VonJan Oeftgerschließen
Zuletzt hieß es immer wieder, der deutsche Biathlet Doll könnte seine Karriere nach der Saison beenden. Jetzt hat er sich dazu klar geäußert.
München – Die Biathlon-WM in Oberhof ist Geschichte. Für die Biathleten steht das letzte Saisondrittel im Weltcup an. Los geht es am Donnerstag (02. März) im tschechischen Nove Mesto mit dem Sprint der Männer. Dabei wird dem deutschen Team auch Benedikt Doll angehören.
Der erfahrenste Biathlet des deutschen Männer-Teams blickt auf eine enttäuschende WM zurück. Wie seine deutschen Kollegen konnte auch er keine Medaille bei der Heim-WM in Oberhof gewinnen. Zuletzt blieb ein deutsches Männer-Team 1976 bei einer Weltmeisterschaft ohne Medaille. Doch das ist für den ehrgeizigen Doll noch lange kein Grund, aufzugeben. Der ARD-Sportschau verriet er in einem Interview nun, dass er seine Karriere fortführen werde.
Biathlon-Star Doll hat immer noch Spaß am Sport
„Ich werde noch ein Jahr machen. Danach ist es aber vorbei“, kündigte der Schwarzwälder gleichzeitig seinen Abschied für 2024 an. Diese Entscheidung habe er sowohl mit seinen engsten Vertrauten als auch Trainern und Verband schon abgesprochen. Doch bis dahin möchte Doll sportlich nochmal auf sich aufmerksam machen. „Es macht mir immer noch Spaß und ich bin noch motiviert, außerdem fühle ich mich körperlich noch fit. Ich will noch einmal angreifen“, sagte er.
Der 32-Jährige ist in dieser Saison der beste deutsche Biathlet. In der Gesamtwertung belegt Doll aktuell den siebten Rang. In dieser Saison konnte der Sprint-Weltmeister von 2017 jedoch noch keinen Weltcup gewinnen. Mit dem aufgeschobenen Karriereende bleibt ihm nun ein Jahr mehr Zeit, um das noch einmal zu erreichen. Insgesamt weist er in seiner Karriere schon 47 Podestplatzierungen auf.
Die ehemalige Biathletin Miriam Neureuther sah sich zuletzt dazu gezwungen, ein Missverständnis aufzuklären. (jo)
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