt. Der CEO der FC Bayern sprach dabei über seine Rolle als Vorstandsvorsitzender, die Ziele des Vereins und die durchaus heiklen Wochen zuletzt.

Jan-Christian Dreesen
Geburtsdatum:4. September 1967 (56 Jahre)
Verein:FC Bayern München (seit 2013)
Position:Vorstandsvorsitzender (seit 2023)

Bayern-CEO Dreesen im Interview: „Wichtig, dass wir im Verein geschlossen auftreten“

Herr Dreesen, Sie haben mal verraten, nach großen Siegen zu singen. Was wurde am Samstagabend auf dem Weg aus Dortmund geträllert?

Gar nichts – wir alle haben uns nach innen gefreut. Ich habe diesen Abend genossen, nach der Partie in der Kabine hat man gespürt, dass von den Spielern eine unglaubliche Last abgefallen ist. Deswegen war ich innerlich aufgeräumt – gesungen habe ich aber nicht.

Fiebern Sie in solchen Spielen als CEO anders mit als in ihrer vergangenen Rolle als Finanzvorstand?

Natürlich habe ich schon immer mitgefiebert, war immer mit 100 Prozent dabei. In der neuen Rolle (als Vorstandsvorsitzender, Anm. d. Red.) ist es trotzdem eine andere Situation: Ich habe schließlich eine größere Verantwortung und stehe noch mehr im Fokus. Hier und da fällt dann ein noch größerer Stein vom Herzen.

Zum Start sagten Sie, Sie seien der „neue Alte“. Was sind Sie jetzt?

Ich wollte damals zeigen, dass ich mir der Herausforderung und der Aufgaben beim FC Bayern bewusst bin und weiß, wie der Klub funktioniert. Natürlich habe ich mich auch weiterentwickelt, schließlich sind die Aufgaben andere. Sie gehen weiter weg von inhaltlichen Fragen wie Zahlen oder Finanzen und mehr in eine Rolle als Kommunikator zwischen Trainer, Sportdirektor und der Mannschaft. Ich führe deutlich mehr Gespräche im Klub, mit allen Abteilungen, aber auch mit einzelnen Spielern und Beratern, auch nach der Transferperiode.

Ihr erklärtes Ziel war es, das Miteinander zu stärken. Wo steht die interne „mia san mia“-Skala?

Es ist mir wichtig, dass wir im Verein geschlossen auftreten. Gegen Dortmund war die Mannschaft als Einheit auf dem Rasen. Das gleiche gilt für jeden im Club, ob Staff oder Verwaltung. Ich glaube, dass wir da auf einem guten Weg sind. Dafür muss man sich vertrauen und transparent miteinander umgehen. Selbst, wenn das auch einmal unbequem ist.

Jan-Christian Dressen, CEO des FC Bayern, im Exklusiv-Interview.

Bayern-CEO Dreesen kündigt im Interview vor der JHV „gute Zahlen“ an

Ein Stimmungsbarometer ist stets die Jahreshauptversammlung. Schon als CFO sagten Sie: „Beim zehnten Mal war ich noch nervös.“ Wie wird es diesmal?

Die Jahreshauptversammlung ist für uns als Club der wichtigste Tag des Jahres, an dem wir mit unseren Mitgliedern zusammenkommen und uns austauschen. Deshalb nenne ich es einen „Feiertag“. Eigentlich hatte ich eine Routine entwickelt, durch meine neue Funktion hat sich das aber wieder geändert – deswegen bin ich auch dieses Mal nervös. Ich glaube aber nicht, dass das etwas Schlimmes ist. Lampenfieber ist auch immer ein Zeichen des Respekts vor der Situation.

Wie beruhigen Sie sich vorher?

Durch gute Vorbereitung (lacht).

Selbst Zahlen konnten Sie unterhaltsam vortragen. Ihr Nachfolger Michael Diederich dürfte zum Start wieder Rekorde verkünden.

Ich glaube, er wird ziemlich gute Zahlen verkünden (lacht).

Gehört es zum „Miteinander“, dass die JHV diesmal mittags anfängt – und so Spieler und Trainer dabei sein können?

Trainer und Sportdirektor werden sicher vor Ort sein. Viele Spieler sind bereits auf dem Weg zu ihren Nationalmannschaften. Deutlich wichtiger für das Datum waren aber die Fans: Damit unsere Anhänger aus Bayern und sogar ganz Deutschland anreisen können, sollte die Veranstaltung am Wochenende nach einem Heimspiel stattfinden, und am besten nicht erst abends. Alle sollen die Möglichkeit haben, dabei zu sein.

Die Fans nutzen die Kurve wöchentlich für plakative Statements. Ist Ihnen der Fußball zu politisch?

Der Fußball ist in Deutschland mit großem Abstand die Sportart Nummer Eins, er lebt ganz intensiv von der unglaublichen Anhängerschaft. Durch dieses Privileg ergibt sich auch eine besondere Verantwortung, die über den reinen Fußball hinausgeht.

Inwiefern?

Wir sind auch die Projektionsfläche gesellschaftspolitischer Diskurse geworden. Wünsche ich mir das oder finde ich es immer gut? Nein. Müssen wir aber akzeptieren, dass bei diesen vielen Millionen Zuschauern Dinge außerhalb des Fußballs für die Menschen eine Rolle spielen? Auf jeden Fall – und dabei spielt die aktive Fanszene eine große Rolle. Das muss uns nicht immer gefallen, aber diese Interaktion und der kritische Dialog tun uns gut. Sie sorgen dafür, dass wir nicht selbstgefällig und bequem werden. Dabei geht es nicht ums Kuscheln, schließlich muss uns nicht jedes Banner gefallen. Manchmal gilt auch: agree to disagree (Ich stimme zu, dir nicht zuzustimmen, Anm. d. Red.).

Fall Mazraoui beim FC Bayern: „Wenn es in Zukunft Verfehlungen gibt, gibt es natürlich Sanktionen“

Im Fall Noussair Mazraoui musste der Verein sportliche und politische Aspekte abwägen. Wird diese Herausforderung immer größer?

Wir leben seit dem 7. Oktober in einer geopolitisch neuen Zeit, die uns einen lang existierenden Konflikt in seiner ganzen Grausamkeit vor Augen führt. Durch den brutalen Überfall der Hamas auf Israel hat sich eine Situation ergeben, die auch für viele Vereine schwierig ist. In unserem Fall haben wir in Noussair Mazraoui einen Spieler, der bei seinem Aufenthalt bei der Nationalmannschaft etwas gepostet hat, was einen enormen Widerhall gefunden hat.

Der Druck auf Ihnen war groß.

Es wäre das Allerleichteste gewesen, den Spieler einfach zu verurteilen und ihn plakativ zu sanktionieren. Aber Noussair hat in den vielen Gesprächen sehr deutlich und glaubhaft zum Ausdruck gebracht, dass er keinerlei antisemitisches, israelfeindliches oder gar terrorverharmlosendes Gedankengut in sich trägt. Er hat außerdem von Anfang an sein Gesprächsangebot mit der jüdischen Gemeinde zum Ausdruck gebracht. Das war ein offenes, gutes und vertrauensvolles Gespräch, das inzwischen stattgefunden hat. Wer sind wir dann, das nicht zunächst einmal anzunehmen? Klar ist aber auch: Wenn es in Zukunft Verfehlungen gibt, gibt es natürlich Sanktionen.

Waren das Ihre bisher schwersten Tage als CEO?

Diese Wochen waren auch für mich persönlich eine große Herausforderung, die man so erstmal nicht kommen sieht. Schließlich bin ich Vorstand eines Fußballklubs, keiner politischen Partei.

Goretzka wählt ungewöhnliches Modell: Die neuen Luxus-Wagen der Bayern-Stars

Ein Audi Q8 Sportback e-tron quattro sorgt bei Bayern-Kapitän Manuel Neuer für sichere Fahrt.
Ein Audi Q8 Sportback e-tron quattro sorgt bei Bayern-Kapitän Manuel Neuer für sichere Fahrt. © IMAGO / Philippe Ruiz; IMAGO / Belga
Ähnlich sicher im Verkehr wie im Tor: Sven Ulreich und sein Audi Q8 e-tron GT.
Ähnlich sicher im Verkehr wie im Tor: Sven Ulreich und sein Audi Q8 e-tron GT. © IMAGO / MIS; IMAGO / ZUMA Wire
Mit seinem Audi Q4 Sportback e-tron kommt Alphonso Davies auf gewohnt hohen Geschwindigkeiten.
Mit seinem Audi Q4 Sportback e-tron kommt Alphonso Davies auf gewohnt hohen Geschwindigkeiten. © IMAGO / Oryk HAIST; IMAGO / PanoramiC
Mit einem Audi RS e-tron GT erkundigt Neuzugang Raphael Guerreiro die Straßen von München.
Mit einem Audi RS e-tron GT erkundigt Neuzugang Raphael Guerreiro die Straßen von München. ©  IMAGO / Sven Simon; IMAGO / NurPhoto
In München lässt sich Kim Min-Jae mit einem Audi Q8 Sportback e-tron quattro blicken.
In München lässt sich Kim Min-Jae mit einem Audi Q8 Sportback e-tron quattro blicken. © AUDI AG; IMAGO / Belga
Der Audi RS e-tron GT von Dayot Upamecano hat ordentlich PS unter der Haube.
Der Audi RS e-tron GT von Dayot Upamecano hat ordentlich PS unter der Haube. © IMAGO / Oryk HAIST; IMAGO / Xinhua
Sicher wie Matthijs de Ligt in der Verteidigung: Sein Audi Q8 55 e-tron quattro.
Sicher wie Matthijs de Ligt in der Verteidigung: Sein Audi Q8 55 e-tron quattro. © IMAGO / Oryk HAIST; IMAGO / Belga
Auf und neben dem Platz elegant: Noussair Mazraoui im Audi Q8 Sportback e-tron quattro.
Auf und neben dem Platz elegant: Noussair Mazraoui im Audi Q8 Sportback e-tron quattro. © IMAGO / ActionPictures; IMAGO / ZUMA Wire
Bouna Sarr bekommt einen Audi RS e-tron GT gestellt.
Bouna Sarr bekommt einen Audi RS e-tron GT gestellt. © IMAGO / AFLOSPORT; IMAGO / Pacific Press Agency
Power auf dem Platz und auf der Fahrbahn: Leon Goretzka fährt einen Audi RS e-tron GT.
Power auf dem Platz und auf der Fahrbahn: Leon Goretzka fährt einen Audi RS e-tron GT. © AUDI AG
Ryan Gravenberch ist im Audi Q4 Sportback e-tron in München unterwegs.
Ryan Gravenberch ist im Audi Q4 Sportback e-tron in München unterwegs. © IMAGO / Michael Weber; IMAGO / PanoramiC
Ob Konrad Laimer in seinem Audi Q8 Sportback e-tron quattro ähnlich weite Wege wie auf dem Feld geht?
Ob Konrad Laimer in seinem Audi Q8 Sportback e-tron quattro ähnlich weite Wege wie auf dem Feld geht? © IMAGO / Oryk HAIST; IMAGO / Belga
Joshua Kimmich behält in seinem Audi RS e-tron GT immer die Kontrolle.
Joshua Kimmich behält in seinem Audi RS e-tron GT immer die Kontrolle. © IMAGO / Passion2Press; IMAGO / NurPhoto
Passt hinter den Audi RS e-tron GT auch eine Anhängerkupplung für den Pferdeanhänger von Thomas Müller?
Passt hinter den Audi RS e-tron GT auch eine Anhängerkupplung für den Pferdeanhänger von Thomas Müller? © AUDI AG; IMAGO / ZUMA Wire
Nicht ganz so wendig wie Musiala im Strafraum des Gegners: Sein Audi Q4 Sportback e-tron.
Nicht ganz so wendig wie Musiala im Strafraum des Gegners: Sein Audi Q4 Sportback e-tron. ©  IMAGO / Revierfoto; IMAGO / PanoramiC
Dynamik in Spiel- und Fahrweise: Leroy Sane im Audi RS e-tron GT. Farbe: Mythosschwarz Metallic
Dynamik in Spiel- und Fahrweise: Leroy Sane im Audi RS e-tron GT.  © AUDI AG; IMAGO / Eibner Europa
Bringt im Audi RS e-tron GT die PS auf die Straße: Serge Gnabry.
Bringt im Audi RS e-tron GT die PS auf die Straße: Serge Gnabry. © AUDI AG; IMAGO / Manfred Segerer
Geschwindigkeit wird bei Kingsley Coman großgeschrieben: Deshalb fährt er einen Audi RS e-tron GT.
Geschwindigkeit wird bei Kingsley Coman großgeschrieben: Deshalb fährt er einen Audi RS e-tron GT. © IMAGO / Eibner; IMAGO / TT
Gerade 18 und bereit für den Straßenverkehr: Mathys Tel im Audi Q4 Sportback e-tron.
Gerade 18 und bereit für den Straßenverkehr: Mathys Tel im Audi Q4 Sportback e-tron. © IMAGO / ActionPictures; IMAGO / PanoramiC
Eric Maxim Chupo-Moting ist in einem Audi Q8 e-tron quattro unterwegs.
Eric Maxim Chupo-Moting ist in einem Audi Q8 e-tron quattro unterwegs. © IMAGO / Revierfoto; IMAGO / Belga
Torjäger Harry Kane fährt seine vier Kinder mit einem Audi Q8 e-tron quattro durch München.
Torjäger Harry Kane fährt seine vier Kinder mit einem Audi Q8 e-tron quattro durch München. © AUDI AG; IMAGO / Belga

Bayern-CEO Dreesen im Interview: „Müssen uns heute noch mehr anstrengen, um ganz oben mitzuspielen“

Vor neun Jahren sagten Sie, dass sie wollen, dass der FC Bayern in zehn Jahren – also jetzt – immer noch die erste Geige in Europa spielt. Tut er das noch?

Wir müssen uns heute noch mehr anstrengen, um ganz oben mitzuspielen. Dabei ist Einfallsreichtum gefragt, um in diesem internationalen Wettbewerb, bei dem Geld eine gewichtige Rolle spielt, weiter Bestand haben zu können. Nach wie vor zählen wir zum Kreis der europäischen Top-Fünf – und ich glaube, das gilt auch noch in zehn Jahren.

Sie sind mit durch ihre Position in der European Club Association (ECA) sehr gut vernetzt…

…und auch da höre ich, so wie aus dem gesamten Weltfußball, dass der FC Bayern ein enormes Ansehen besitzt. Wir haben uns einen Ruf als unglaublich seriöser und nachhaltiger Club erworben, der sich seine wirtschaftliche Potenz selbst erarbeitet hat und es versteht, Talente und Topspieler zu binden und mit guten Trainern wettbewerbsfähig zu sein. Egal, mit wem Sie aus dem Weltfußball reden: Jeder spricht mit großem Respekt über den FC Bayern. Das ist ein Verdienst, den sich der Verein über Generationen aufgebaut und an dem jeder seinen Beitrag hat.


Im Exekutiv-Board sind sie das einzige deutsche Mitglied. Was sind die großen Themen, die sie in den kommenden vier Jahren vorantreiben?

Die Rolle als erster Vizepräsident in der ECA drückt auch die Erwartungen an mich aus. Die der europäischen Kollegen, die sich wünschen, dass wir uns als FC Bayern einbringen. Und auch für den deutschen Fußball ist meine Rolle wichtig. Wir wollen unsere Idee, unser Selbstverständnis nutzen für einen Fußball, der auch in Zukunft nicht ausschließlich investoren- oder kommerzbestimmt ist. Da geht es um finanzielle Solidität und Unabhängigkeit.

CEO Dreesen mit den Münchner Merkur und tz-Redakteuren Vinzent Tschirpke (l.) und Hanna Raif (r.)

„Tradition und Moderne vereinen“ – CEO Dreesen gewährt Einblicke in Zukunft des FC Bayern

Müssen Sie in den Gremien „nacharbeiten“, weil das in den letzten Jahren vernachlässigt wurde?

Nacharbeiten ist das falsche Wort. Aber nach vorne gibt es viel zu tun. Das muss nicht immer bequem sein – aber das steht auch nicht immer in der Arbeitsbeschreibung (lacht).

Wie viel Moderne verträgt die Tradition – und wie viel Tradition verträgt die Moderne?

(überlegt) Den Schlüssel hat noch keiner gefunden – und das eine schließt das andere ja auch nicht aus. Viele Traditionsvereine müssen ums Überleben kämpfen, haben teilweise nur regional noch Bedeutung. Was nutzt dir die größte Tradition, wenn du keinen Einfluss mehr hast, den Fußball in der Weiterentwicklung zu beeinflussen, deine Werte und Ideen einzubringen? Daher versuchen wir, Tradition und Moderne zu vereinen. Dabei können wir allerdings nicht so tun, als würde Geld keine Rolle spielen.

Rein finanziell aber wird die Lücke zur internationalen Konkurrenz immer größer.

Trotzdem müssen und wollen wir kompetitiv sein. Und wenn wir vergleichsweise wenig TV-Geld einnehmen, dann müssen wir eben neue Wege finden. Eine Möglichkeit wäre, eine Transfermaschine zu werden, aber das ist nicht unsere Philosophie. Das Transfergeschäft ist für uns Mittel zum Zweck, um die Mannschaft zu verbessern. Es ist nicht unser primärer Weg, Geld zu verdienen. Unser Feld ist daher klein. Wir müssen aktiv sein, Partner finden, selber über mediale Vermarktungspotenziale nachdenken. Denn sonst verlieren wir den Anschluss.

Was wird aus Sane? Vertragslaufzeiten der Bayern-Stars

Manuel Neuer hat seinen Vertrag beim FC Bayern nun noch einmal verlängert und wird daher bis mindestens 2025 den Kasten des Rekordmeisters hüten.
Manuel Neuer hat seinen Vertrag beim FC Bayern nun noch einmal verlängert und wird daher bis mindestens 2026 den Kasten des Rekordmeisters hüten. © IMAGO/Maik Hölter/TEAM2sportphoto
Jonas Urbig kam im Januar 2025 vom 1. FC Köln in die bayerische Landeshauptstadt, sein Vertrag läuft bis Sommer 2029.
Jonas Urbig kam im Januar 2025 vom 1. FC Köln in die bayerische Landeshauptstadt, sein Vertrag läuft bis Sommer 2029. © Ulrich Wagner / Imago Images
Sven Ulreich hat ein Arbeitspapier beim FC Bayern bis 2025.
Auch Sven Ulreich hat inzwischen ein Arbeitspapier beim FC Bayern bis 2025.  © IMAGO/Wolfgang SCHNEBLE / SVEN SIMON
Daniel Peretz bei seiner Bayern-Vorstellung
Daniel Peretz (li.) kam im Sommer 2023 von Maccabi Tel Aviv nach München und unterschrieb bis 2028. © IMAGO/FC BAYERN MUENCHEN
Als erster externer Neuzugang wurde im Sommer 2024 Hiroki Ito präsentiert. Der Abwehrspieler kam vom VfB Stuttgart, soll rund 30 Millionen Euro gekostet haben und unterschrieb bis 2028.
Als erster externer Neuzugang wurde im Sommer 2024 Hiroki Ito präsentiert. Der Abwehrspieler kam vom VfB Stuttgart, soll rund 30 Millionen Euro gekostet haben und unterschrieb bis 2028. © Langer / Imago Images
Die einjährige Leihe zu Bayer Leverkusen erwies sich für Josip Stanisic als Erfolg. Zur Saison 24/25 verteidigt er wieder für den FC Bayern, der zudem eine Ausdehnung des Kontrakts bis 2029 verkündete.
Die einjährige Leihe zu Bayer Leverkusen erwies sich für Josip Stanisic als Erfolg. Zur Saison 24/25 verteidigt er wieder für den FC Bayern, der zudem eine Ausdehnung des Kontrakts bis 2029 verkündete. © Ulrich Wagner / Imago Images
Sacha Boey kam im Winter-Transferfenster 23/24 von Galatasaray, verbuchte aber in seinen ersten sechs Monaten in Deutschland kaum Einsatzzeit. Sein Kontrakt endet nach der Saison 27/28.
Sacha Boey kam im Winter-Transferfenster 23/24 von Galatasaray, verbuchte aber in seinen ersten sechs Monaten in Deutschland kaum Einsatzzeit. Sein Kontrakt endet nach der Saison 27/28. © Revierfoto / Imago Images
Für kolportierte 50 Millionen Euro lockte der FCB 2023 Kim Min-jae an die Isar, der Innenverteidiger unterzeichnete bis 2028.
Für kolportierte 50 Millionen Euro lockte der FCB Kim Min-jae an die Isar, der Innenverteidiger unterzeichnete bis 2028. © IMAGO/Ulmer
Eric Dier schloss sich im Januar 2024 zunächst für ein halbes Jahr auf Leihbasis dem FCB an, Anfang März griff eine Klausel, die den Engländer bis 2025 an den deutschen Rekordmeister bindet.
Eric Dier schloss sich im Januar 2024 zunächst für ein halbes Jahr auf Leihbasis dem FCB an, Anfang März griff eine Klausel, die den Engländer bis 2025 an den deutschen Rekordmeister bindet. © ANP / Imago Images
Tarek Buchmann bei der Teamvorstellung des FC Bayern München
Der FC Bayern und Innenverteidiger-Talent Tarek Buchmann einigten sich beim ersten Profivertrag auf eine Laufzeit bis 2026. © IMAGO/Mladen Lackovic
Vom Bundesliga-Konkurrenten Borussia Dortmund kam Raphael Guerreiro 2023 ablösefrei zum FCB und bindet sich bis 2026 an den Rekordmeister.
Vom Bundesliga-Konkurrenten Borussia Dortmund kam Raphael Guerreiro ablösefrei zum FCB und bindet sich bis 2026 an den Rekordmeister. © IMAGO/Revierfoto
Alphonso Davies hat seinen Vertrag beim FC Bayern München bis 2030 verlängert.
Alphonso Davies hat seinen Vertrag beim FC Bayern München bis 2030 verlängert. © Boris Schumacher/imago
Das aktuelle Arbeitsverhältnis von Dayot Upamecano mit dem FC Bayern würde 2026 enden.
Die Vertragslaufzeit von Dayot Upamecano beträgt noch über drei Jahre. Das aktuelle Arbeitsverhältnis mit dem FC Bayern würde 2026 enden.  © Markus Fischer/imago
Nach der Vertragsverlängerung im Juni 2024 ist Mittelfeldspieler Aleksandar Pavlovic bis 2029 gebunden.
Nur einen Monat nach Krätzig erhielt Aleksandar Pavlovic seinen ersten Profivertrag in München, auch er soll bis mindestens 2027 bleiben. © UWE KRAFT / Imago
Nach langem Hin und Her ist klar: Joshua Kimmich bleibt bis 2029 beim Rekordmeister.
Joshua Kimmich darf immer häufiger mit der Kapitänsbinde auflaufen. Das Arbeitspapier des Nationalspielers ist bis 2029 datiert.  © Imago
Für den Portugiesen Joao Palhinha griffen die Münchner tief in die Tasche, rund 50 Millionen Euro sollen auf das Konto des FC Fulham geflossen sein. Der defensive Mittelfeldspieler unterschrieb beim FCB bis 2028.
Für den Portugiesen Joao Palhinha griffen die Münchner tief in die Tasche, rund 50 Millionen Euro sollen auf das Konto des FC Fulham geflossen sein. Der defensive Mittelfeldspieler unterschrieb beim FCB bis 2028. © Lackovic / Imago Images
Der Vertrag von Konrad Laimer, ebenfalls 2023 ablösefrei von RB Leipzig nach München gekommen, hat bis 2027 Gültigkeit.
Der Vertrag von Konrad Laimer, ablösefrei von RB Leipzig nach München gekommen, hat bis 2027 Gültigkeit. © IMAGO/Markus Fischer
Nationalspieler Leon Goretzka beackert das Bayern-Mittelfeld schon seit 2018. Der aktuelle Kontrakt läuft bis 2026.
Nationalspieler Leon Goretzka beackert das Bayern-Mittelfeld schon seit 2018. Der aktuelle Kontrakt läuft bis 2026.  © Danilo Di Giovanni/imago
Das Offensiv-Talent Gabriel Vidovic war bis Februar an Mainz 05 verliehen. Aufgrund der Personalbreite wurde der 21-Jährige zurückbeordert. Sein Vertrag gilt noch bis 2026.
Das Offensiv-Talent Gabriel Vidovic war bis Februar an Mainz 05 verliehen. Aufgrund der Personalbreite wurde der 21-Jährige zurückbeordert. Sein Vertrag gilt noch bis 2026. © IMAGO/Silas Schueller/DeFodi Images
Lange wurde es herbeigesehnt, Anfang Februar machte es der FC Bayern offiziell: Jamal Musiala hat seinen Vertrag bis 2030 verlängert.
Lange wurde es herbeigesehnt, Anfang Februar machte es der FC Bayern offiziell: Jamal Musiala hat seinen Vertrag bis 2030 verlängert. © Mladen Lackovic/imago
Leroy Sane steht noch bis 2025 beim FC Bayern München unter Vertrag.
Leroy Sane steht noch bis 2025 beim FC Bayern München unter Vertrag.  © Frank Hoermann/Sven Simon
Der „King“ Kingsley Coman ist sogar noch zwei Jahre länger gebunden – bis 2027.
Der „King“ Kingsley Coman ist sogar noch ein Jahr länger gebunden – bis 2027. © Memmler/imago
Mit Michael Olise verstärkt einer der Shootingstars der vergangenen Premier-League-Saison die Stürmer-Abteilung beim deutschen Rekordmeister. Über 50 Millionen Euro sollen an Crystal Palace geflossen sein, in München unterschrieb der Angreifer bis 2029.
Mit Michael Olise verstärkt einer der Shootingstars der vergangenen Premier-League-Saison die Stürmer-Abteilung beim deutschen Rekordmeister. Über 50 Millionen Euro sollen an Crystal Palace geflossen sein, in München unterschrieb der Angreifer bis 2029. © Sebastian Frej / Imago Images
Harry Kane bei einem Spiel des FC Bayern München
Mit einer angeblichen Ablöse von rund 100 Millionen Euro plus möglichen Boni ist Harry Kane der teuerste FCB-Einkauf der Geschichte. Sein Kontrakt läuft bis 2027. © IMAGO/Ulmer
Thomas Müller bleibt Münchner. Im Dezember 2023 verlängerte das Urgestein und unterschrieb einen neuen Vertrag bis zum Ende der Saison 2024/25.
Bis 2025 ist ebenfalls der Ur-Bayer Thomas Müller an die Münchner gebunden.  © ULMER/imago
Stürmer Serge Gnabry ist vertraglich bis 2026 an die Bayern gebunden.
Um Serge Gnabry gab es zuletzt immer wieder Wechsel-Gerüchte. Er ist vertraglich bis 2026 an die Bayern gebunden.  © Martin Hangen/imago

„Transfermaschine? Nicht unsere Philosophie“ – CEO Dreesen gewährt Einblicke in Zukunft des FC Bayern

Haben Sie so einen flammenden Appell auch schon mal vor Uli Hoeneß gehalten?

Natürlich rede ich mit ihm über die Visionen. Und das Interesse, Geld zu verdienen, kann man Uli Hoeneß sicher nicht absprechen (lacht).

Wie viel bayerischen und westfälischen Einfluss erträgt ein Ostfriese eigentlich in seinem Amt?

Den Westfalen sagt man ja einen Sturkopf nach, den Ostfriesen unterstellt man ein gewisses Unterkühltsein – und den Bayern, dass man lange braucht, um ihnen näher zu kommen. Womöglich wird dann daraus ein „FC Bayern Special Blend“ (Spezial-Mischung/d.Red.). Jeder muss sich selbst treu bleiben, auch ich möchte mir selbst treu bleiben. Ich heiße weder Karl-Heinz Rummenigge noch Uli Hoeneß, ich heiße Jan Dreesen. Und ich muss deshalb auch authentisch sein.

Sind Sie in Ihrer Rolle eine Übergangs- oder Dauerlösung?

Ehrlich gesagt: Die Frage stelle ich mir gar nicht. Ich mache das, was ich tue, sehr gerne. Ich mache es so gut, wie es geht. Und ich hoffe, dass ich in dieser Zeit etwas bewegen kann – im besten Sinne für den FC Bayern München.

Würden Sie mit der Erfahrung von heute wieder eine Transfer-Taskforce gründen?

Diese Taskforce hat sehr viele sehr gute Sachen gemacht, beim Kaufen und beim Verkaufen. Sie wurde in einer Situation geschaffen, als wir keinen Sportdirektor hatten. Dennoch ist klar, dass ich die letzten zwei Tage vor Transferschluss so nicht noch einmal erleben möchte. Das war nicht vergnügungssteuerpflichtig und es war vor allem sehr ärgerlich. Trotzdem müssen wir jetzt damit umgehen.

Jan-Christian Dreesen und Thomas Tuchel beim Wiesn-Besuch.

Dreesen und sein Verhältnis zu Tuchel: „Kreativität? Da hab ich was gesagt“

Das Wort „Kreativität“ ist die Geschichte der Hinrunde. Triezen Sie Tuchel damit gerne mal?

Da habe ich etwas gesagt (lacht). Aber ich habe es genauso gemeint. Wenn wir uns mal zurückerinnern an Louis van Gaal: Da sind junge Talente rausgekommen. Den Bogen sollte man also genau von da aus spannen – Thomas und ich tauschen uns in einem wirklich guten Miteinander aus, wir haben eine stabile Vertrauensbasis.

Er findet den Kader aber dünner als Sie, oder?

Wir haben im Moment in der Abwehr eine Sondersituation, die nicht vorhersehbar war. Natürlich stößt der Kader im Falle von Verletzungen an gewisse Grenzen. Aber solche Situationen sind gemacht für die jungen Talente. Erinnern wir uns an Alphonso Davies, der David Alaba auf links ersetzte! Erinnern wir uns an Jamal Musiala, der reinkam, als Philippe Coutinho, Thiago und Serge Gnabry verletzt waren! Jetzt bekommen Frans Krätzig und Aleksandar Pavlovic ihre Chancen, und das sind auch die Geschichten, die wir als Klub schreiben wollen.

Tuchel fühlt sich vor allem öffentlich ungerecht behandelt, hat von Ihnen und den Vorstandskollegen aber volle Rückendeckung für seinen Auftritt in Dortmund bekommen. Nur in der Sache – oder auch in der Art und Weise?

Thomas hat jetzt über die Wochen so viel Kritik einstecken müssen. Wir gewinnen am laufenden Band, es ist der beste Bundesligastart seit 8 Jahren, wir haben 38 Tore in der Liga geschossen, stehen als Gruppensieger im Achtelfinale der Champions League. Und dann ist da dieses eine Spiel in Saarbrücken. Glauben Sie mir: Das tut richtig weh! Dem Trainer, jedem Spieler, uns. Verdammt nochmal! Wir wollten nach Berlin fahren und diesen Pokal gewinnen! Aber es ist ungerecht, dass sich dann sofort Kritik und Häme ausschüttet, die wenig Maß kennt. Hätte Thomas mich vorher gefragt, hätte ich in kompletter Überzeugung gesagt: Du hast die 100-prozentige Unterstützung vom Club – und von mir. Mach es genauso!

Am Montag tagt der Aufsichtsrat. Ist der Name Max Eberl nun schon an Sie herangetragen worden?

Die Wasserstandsmeldung ist noch dieselbe: nein.

Max Eberl laut CEO Dreesen aktuell kein Thema beim FC Bayern

Anders gefragt: Der Vorstand besteht aktuell nur aus drei Leuten, ist dünn wie nie. Ist das für Sie drei überhaupt zu stemmen?

Wenn man einen Fußballclub in unserer Größenordnung nimmt, sind drei Vorstände eigentlich passend. Ich würde uns weder als dünn noch als üppig aufgestellt bezeichnen. Jeder hat seine Aufgabe.

Würde die Installation eines Sportvorstandes auch Ihnen Aufgaben nehmen? Sie haben augenscheinlich Spaß, an Transfers mitzuwirken.

Auch jetzt schon ist ja Christoph Freund für Transfers verantwortlich. Als Vorsitzender bin ich da immer mit eingebunden. Daran würde sich auch in einer neuen Konstellation nichts ändern. Früher habe ich sehr intensiv Transfers begleitet, zwischendurch weniger, weil Hasan Salihamidzic diese Rolle übernommen hat, mehr als andere Sport-Verantwortliche vor ihm. Dieser Sommer in seiner Konstellation war natürlich außergewöhnlich.

Auch im Kane-Poker waren Sie federführend. Hat er die 100 Mio. Euro schon zurückgezahlt – oder ist erst im Frühjahr Zahltag?

Wir hätten – für unsere Verhältnisse – nie in dieses oberste Regal gegriffen, wenn wir uns nicht sicher gewesen wären, was Harry unserem Club geben kann. Unsere Rechnung geht nun auf. Dass es so schnell in dieser Art und Weise geht, ist aber auch für uns nahezu unfassbar. Da geht es um die Tore, die Assists, und vor allem darum, wie er unser Spiel verändert. Er macht uns weniger ausrechenbar – auch das zeigt die Statistik: Neben seinen 15 Toren haben wir in der Bundesliga noch 23 weitere geschossen. In der Offensive leistet jeder seinen Beitrag, auch dank Harry. Das nährt unser aller Hoffnung.

Harry Kanes Vorgänger: Legendäre Neuner des FC Bayern München

Gerd Müller jubelt über einen Treffer für den FC Bayern
Die erste große Nummer 9 des FC Bayern trug den Namen Gerd Müller. Über ein Jahrzehnt lief der mittlerweile verstorbene „Bomber der Nation“ mit dieser Zahl auf, insgesamt schoss er in 611 Pflichtspielen 568 Tore für die Münchner. © Pressefoto Rudel/Herbert Rudel via www.imago-images.de
Dieter Hoeneß bei einem Spiel des FC Bayern
Auch Dieter Hoeneß, jüngerer Bruder von FCB-Patron Uli, trug in den 80er Jahren das Jersey mit der 9. Der Mittelstürmer erzielte in seiner Zeit an der Isar 145 Tore und bereitete 14 weitere vor. © imago sportfotodienst
Roland Wohlfarth bei einem Spiel des FC Bayern
Roland Wohlfarth wechselte mehrfach seine Rückennummer, am häufigsten lief er aber mit der 9 auf. Bis zu seinem Abgang zum französischen Klub AS Saint-Etienne netzte der gebürtige Bocholter in 332 FCB-Spielen 156 Mal. © Pressefoto Rudel/Herbert Rudel via www.imago-images.de
Michael Rummenigge bei einem Spiel des FC Bayern
Lediglich in der Saison 1983/84 zierte die 9 das Trikot von Michael Rummenigge, in der Spielzeit schoss der offensive Mittelfeldspieler in 44 Pflichtspielen 18 Buden. Am häufigsten spielte er übrigens mit der 10, sowohl beim FC Bayern als auch bei Borussia Dortmund. © imago sportfotodienst
Bruno Labbadia bei einem Spiel des FC Bayern
Vor seiner Zeit als Bundesliga-Trainer war Bruno Labbadia in der höchsten deutschen Spielklasse als Stürmer unterwegs. Seine Zeit beim FCB fand mit der deutschen Meisterschaft 1993/94 ein erfolgreiches Ende. Auf dem Rücken: die Nummer 9. © Imago Images / Sven Simon
Alexander Zickler bei einem Spiel des FC Bayern
Mittlerweile als Co-Trainer bei RB Leipzig unter Marco Rose tätig, trieb Alexander Zickler in den 90er und 2000er Jahren in gegnerischen Strafräumen sein Unwesen. In der Spielzeit 94/95 auch zeitweise mit der legendären Nummer auf dem Rücken. Zehn Tore erzielte er in dieser Saison, insgesamt traf er für den FCB 70 Mal. © Imago Images / Sven Simon
Jürgen Klinsmann bei einem Spiel des FC Bayern
Als Trainer der DFB-Elf war Jürgen Klinsmann hauptverantwortlich für das Sommermärchen 2006, zuvor machte er sich als brandgefährlicher Mittelstürmer einen Namen. Schon beim VfB Stuttgart und bei Inter Mailand trug er die 9 auf dem Rücken, die Tradition setzte sich 95/96 auch in München fort. © imago sportfotodienst
Giovane Elber jubelt über einen Treffer für den FC Bayern
Der Brasilianer mit dem verschmitzten Grinsen kickte sechs Jahre für den deutschen Rekordmeister und durfte 131 Bundesliga-Treffer bejubeln. Bis heute Platz drei unter ausländischen Torschützen im deutschen Oberhaus. Egal ob mit links, rechts oder dem Kopf – bei allen hatte er die 9 auf dem Trikot.  © imago sportfotodienst
Luca Toni jubelt einen Treffer für den FC Bayern
Apropos Jubel: Wenn nach einem Tor mal wieder am Ohr geschraubt wurde, war Luca Toni für den FC Bayern zur Stelle. Von 2007 bis 2010 kickte der großgewachsene Italiener in München, gewann zwei Meistertitel und ein Mal den DFB-Pokal – natürlich trug er dabei die 9. © imago sportfotodienst
Mario Mandzukic jubelt über einen Treffer für den FC Bayern
Nachdem er beim VfL Wolfsburg gemeinsam mit Zvjezdan Misimovic und Grafite die Liga verzauberte, ging Mario Mandzukic für rund 13 Millionen Euro nach München. Mit dem kroatischen Angreifer gewann der FCB die Champions League, Mandzukic steuerte auf dem Weg zum Titel drei Treffer bei. Auch im legendären Finale gegen den BVB netzte er zum 1:0. © imago sportfotodienst via www.imago-images.de
Robert Lewandowski bejubelt einen Treffer für den FC Bayern
Der jüngste Vorgänger von Harry Kane – und auch einer der erfolgreichsten. Kaum ein Angreifer prägte die Bundesliga und den FC Bayern über so eine lange Zeit wie Robert Lewandowski. 2022 ging er nach acht Saisons, 375 Pflichtspielen und 344 Toren ablösefrei zum FC Barcelona. Dort sicherte er sich, wie zuvor schon in München, das Oberteil mit der Rückennummer 9. © Imago / Action Pictures
Harry Kane bei einem Spiel des FC Bayern
Nun also Harry Kane. Für kolportierte 100 Millionen Euro plus möglichen Boni kam der Engländer Mitte August von Tottenham an die Isar und soll die Münchner bestenfalls zu einigen Titeln schießen. © IMAGO/Bernd Feil/M.i.S.

Bayern-CEO Dreesen über den Kane-Transfer: „Unsere Rechnung geht nun auf“

Es werden schon Vergleiche zu Gerd Müller gezogen…

Das finde ich noch zu früh. Wir wollen keine unnötigen Gewichte auf seine Schulter hängen.

Mit ihm und Manuel Neuer hat der FC Bayern wieder stabile Eckpfeiler einer Achse. Ist das der Schlüssel zu mehr als das Viertelfinale der Champions League?

Ein Neuer und Kane in Topform sind schon mal zwei gute Argumente, warum es in der Meisterschaft und der Champions League ganz, ganz weit gehen kann. Dass wir Meister werden wollen, ist klar. Und an ein Champions-League-Finale in Wembley haben wir gute Erinnerungen…

Wo hüpft ihr Herz mehr – bei jeder Neuer-Parade oder bei jedem Kane-Tor?

Das nimmt sich nicht viel. Wobei ich sagen muss, dass dieses Comeback von Manuel Neuer wirklich nicht hoch genug einzuschätzen ist. Nehmen wir das Beispiel in Dortmund: Da kriegt er ewig nichts aufs Tor, ist aber im richtigen Moment da. Und das im dritten Spiel nach dieser Verletzung.

Viele hätten in der Reha wohl aufgegeben.

Da gehören Wille, Disziplin, ein innerer Kompass dazu. Und man muss einige psychische Täler durchschreiten.

Bayern-CEO Dreesen zieht seinen Hut von Manuel Neuer

Konnten Sie in diesen Tälern helfen?
Das würde ich mir nicht anmaßen wollen. Aber das Vertrauen zu geben, dass wir auf ihn zählen, das war ganz bewusst so ausgedrückt. Wir haben immer das Gefühl vermittelt: Hey, wir sind da! Im Juli, August haben wir daher in der Torwart-Frage bewusst von Woche zu Woche geschaut. Wir hatten Sven Ulreich, einen superloyalen Typen, dazu dann Daniel Peretz, ein Versprechen für die Zukunft. Die Lösung war bewusst gewählt.

Manuel Neuer will die verlorenen Jahre aber hinten dran hängen…

Zu diesem Thema hat er selbst schon die beste Antwort gegeben: Er spielt jetzt mal ein paar Spiele, alles weitere sehen wir dann. Mit einem Manuel Neuer in Topform sind wir gut beraten, dass der gemeinsame Weg noch eine ganze Weile weitergeht.

Wenn er die Pokale alle festgehalten hat: Sehen wir Sie dann singend auf dem Rathausbalkon?

Das kann gut sein. Ich singe dann: So ein Tag, so wunderschön wie heute (lacht).

Interview: Hanna Raif und Vinzent Tschirpke

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