SGE in Nöten

Michy Batshuayi soll gehen – doch die Eintracht braucht ihn jetzt

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Der Stürmer wurde eigentlich aussortiert, nun fehlen Alternativen. Michy Batshuayi könnte für Frankfurt in den nächsten Spielen wichtig werden.

Frankfurt – Die Situation ist fast schon grotesk. Die Frankfurter Eintracht muss in den letzten vier Spielen bis zur Winterpause auf einen Stürmer bauen, dem bereits mitgeteilt wurde, dass er den Klub verlassen soll. Michy Batshuayi war im Grunde bereits aussortiert, hat bislang gerade mal 89 Spielminuten bei fünf mehr oder weniger kurzen Einsätzen in der Bundesliga gesammelt. Auf die meisten Spielminuten kam er am Sonntag beim 1:1 gegen Wolfsburg, es waren 28. „Er hat sich angemeldet“, sagte Trainer Dino Toppmöller, nachdem Batshuayi per Elfmeter in der Nachspielzeit der Ausgleichstreffer gelungen war.

Lässt die Eintracht nicht im Regen stehen: Michy Batsyhuayi nach dem Elfmeter gegen Wolfsburg.

In Leipzig am Samstag, in Barcelona nächste Woche, vor allem gegen Augsburg und in Hamburg könnte es nun ausgerechnet auf den belgischen Nationalspieler ankommen, der auch nach fast zwölf Monaten bei der Eintracht nicht angekommen ist. Dabei könnte es hilfreich sein, dass der Spieler selbst wohl wenig Druck verspürt. „Er hat so viel Erfahrung, da macht er sich keinen Kopf“, hatte der Trainer zum verwandelten Elfmeter gesagt. Damit aber auch den Charakter des 32-Jährigen beschrieben.

Das Angebot an Eintracht-Stürmern ist dünn

Batshuayi hat ziemlich sicher keine ganz große Identifikation mit seinem jeweiligen Arbeitgeber, darauf deuten schon die vielen Wechsel hin. Für zehn verschiedene Klubs hat er seit 2011 gespielt. Nach Frankfurt gekommen war er im Januar von Galatasaray Istanbul als vermeintliche Soforthilfe, nachdem die Frankfurter Omar Marmoush nach Manchester verkauft hatten. Zweimal hat er von Beginn an gespielt, nicht einmal über 90 Minuten. Sein letztes Spiel über die volle Distanz datiert von 12. Dezember 2024, damals noch mit Galatasaray gegen Malmö.

Die Eintracht ist also nur ein weiterer Arbeitgeber für den er versucht, das Beste zu geben. Lange Zeit war das nicht ausreichend, entsprechend selten durfte Batshuayi ran. Nun aber ist sein Bestes gerade gut genug für die Mannschaft. Was in erster Linie an fehlenden Alternativen liegt. Nach der Verletzung von Jonny Burkardt, der zumindest bis zum Jahresende ausfällt, sind Toppmöller die Stürmer so gut wie ausgegangen.

DFB-Kader für die WM 2026: Wenn Nagelsmann heute nominieren müsste

Manuel Neuer
Die Weltmeisterschaft 2026 könnte das nächste bittere große Turnier für Kronprinzen Marc-André ter Stegen darstellen. Verletzungsbedingt – und aufgrund seiner verzwickten Situation beim FC Barcelona – würde der Keeper stand jetzt erneut nicht als Deutsche Nr. 1 mitfahren. Eine mögliche Konsequenz wäre es für Nationaltrainer Julian Nagelsmann, bei Manuel Neuer anzufragen, ob der 39-Jährige für seine fünfte WM in die Nationalmannschaft zurückkehren würde. Woche für Woche beweist der langjährige Nationaltorhüter in der Bundesliga und Champions League seine Extraklasse. Zudem könnte seine Routine einer zuletzt nicht immer sattelfesten Defensive viel geben. Der Ausgang ist jedoch offen. © Eibner-Pressefoto/Jenni Maul/IMAGO
GER, WM-Qualifikation, Deutschland - Slowakei
Bei einer Neuer-Rückkehr gäbe es mit Oliver Baumann einen weiteren Leidtragenden. Der Hoffenheimer nutzt seine Chance und überzeugt als sicherer Rückhalt im Dress des DFB. So darf sich Baumann im Alter von 35 Jahren berechtigte Hoffnung auf sein erstes großes Turnier als Stammkeeper machen. Die Überfahrt nach Amerika ist jedenfalls sicher. © Karina Hessland-Wissel/IMAGO
Alexander Nübel
Wie es für Alexander Nübel nach der Weltmeisterschaft weitergeht, ist offen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt dürfte jedoch klar sein, dass der 29-Jährige seinen Platz mindestens als Nr. 3 im deutschen Tor sicher haben dürfte. Daran könnte wohl auch ein mögliches Neuer-Comeback nichts ändern – dieses Szenario wäre nur bei einem Ausfall von Marc-André ter Stegen vermittelbar. © Michael Taeger/IMAGO
Noah Atubolu
Bereits bei der Heim-Europameisterschaft offenbarte Julian Nagelsmann, wie wichtig es dem Bundestrainer ist, insgesamt vier Torhüter im Training zu haben. Rund 40 Tage wird die XXL-WM dauern, ein „Trainingsgast“ wie bei der EM 2024 könnte sich da schwieriger darstellen. Für Noah Atubolu könnte dies die Chance sein, mit über den Atlantik zu reisen. Aktuell spielt der 23-Jährige bereits seine dritte Saison als Stammkeeper beim SC Freiburg und sammelt in der Europa League wichtige Erfahrungen. Weitere könnten in Nordamerika folgen – vielleicht sogar für die Rolle als langfristige Nr. 1 beim DFB. © pepphoto/Horst Mauelshagen/IMAGO
Joshua Kimmich
Wie wichtig Joshua Kimmich für die deutsche Nationalmannschaft ist, bewies der DFB-Kapitän einmal mehr beim entscheidenden Spiel der WM-Qualifikation gegen die Slowakei. Trotz verletzungsbedingten Handicap zählte der Bayern-Spieler wieder zu den besten Protagonisten. Fest steht: ob heute oder im Sommer, Kimmich ist gesetzt. © Moritz Mueller/IMAGO
Ridle Baku
Für die Rolle hinter dem Captain hat sich Ridle Baku in Position gebracht. In der vergangenen Länderspielpause konnte der Leipziger sogar mit einem eigenen Tor glänzen. Auch aufgrund der Formschwäche der Konkurrenz (u. a. Nnamdi Collins) würde der 27-Jährige aktuell wohl mit zur WM fahren. © IMAGO
Jonathan Tah
In Luxemburg führte Jonathan Tah die deutsche Nationalmannschaft erstmals als Kapitän aufs Feld. In diesem Jahr war in der Innenverteidigung hauptsächlich die Frage, wer an der Seite des 29-Jährigen spielt. Bei der Weltmeisterschaft sollte dies, falls er fit bleibt, ebenfalls so sein. © Maximilian Koch/IMAGO
Nico Schlotterbeck
Im Kampf um den zweiten Platz in der Innenverteidigung hat aktuell Nico Schlotterbeck klar die Nase vorne. Insbesondere die spielerischen Fähigkeiten stechen im Spiel des 25-Jährigen heraus, der sich in den letzten Jahren kontinuierlich auf Top-Niveau gesteigert hat. Als Linksfuß ist der Borusse über die WM hinaus für den linken Part prädestiniert. © IMAGO
Malick Thiaw
Nach seinem Abgang im Sommer von der AC Mailand ist Malick Thiaw bei Premier-League-Klub Newcastle United mittlerweile nicht mehr wegzudenken. Die vergangenen sechs Ligaspiele bestritt der 24-Jährige über die vollen 90 Minuten. Bei der Nationalmannschaft muss sich der gebürtige Düsseldorfer zwar noch hinten anstellen (fünf Länderspiele), als Back-up dürfte ihm die Berufung jedoch gewiss sein. © Markus Fischer/IMAGO
Waldemar Anton
In der vergangenen Länderspielpause konnte sich Waldemar Anton nicht von seiner besten Seite präsentieren. In Luxemburg machte der 29-Jährige an der Seite von Ersatzkapitän Tah einen ungewohnt unsicheren Eindruck. Dass er es eigentlich besser kann, beweist der in Usbekistan geborene Innenverteidiger in der Liga. Auch dank Anton hat der BVB aktuell die zweitbeste Defensive der deutschen Beletage. © Herbertz/Nico Herbertz/IMAGO
Robin Koch
Sollte Bundestrainer Julian Nagelsmann wie bei seinem ersten großen Turnier erneut fünf Innenverteidiger nominieren, würde nach heutigen Stand wahrscheinlich auch Robin Koch ein WM-Ticket bekommen. Doch: Bereits bei der letzten Länderspielpause verzichtete Nagelsmann auf den Innenverteidiger, der in der laufenden Saison immer wieder Probleme hat. Bis zum Sommer kehrt wahrscheinlich auch Antonio Rüdiger zurück, Koch könnte dann schnell zum Streichkandidaten avancieren. © Gabor Baumgarten/SPP/IMAGO
David Raum
Seinen Platz hat David Raum auf der Position des Linksverteidigers sicher. Im internen Duell mit dem Stuttgarter Maximilian Mittelstädt setzte sich der Leipziger klar durch. Bei fünf von sechs WM-Quali-Spielen stand der gebürtige Nürnberger in der Startaufstellung. Mittelstädt hingegen wurde gar nicht erst nominiert. © Michael Taeger/IMAGO
Nathaniel Brown
Der Grund: Mit Nathaniel Brown scharrt bereits ein hoffnungsvolles Talent hinter Raum mit den Hufen. Im vergangenen Jahr zählte der 22-Jährige zu den Durchstartern in der Bundesliga und trotz Verletzung, die ihn zu Beginn der Saison geplagt hatte, setzt der Youngster seine beeindruckende Entwicklung fort.  © Markus Ulmer/IMAGO
Aleksandar Pavlović
Dank seines Profils als defensivstarker Mittelfeldspieler hätte Aleksandar Pavlović – im Gegensatz zur Situation beim FC Bayern – einen Platz in der Schaltzentrale des deutschen Mittelfelds sicher. Für den 21-Jährigen bleibt nur zu hoffen, dass der gebürtige Münchner auch bis zum Sommer von Verletzungen und Krankheiten verschont bleibt. Eine Mandelentzündung hatte bereits die Teilnahme bei der Heim-EM 2024 verhindert. © Michael Taeger/IMAGO
Leon Goretzka
Mit seiner Resilienz überzeugt Leon Goretzka nicht nur beim FC Bayern München. Eine Eigenschaft, die auch bei einer Weltmeisterschaft gefragt ist. Nach seiner Aussortierung ist der 30-Jährige wieder fester Bestandteil der Auswahl von Julian Nagelsmann. Bei jedem Länderspiel in diesem Jahr stand Goretzka auf dem Platz. © Grzegorz Wajda/IMAGO
Felix Nmecha
Für die Länderspiele in Luxemburg und gegen die Slowakei feierte Felix Nmecha sein Comeback in der Nationalmannschaft. In diesem Jahr hat der 25-Jährige nochmal einen gewaltigen Entwicklungssprung gemacht und im BVB-Mittelfeld unter anderem Pascal Groß den Rang abgelaufen. Trotz großer Konkurrenz würde der gebürtige Hamburger aktuell mit zur WM fahren. © Kirchner-Media/TH/IMAGO
Angelo Stiller
Zwar wurde Angelo Stiller zuletzt für die finalen beiden Spiele der WM-Quali nicht zur deutschen Nationalmannschaft eingeladen, dennoch darf bezweifelt werden, dass Bundestrainer Julian Nagelsmann für ein großes Turnier mit nur drei Spielern plant, deren Paradeposition vor der Abwehr ist. Deshalb – und im Hinblick auf den neuen XXL-Modus der Weltmeisterschaft mit noch nie dagewesener Belastung – wäre eine Berufung des Spielmachers vom VfB Stuttgart aktuell wohl keine Überraschung.  © Marco Steinbrenner/DeFodi Images/IMAGO
Nadiem Amiri
Für den Platz im zentralen Mittelfeld könnte allerdings auch einer der wenigen Lichtblicke einer tristen Saison von Mainz 05 infrage kommen. Bislang war Nadiem Amiri in dieser Saison in jeder Länderspielpause nominiert, musste zuletzt allerdings aufgrund von Adduktoren-Beschwerden seine Reise zur DFB-Elf absagen. Gegen Nordirland bewies der Mainzer jedoch auch seinen Wert für den DFB in der offensiven Dreierreihe. In Abwesenheit von Jamal Musiala und Kai Havertz offenbart sich hier ebenfalls ein Back-up-Platz – quasi zwei Fliegen mit einer Klatsche. © Sebastian Bach/IMAGO
Leroy Sané
So schnell kann es gehen: Innerhalb einer Abstellungsperiode entwickelte sich Leroy Sané im deutschen Team wieder von Zero to Hero. In Luxemburg und gegen die Slowakei bewies der Flügelspieler seine Genialität und verhalf dem DFB-Team zur WM-Teilnahme. In dieser Form ist der 29-Jährige bei einer Weltmeisterschaft unentbehrlich. © Moritz Mueller/IMAGO
Serge Gnabry
Wie Vereinskollege Goretzka erlebte auch Serge Gnabry eine wundersame Auferstehung. Auch der 30-Jährige zählte zu den Enttäuschten, die nicht für die Europameisterschaft nominiert wurden. Zudem gab es beim FC Bayern München große Zweifel rund um seine Person. In der laufenden Saison belehrt der Offensivspieler seine Kritiker jedoch eines besseren. Bereits für die Qualifikation war der gebürtige Stuttgarter gesetzt – genauso wie bei einer heutigen Nominierung. © Hansjürgen Britsch/IMAGO
Florian Wirtz
Der dritte in der Dreierreihe stellt sich quasi von selbst auf. In der Premier League kämpft Florian Wirtz noch mit Anlauf-Schwierigkeiten, für die Nationalmannschaft ist der Freigeist jedoch unverzichtbar. Mit zwei Vorlagen gegen die Slowakei unterstrich er dies eindrucksvoll. Seit September 2023 stand der Neuzugang des FC Liverpool in jedem möglichen Länderspiel auf dem Rasen. Daran wird sich so schnell auch nichts ändern. © Karina Hessland-Wissel/IMAGO
Kevin Schade
Abseits der großen öffentlichen Aufmerksamkeit in der Premier League entwickelte sich Kevin Schade beim FC Brentford zum Schlüsselspieler. Einzig am ersten Spieltag war der Potsdamer nicht in der Startelf vorzufinden und steuerte dabei vier Torbeteiligungen (drei Tore, eine Vorlage) bei. Auch Julian Nagelsmann honorierte die Leistungen des 23-Jährigen und nominierte den pfeilschnellen Flügelspieler nach über einem Jahr erstmals wieder.  © Herbertz/Nico Herbertz/IMAGO
Jamie Leweling
Mit seiner hohen Endgeschwindigkeit kann auch Jamie Leweling jeder Abwehr sehr wehtun. Dennoch zählt der Stuttgarter nur bedingt zum inneren Kreis der Nationalmannschaft. Wenn bis zum Sommer noch einige Schlüsselspieler in der Offensive zurückkehren, könnte es Leweling schwer haben, ein Ticket für die Reise nach Nordamerika zu ergattern. Heute hätte er wie „Konkurrent“ Schade – auch aufgrund der Kontroverse um Karim Adeyemi – eine realistische Chance auf eine Kadernominierung. © Herbertz/Nico Herbertz/IMAGO
Karim Adeyemi
Damit kommt man zum besonderen Fall des Karim Adeyemis: Sportlich wäre dem 23-Jährigen ein Platz im Aufgebot für die WM 2026 wohl sicher. Mit seinem Strafbefehl und dadurch, dass er diesen vor den Verantwortlichen der Nationalmannschaft verschwiegen hatte, brachte er den DFB in eine heikle Situation. Ob in Hinblick auf diesen Hintergrund Nagelsmann ihn stand jetzt nominieren würde, darf zumindest hinterfragt werden. Glücklicherweise für den Flügelspieler hat er aber noch bis zum Sommer Zeit, Abbitte zu leisten. © pepphoto/Horst Mauelshagen/IMAGO
Nick Woltemade
Erst im Juni debütierte Nick Woltemade für die deutsche Nationalmannschaft, dennoch ist der 1,98 Meter große Schlaks nicht mehr aus der ersten Elf wegzudenken. Vier Tore durfte „Woltemessi“ schon im DFB-Dress bejubeln – alle in den vergangenen drei Länderspielen. Geht die Entwicklung des 23-Jährigen nicht nur in der Nationalmannschaft, sondern auch in der Premier League so weiter, wird der Stürmer weit über die WM hinaus den deutschen Angriff prägen. © Grzegorz Wajda/IMAGO
Jonathan Burkardt
Zehn Torbeteiligungen in den wettbewerbsübergreifend ersten 15 Pflichtspielen stehen für Jonathan Burkardt nach seinem Wechsel zu Eintracht Frankfurt zu Buche. Bei der Nationalmannschaft muss er sich trotz der guten Quote dennoch hinten anstellen und auf seine Chance warten. Als klassischer Mittelstürmer mit gutem Gespür für Räume könnte Burkardt der DFB-Auswahl dennoch viel als Joker geben.  © Herbertz/Nico Herbertz/IMAGO
Deniz Undav
Nach dem ihn ein Bänderanriss im Knie ausgebremst hat, kommt Deniz Undav immer besser in Fahrt. Mit fünf Torbeteiligungen seit Ende Oktober würde ihm seine Form einen Vorteil gegen mögliche Konkurrenten im Sturm wie Maximilian Beier geben. Für eine reale Chance auf die WM im Sommer muss der Stürme diese jedoch konservieren. Bis dahin werden voraussichtlich auch Kai Havertz und Tim Kleindienst wieder fit sein. © Pressefoto Rudel/Robin Rudel/IMAGO

Dabei ist wenig hilfreich, dass mit Elye Wahi der eigentlich logische Vertreter wegen mangelnder Leistungen in Spiel und Training aussortiert wurde. Toppmöllers auf Wahi gemünzte, fast schon ironische Bemerkung, es sei jeder „herzlich eingeladen, beim Training Gas zu geben und zu zeigen, dass er unbedingt spielen will“, lässt tief blicken. Auch der 22 Jahre alte Franzose soll sich einen neuen Klub suchen.

Dann also Batshuayi. Da hat Toppmöller in kürzester Zeit seine Meinung geändert. Beim Auswärtsspiel in Köln, gar nicht so lange her, hatte er ihn nicht einmal ins Aufgebot berufen. Seit der knappen halben Stunde gegen Wolfsburg hört sich das nun so an: „Michy hatte eine gute Präsenz vorn, ist in die Zweikämpfe gegangen, vom Läuferischen war es auch gut“. Klingt nach einem wirklich guten Stürmer, zumal der ja auch das einzige Tor geschossen und zudem noch eine Torchance für Ritsu Doan vorbereitet hat.

Auf welche Stürmer vertraut SGE-Coach Toppmöller?

Teilzeitarbeiter Batshuayi ist für Toppmöller der „Notausgang“. Die ganz jungen Alexander Staff aus der U19 und Daniel Starodid aus der U21 verfügen nicht einmal im Training über Erfahrung auf Bundesliganiveau. Da wurde verpasst, sie vielleicht früher schon näher heranzuführen. Der nach Verletzung zurückgekehrte Jessic Ngankam freut sich zwar nach langer Leidenszeit über jede Spielminute, kann aber nicht ernsthaft die Lösung sein.

Die Crux für Toppmöller: Die Schlussphase gegen Wolfsburg sei “ein Spiel für Michy“ gewesen, hatte er gesagt. Das Spiel in Leipzig am Samstag aber, und das Spiel in Barcelona am Dienstag eher nicht. Beide Male wird die Eintracht mutmaßlich das Hauptaugenmerk auf die Defensivarbeit legen. Gut möglich, dass Toppmöller da wie gegen Wolfsburg mit Jean-Matteo Bahoya und Ansgar Knauff beginnt. Dann wäre Batshuayi prompt wieder auf der Bank. Was ihn wohl ärgern, aber nicht wirklich stören würde. Schließlich weiß er, dass seine Zeit bei der Eintracht sowieso bald zu Ende gehen wird.

Rubriklistenbild: © Imago/florian Ulrich/IMAGO/Jan Huebner

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