Inklusive ungewollter Drehung

„Amtlichen Kater gehabt“: Kai Ebel erinnert sich an Ferrari-Fahrt mit Michael Schumacher

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Fast zwei Jahrzehnte waren Michael Schumacher und Kai Ebel gemeinsam in der Formel 1 unterwegs. Der Moderator blickt auf die gemeinsame Zeit zurück.

München – Formel-1-Rekordchampion Michael Schumacher und Moderator Kai Ebel verbindet eine lange gemeinsame Zeit in der Formel 1. Anlässlich des zehnten Jahrestages von Schumachers Ski-Unfall gab Ebel dem Stern ein Interview und sprach über die gemeinsame Zeit in der Königsklasse des Motorsports. Dabei erinnert er sich an einen kuriosen Vorfall zurück.

„Astreiner Fahrfehler“ – Ebel berichtet von Fahrt mit Schumacher

Im Interview mit dem Stern wurde Ebel die Frage gestellt, ob er jemals bei dem siebenmaligen Formel-1-Champion mitgefahren sei. Dies war bei einer Veranstaltung von Ferrari der Fall, wo er noch heute moderieren würde. „Ja – und da hatte er einen amtlichen Kater“, schilderte Ebel die Situation. Schumacher sollte ihn in einem Ferrari mitnehmen und er würde die Fahrt kommentieren.

„Nur hatte Michael am Abend vorher wild gefeiert und war sichtlich angeschlagen. Trotzdem schaltete er alle Fahrhilfen aus und legte los. Plötzlich macht er so eine 360-Grad-Drehung und ich dachte, das sei Show“, berichtete Ebel seine Fahrt an der Seite der Motorsport-Legende. Doch geplant war der Dreher nicht. „Michael schaute rüber und meinte dann nur: ‚Da habe ich wohl die Kontrolle verloren.‘“, fügte der Moderator hinzu, der sich bis heute an die Szene erinnert: „Das vergisst man nicht, wenn der beste Rennfahrer der Welt dich mitnimmt und dann erst mal einen astreinen Fahrfehler hinlegt.“

Kai Ebel und Michael Schumacher verbindet eine lange gemeinsame Zeit in der Formel 1.

Schumacher und Ebel verbindet eine lange gemeinsame Zeit

Im Jahr 1992 begann RTL die Formel 1 in die Berichterstattung aufzunehmen. Damals war Schumacher ein aufstrebender Rennfahrer, der klare Ziele vor Augen hatte. Ebel lernte ihn bei einem Rennen im Mai 1992 in Barcelona erstmals kennen. Der 59-Jährige beschrieb das Verhältnis zu dem ehemaligen Ferrari-Piloten zwar nicht als Freundschaft, dennoch wäre man über die Jahre sehr respektvoll miteinander umgegangen.

„Er wusste, wer ich bin, und wir haben uns gegenseitig für unsere Arbeit ehrlich respektiert. Wir haben uns auch gesagt, wenn mal was nicht gepasst hat. Das war ein sehr gutes Verhältnis“, resümierte Ebel den Umgang der beiden. Einmal habe ihm Schumacher ganz nebenbei verraten, dass Corinna und er Nachwuchs erwarten würden. „Das war ein richtiger Hammer, denn damals gab es in Deutschland keinen größeren Promi und wir hatten diese Wahnsinnsmeldung weltexklusiv“, erinnert Ebel sich.

Schumacher sorgte für Hype um die Formel 1 in Deutschland

Auch erinnert sich der Moderator an die Zeit, bevor Schumacher in die Formel 1 kam. Besonders in Deutschland hätte er einen regelrechten Hype um den Motorsport ausgelöst. „Der deutsche Markt war vor Michael eigentlich tot. So ein Land braucht ein eigenes Toptalent, damit sich die Masse für den Sport interessiert“, blickte er zurück und sagte, dass Schumacher die Nation für den Sport wachgeküsst hätte.

Doch nicht nur in Deutschland entstand durch die Zeit Schumachers ein Hype. „Nur wenige Fahrer haben den Sport so sehr verändert wie Michael“, erklärte Ebel und hob das besondere Standing und enorme Selbstbewusstsein des 91-Grand-Prix-Siegers hervor.

Zum zehnten Jahrestag des schweren Skiunfalls von Michael Schumacher erinnern weitere Weggefährten an die Zeit mit der Formel-1-Legende. Einem ARD-Reporter ist dabei vor allem eine Szene vor dem Krankenhaus in Erinnerung geblieben. (jari)

Rubriklistenbild: © IMAGO / Motorsport Images

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