VonLars Pollmannschließen
Bayern-Kapitän Manuel Neuer ist trotz seiner Auswechslung gegen Dinamo Zagreb einer ernsthaften Verletzung wohl entkommen.
München – Am Dienstag (17. September) hat der FC Bayern München in der UEFA Champions League gegen Dinamo Zagreb einen historischen Sieg errungen. Mit neun Treffern stellten die Münchner einen neuen Rekord in der Königsklasse auf. Einzig eine potenzielle Verletzung von Kapitän Manuel Neuer, der nach der ersten Halbzeit ausgewechselt werden musste, trübte die Freude etwas.
Sven Ulreich sprang für Neuer ein und musste während der einzigen Schwächephase des deutschen Rekordmeisters gleich zweimal binnen fünf Minuten den Ball aus dem Netz holen. Nach dieser kurzen Phase der Unsicherheit dominierte Bayern das Spiel und zog historisch deutlich davon. Nach der Partie konnte Neuer dann selbst Entwarnung geben.
Manuel Neuer: „Es hat in den Oberschenkel gestochen“
Neuer erklärte nach dem Spiel in der Mixed Zone der Allianz-Arena: „Ich bin gestürzt, danach ist die Statik ein bisschen hin gewesen. Dann habe ich ein paar Bälle geschlagen und es hat in den Oberschenkel gestochen“. Der Torhüter war bereits früh im Spiel mit Zagreb-Stürmer Bruno Petković kollidiert und unsanft auf den Rücken gekracht. Dass er danach noch rund 40 Minuten weiterspielen konnte, spricht wohl für sich.
Der ehemalige Nationalspieler beruhigte die Fans: „Es ist nichts Gravierendes, eine Kleinigkeit“. Ein Ausfall für das kommende Bundesligaspiel gegen Werder Bremen scheint unwahrscheinlich. „Ich gehe davon aus, dass ich dabei bin“, so Neuer. Trainer Vincent Kompany deutete in der Pressekonferenz nach dem beeindruckenden Sieg über Zagreb ebenfalls an, dass er wohl mit Neuer planen kann.
Für Sven Ulreich „ein bisschen bitter“
Kompany erklärte die Auswechslung von Neuer: „Ich glaube, dass Manu okay ist. Ich bin kein Doktor oder Arzt, also werden wir morgen mehr wissen. Wir glauben, es ist okay, aber wir können kein Risiko nehmen“. Sollte Neuer doch eine Pause benötigen, wäre Ulreich bereit einzuspringen. Der Ersatztorhüter hatte am Dienstag das Mitgefühl seines Teamkollegen sicher.
„Für Ulle war es am Anfang ein bisschen bitter, dass wir ihn haben im Regen stehen lassen“, sagte Neuer. „Aber wie wir nach dieser kurzen schwachen Phase zurückgekommen sind, das war wieder der FC Bayern, wie wir ihn in letzter Zeit gesehen haben.“
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