Bundesliga-Topspiel steht bevor

Ausgerechnet bei der Rückkehr nach München: BVB-Star droht Ausfall gegen den FC Bayern

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Borussia Dortmund gastiert am Samstag zum Bundesliga-Topspiel beim FC Bayern. Ein Offensivstar des BVB muss möglicherweise passen.

München/Dortmund - Die Blicke Fußballdeutschlands werden sich am Samstagabend (1. April) gespannt nach München richten. Dann gastiert Borussia Dortmund, aktueller Tabellenführer der Bundesliga, beim Zweitplatzierten FC Bayern. Das Duell bietet Brisanz, nicht nur aufgrund der Konstellation in der Tabelle. Lediglich ein Punkt trennt die beiden Konkurrenten, zudem feiert der neue Bayern-Trainer Thomas Tuchel sein Debüt - ausgerechnet gegen Ex-Klub BVB.

Name: Karim Adeyemi
Geburtsdatum und -ort: 18. Januar 2002 in München
Bisherige Vereine als Profi: RB Salzburg, FC Liefering, Borussia Dortmund
Größte Erfolge: 3x Österreichischer Meister, 1x U21-Europameister (2021)

BVB droht gegen FC Bayern Ausfall von Adeyemi

„Die Wichtigkeit ist natürlich ganz klar. Es ist DAS Spiel im deutschen Fußball“, so Tuchel bei seiner Vorstellung als Nachfolger von Julian Nagelsmann. Während beim FCB mit Jamal Musiala, der sich schon wieder im Lauftraining befindet, ein Youngster und wichtiger Akteur doch noch rechtzeitig fit werden könnte, muss der BVB möglicherweise auf einen jungen Offensivstar verzichten.

Wie Sky berichtet, hat Karim Adeyemi einen Rückschlag erlitten. Demnach habe sich der Flügelstürmer mittlerweile wieder im Aufbautraining befunden, dabei jedoch wieder Schmerzen verspürt.

Droht im Bundesliga-Topspiel zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund auszufallen: BVB-Star Karim Adeyemi (Mi.)

Adeyemi erlitt wohl Rückschlag nach Muskelfaserriss

Der deutsche Nationalspieler zog sich am 19. Februar einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zu und musste beim 4:1-Erfolg über Hertha BSC bereits nach 35 Minuten ausgewechselt werden. Laut Vereinsangaben rechnete man im Anschluss mit einer Ausfallzeit von rund drei Wochen - doch dabei bleibt es nun anscheinend nicht.

Für Adeyemi, der in München geboren wurde und von 2009 bis 2011 in der Jugend des deutschen Rekordmeister kickte, wäre ein Ausfall nicht nur wegen seiner Bayern-Vergangenheit bitter. Vor seiner Verletzung präsentierte sich der 21-Jährige in bestechender Form und hatte mit seinen guten Leistungen erheblichen Anteil an der bislang so erfolgreichen Rückrunde der Schwarz-Gelben.

Alle Bundesliga-Torschützenkönige seit 2010

2010: Edin Džeko - 22 Tore für den VfL Wolfsburg. Der Bosnier dürfte einer der unterschätztesten Stürmer seiner Zeit sein. 2018 wurde er zum ersten Spieler, der in drei der europäischen Top-5-Ligen über 50 Treffer erzielte! Mit dem VfL Wolfsburg wurde er 2009 Deutscher Meister.
2010: Edin Džeko - 22 Tore für den VfL Wolfsburg. Der Bosnier dürfte einer der unterschätztesten Stürmer seiner Zeit sein. 2018 wurde er zum ersten Spieler, der in drei der europäischen Top-5-Ligen über 50 Treffer erzielte! Mit dem VfL Wolfsburg wurde er 2009 Deutscher Meister. © imago sportfotodienst via www.imago-images.de
2011: Mario Gómez - 28 Tore für den FC Bayern. Der gebürtige Schwabe begann seine Profikarriere 2004 beim VfB Stuttgart und beendete sie sage und schreibe 16 Jahre später ebenfalls beim VfB. Der 78-malige Nationalspieler spielte zwischenzeitlich nicht nur beim FC Bayern, mit dem er unter anderem Champions-League-Sieger wurde und die Torjägerkanone gewann, sondern unter anderem auch beim AC Florenz.
2011: Mario Gómez - 28 Tore für den FC Bayern. Der gebürtige Schwabe begann seine Profikarriere 2004 beim VfB Stuttgart und beendete sie sage und schreibe 16 Jahre später ebenfalls beim VfB. Der 78-malige Nationalspieler spielte zwischenzeitlich nicht nur beim FC Bayern, mit dem er unter anderem Champions-League-Sieger wurde und die Torjägerkanone gewann, sondern unter anderem auch beim AC Florenz. © imago sportfotodienst
2012: Klaas-Jan Huntelaar - 29 Tore für den FC Schalke 04. Huntelaar war seinerzeit ein gefürchteter Strafraumstürmer. Der „Hunter“ erreichte 2010 mit der niederländischen Nationalmannschaft das WM-Finale. Im März 2022 begann Huntelaar, zehn Monate nach seinem Rücktritt aus dem Profifußball, im Management von Ajax Amsterdam zu arbeiten.
2012: Klaas-Jan Huntelaar - 29 Tore für den FC Schalke 04. Huntelaar war seinerzeit ein gefürchteter Strafraumstürmer. Der „Hunter“ erreichte 2010 mit der niederländischen Nationalmannschaft das WM-Finale. Im März 2022 begann Huntelaar, zehn Monate nach seinem Rücktritt aus dem Profifußball, im Management von Ajax Amsterdam zu arbeiten.  © imago sportfotodienst
2013: Stefan Kießling - 25 Tore für Bayer 04 Leverkusen. Auch Stefan Kießling ist nach wie vor bei seinem Ex-Verein tätig, er arbeitet in der Verwaltung von Bayer 04 Leverkusen. Kießling spielte von 2006 bis 2018 für die Werks-Elf, mit der deutschen Nationalmannschaft wurde er Dritter bei der Weltmeisterschaft 2010. Trotz Forderungen von vielen Seiten, spielte Kießling in der Nationalmannschaft nie eine große Rolle, absolvierte lediglich sechs A-Länderspiele.
2013: Stefan Kießling - 25 Tore für Bayer 04 Leverkusen. Auch Stefan Kießling ist nach wie vor bei seinem Ex-Verein tätig, er arbeitet in der Verwaltung von Bayer 04 Leverkusen. Kießling spielte von 2006 bis 2018 für die Werks-Elf, mit der deutschen Nationalmannschaft wurde er Dritter bei der Weltmeisterschaft 2010. Trotz Forderungen von vielen Seiten, spielte Kießling in der Nationalmannschaft nie eine große Rolle, absolvierte lediglich sechs A-Länderspiele. © imago sportfotodienst
2014: Robert Lewandowski - 20 Tore für Borussia Dortmund. In seiner letzten Saison in Dortmund, bevor er ablösefrei zum FC Bayern wechselte, gewann Robert Lewandowski zum ersten Mal die Torjägerkanone. Der Pole war 2010 von Lech Posen zum BVB gekommen.
2014: Robert Lewandowski - 20 Tore für Borussia Dortmund. In seiner letzten Saison in Dortmund, bevor er ablösefrei zum FC Bayern wechselte, gewann Robert Lewandowski zum ersten Mal die Torjägerkanone. Der Pole war 2010 von Lech Posen zum BVB gekommen. © imago sportfotodienst
2015: Alexander Meier - 19 Tore für Eintracht Frankfurt. Meier war nie der dynamischste Stürmer, dennoch ist er in Frankfurt eine Ikone. Heute ist das Kopfballungeheuer Jugendtrainer und Markenbotschafter bei der Eintracht. Meier absolvierte zwischen 2004 und 2018 336 Spiele und erzielte dabei 119 Tore für die Adler.
2015: Alexander Meier - 19 Tore für Eintracht Frankfurt. Meier war nie der dynamischste Stürmer, dennoch ist er in Frankfurt eine Ikone. Heute ist das Kopfballungeheuer Jugendtrainer und Markenbotschafter bei der Eintracht. Meier absolvierte zwischen 2004 und 2018 336 Spiele und erzielte dabei 119 Tore für die Adler.  © imago sportfotodienst
2016: Robert Lewandowski - 30 Tore für den FC Bayern. In der letzten Saison von Trainer Pep Guardiola dominierte der FC Bayern die Bundesliga, gewann das DFB-Pokalfinale gegen Borussia Dortmund im Elfmeterscheißen und schied in der Champions League im Halbfinale unglücklich gegen Atletico Madrid aus.
2016: Robert Lewandowski - 30 Tore für den FC Bayern. In der letzten Saison von Trainer Pep Guardiola dominierte der FC Bayern die Bundesliga, gewann das DFB-Pokalfinale gegen Borussia Dortmund im Elfmeterscheißen und schied in der Champions League im Halbfinale unglücklich gegen Atletico Madrid aus. © imago sportfotodienst
2017: Pierre-Emerick Aubameyang - 31 Tore für Borussia Dortmund. Bestwert in der Bundesliga, außerdem erzielte Aubameyang 2017 auch das entscheidende Tor zum vierten Pokalsieg von Borussia Dortmund. Der blitzschnelle Gabuner kam von AS Saint-Etienne zur Borussia, wo er von 2013 bis 2018 sein Geld verdiente. „Auba“ erzwang in der Folge einen Wechsel zum FC Arsenal, 2022 wechselte er zum FC Barcelona.
2017: Pierre-Emerick Aubameyang - 31 Tore für Borussia Dortmund. Bestwert in der Bundesliga, außerdem erzielte Aubameyang 2017 auch das entscheidende Tor zum vierten Pokalsieg von Borussia Dortmund. Der blitzschnelle Gabuner kam von AS Saint-Etienne zur Borussia, wo er von 2013 bis 2018 sein Geld verdiente. „Auba“ erzwang in der Folge einen Wechsel zum FC Arsenal, 2022 wechselte er zum FC Barcelona. © Anke Waelischmiller/SVEN SIMON
2018: Robert Lewandowski - 29 Tore für den FC Bayern Nachdem Carlo Ancelotti entlassen wurde übernahm Jupp Heynckes noch einmal. Der FC Bayern spielte am Ende eine seiner besten Bundesliga-Saisons überhaupt. Im Pokalfinale scheiterte man an Eintracht Frankfurt, in der Königsklasse an Real Madrid.
2018: Robert Lewandowski - 29 Tore für den FC Bayern. Nachdem Carlo Ancelotti nach zehn Spielen entlassen wurde, übernahm Jupp Heynckes noch einmal. Der FC Bayern spielte am Ende trotz Trainerwechsel die viertbeste Saison seit Einführung der Drei-Punkte-Regel. Im Pokalfinale scheiterte man an Eintracht Frankfurt, in der Königsklasse an Real Madrid. © Bernd Feil/M.i.S.
2019: Robert Lewandowski - 22 Tore für den FC Bayern. Unter Niko Kovac konnte der Rekordmeister nicht ganz an die Vorsaison anknüpfen, Borussia Dortmund schrammte nur knapp an der Meisterschaft vorbei. Robert Lewandowski traf im DFB-Pokalfinale doppelt, der FC Bayern gewann den Pott durch ein 3:0 gegen RB Leipzig. In der Liga räumte er wieder einmal die Kanone ab.
2019: Robert Lewandowski - 22 Tore für den FC Bayern. Unter Niko Kovac konnte der Rekordmeister nicht ganz an die Vorsaison anknüpfen, Borussia Dortmund schrammte nur knapp an der Meisterschaft vorbei. Robert Lewandowski traf im DFB-Pokalfinale doppelt, der FC Bayern gewann den Pott durch ein 3:0 gegen RB Leipzig. In der Liga räumte er wieder einmal die Kanone ab. © via www.imago-images.de
2020: Robert Lewandowski - 34 Tore für den FC Bayern. Eine historische Saison für den FC Bayern! Die 30. deutsche Meisterschaft wurde beinahe zum Randaspekt. Nach einem halben Jahr unter Hansi Flick gewann der FC Bayern alle möglichen Titel, inklusive der Champions League. Lewandowski war einmal mehr der Erfolgsgarant.
2020: Robert Lewandowski - 34 Tore für den FC Bayern. Eine historische Saison für den FC Bayern! Die 30. deutsche Meisterschaft wurde beinahe zum Randaspekt. Nach einem halben Jahr unter Hansi Flick gewann der FC Bayern alle möglichen Titel, inklusive der Champions League. Lewandowski war einmal mehr der Erfolgsgarant. © Bernd Feil/M.i.S./Pool
2021: Robert Lewandowski - 41 Tore für den FC Bayern. In der Saison 2020/2021 macht sich Lewandowski endgültig unsterblich, indem er den Tor-Rekord von Gerd Müller knackte.
2021: Robert Lewandowski - 41 Tore für den FC Bayern. In der Saison 2020/2021 macht sich Lewandowski endgültig unsterblich, indem er den Tor-Rekord von Gerd Müller knackte. © Poolfoto / Imago
2022: Robert Lewandowski - 35 Tore für den FC Bayern. Das Verhältnis zum FC Bayern bekommt Risse, nichtsdestotrotz liefert Lewandowski. Der Pole gewinnt zum siebten Mal die Torjägerkanone der Fußball-Bundesliga!
2022: Robert Lewandowski - 35 Tore für den FC Bayern. Das Verhältnis zum FC Bayern bekommt Risse, nichtsdestotrotz liefert Lewandowski. Der Pole gewinnt zum siebten Mal die Torjägerkanone der Fußball-Bundesliga! © IMAGO/Revierfoto
2023: Christopher Nkunku/Niclas Füllkrug - jeweils 16 Tore: Die Bundesliga-Saison 2022/23 beschert einen geteilten ersten Platz. Bei RB Leipzig dreht Christopher Nkunku auf, während Niclas ‚Lücke‘ Füllkrug bei Werder Bremen der Durchbruch in der Bundesliga gelingt.
2023: Christopher Nkunku/Niclas Füllkrug - jeweils 16 Tore: Die Bundesliga-Saison 2022/23 beschert einen geteilten ersten Platz. Bei RB Leipzig dreht Christopher Nkunku auf, während Niclas ‚Lücke‘ Füllkrug bei Werder Bremen der Durchbruch in der Bundesliga gelingt. ©  IMAGO / Sportfoto Rudel; IMAGO / Nordphoto
„Der 100-Millionen-Euro-Transfer schlägt ein: In seiner Premierensaison erzielt der Engländer beeindruckende 36 Treffer und wird dabei von Ehrenpräsident Uli Hoeneß geadelt.
2024: Harry Kane - 36 Tore für den FC Bayern. Der 100-Millionen-Euro-Transfer schlägt ein: In seiner Premierensaison erzielt der Engländer beeindruckende 36 Treffer und wird dabei von Ehrenpräsident Uli Hoeneß geadelt. © IMAGO/Ulrich Wagner
Harry Kane zum Zweiten: In der Folgesaison 2024/25 schnürt Kane den Torjägerkanonen-Doppelpack.
2025: Harry Kane - 26 Tore für den FC Bayern: Harry Kane zum Zweiten: In der Folgesaison 2024/25 schnürt Kane den Torjägerkanonen-Doppelpack. © IMAGO/Pressefoto Rudel/Herbert Rudel

Adeyemi nach Re-Start in bestechender Form

Seit dem Re-Start nach der Winterpause verbuchte der pfeilschnelle Angreifer vier Tore und zwei Assists in sechs Partien. Unter anderem schoss er den BVB zum 1:0-Erfolg im Champions-League-Hinspiel gegen den FC Chelsea.

„Wir hoffen, dass wir nicht mehr allzu lange auf ihn verzichten müssen. Bis dahin werden wir die Aufgaben ohne ihn erledigen“, sagte Trainer Edin Terzic Anfang März auf Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Leipzig. Seine Hoffnung könnte nun einen Dämpfer erlitten haben.

BVB soll gegen FC Bayern wohl auf Schlotterbeck zurückgreifen können

Anders als möglicherweise Adeyemi soll Nico Schlotterbeck gegen den FC Bayern auflaufen können. Der Innenverteidiger, der beim 2:0-Erfolg der deutschen Nationalmannschaft über Peru noch in der Startaufstellung gestanden hatte, reiste bereits am Sonntag vom DFB-Team ab. „Es ist nichts Schlimmes. In zwei, drei Tagen wird er wieder auf dem Platz stehen. So ist meine Info“, kommentierte Bundestrainer Hansi Flick die Personalie am Montag.

Ob Julian Brandt und Gregor Kobel spielen können, wird sich wohl erst im Laufe der kommenden Tage zeigen. Laut einem Bericht der Sport Bild aus der vergangenen Woche sollen die Aussichten allerdings gut sein. Definitiv fehlen werden beim Klassiker aber die Langzeitverletzten Jamie Bynoe-Gittens und Youssoufa Moukoko. (masc)

Rubriklistenbild: © Rolf Vennenbernd/dpa

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