4. Juli 1996 (Alter 27 Jahre), Albertville, Frankreich
Nationalität:
Frankreich
Sportart:
Biathlon
Biathlon-Betrugsskandal geht in nächste Runde
Braisaz-Bouchet wollte die Situation zunächst intern klären und nicht damit an die Öffentlichkeit gehen. „Aber das hat nicht funktioniert“, bestätigte sie gegenüber dem norwegischen TV-Sender TV2. Simon stritt offenbar alles ab, sodass der Teamkollegin keine andere Wahl blieb, als Klage einzureichen gegen die derzeit beste Biathletin der Welt.
„Wenn ich keine Beweise gehabt hätte, hätte ich nichts unternommen. Ich hoffe einfach nur, dass es noch so etwas wie ein Happy End geben kann. Ich wünsche ihr nichts Böses, ich will einfach nur meine Karriere fortsetzen, mich um meine Familie und mich selbst kümmern. Ich hoffe, die Sache endet bald“, so Braisaz-Bouchet weiter.
Julia Simon äußerte sich bislang nicht öffentlich zu den Vorwürfen und nahm auch nicht an den Trainingslagern der französischen Mannschaft teil. Sie absolviert die Vorbereitung auf den kommenden Winter alleine und es ist völlig unklar, ob und wann sie wieder in den Kreis der Teamkolleginnen zurückkehren wird.
Biathlon-Betrugsskandal: Simon startet doch nicht in Wiesbaden
Mit Spannung erwartet wurde der erste öffentliche Auftritt von Simon nach Bekanntwerden des Betrugsskandals. Die 26-Jährige war für den jährlich ausgetragenen City-Biathlon gemeldet, der am 13. August in der Wiesbadener Innenstadt stattfindet. Doch eine Woche vor dem Rennen verschwand ihr Name plötzlich von der Startliste.
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Lou Jeanmonnot, die Julia Simon zuletzt schwere Vorwürfe machte, ist laut Homepage die einzige französische Starterin. Der Grund für die Absage Simons ist nicht bekannt, der Veranstalter hat sich bislang nicht dazu geäußert. Es ist aber davon auszugehen, dass der Verzicht auf den Start in Wiesbaden mit den Betrugsvorwürfen zusammenhängt. (smr)