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Thomas Tuchel ist enttäuscht nach der Niederlage in Mainz. Präsident Hainer kann sich die zweite Hälfte nicht erklären. Die Stimmen nach dem Spiel beim FSV Mainz 05.
Mainz - Nach dem Aus der in der Champions League gegen Manchester City ging es für den FC Bayern München mit einem schweren Auswärtsspiel in der Bundesliga weiter. Die Mannschaft von Trainer Thomas Tuchel war zu Gast beim FSV Mainz 05 und leistete sich den nächsten Patzer, denn die Rheinhessen siegten 3:1.
Wir fassen für Sie die Stimmen von Sky und aus der Mixed Zone zusammen.
Thomas Tuchel (Cheftrainer des FC Bayern) nach dem Spiel über...
... die Niederlage: „Es gab keine Not, das Spiel zu verlieren. Wir waren nicht zielstrebig genug, nicht klar genug. Es war keine Drangphase (der Mainzer, d. Red.). Von uns gab es kein Aufbäumen. Dann spüre ich keine Energie mehr, sich zu widersetzen. Dann geht‘s dahin. Ich weiß nicht, wieso. Im Moment fällt es uns wahnsinnig schwer. Es ist wohl einfach zu viel passiert in der Mannschaft. Sie kann sich nicht mehr auflehnen.“
... Thomas Müller: „Es war nicht sein Tag. Zielstrebigkeit hat gefehlt. Zweimal, als er geschossen hat, war Joao komplett frei.“
... die drei freien Tage, die jetzt anstehen: „Uns fehlt Energie, die holen wir uns jetzt nicht, indem wir morgen alle zum Training einbestellen.“
Herbert Hainer (Präsident des FC Bayern) nach dem Spiel über...
...Oliver Kahn: „Wie konzentrieren uns auf den Kampf um die deutsche Meisterschaft. Über alles andere reden wir dann später“
..über den Charakter der Mannschaft: „Wir hatten das Spiel die erste Hälfte komplett im Griff, führen 1:0 und vergessen das zweite Tor zu machen. Nach dem 1:1 sind wir komplett auseinandergebrochen. Zweite Halbzeit war enttäuschend. Eine Erklärung ist schwer zu finden. Die Mannschaft war total verunsichert. Ich kann nicht sagen, woran es liegt.
Bo Svensson (Cheftrainer des FSV Mainz 05) vor dem Spiel über...
... die Aufstellung: „Gelson war drei Spiele auf der Bank, deswegen spielt er und Stach ist auf der Bank. Es hätte aber auch andere treffen können. Ich habe mich noch nie so schwergetan mit der Startelf wie heute. Viele andere hätten es genauso verdient gehabt zu spielen.“
... das Duell gegen den FC Bayern: „Auf Augenhöhe ist es nie gegen den FC Bayern. Wir müssen mit unseren Tugenden, mit unserer Power spielen und auch Glück haben. Außerdem brauchen einen guten Schiedsrichter.“
... die Auswirkung von Thomas Tuchel auf seine Entscheidung Trainer zu werden: „Er hat eine besondere Art zu coachen. Andere Ansprache, anderes Training, auch mal verrückte Ideen. Ich war fünf Jahre unter ihm Spieler und es war immer spannend.“
Thomas Tuchel (Cheftrainer des FC Bayern) vor dem Spiel über...
... die Aufstellung gegen Mainz: „Das Knie hat reagiert bei Choupo-Moting. Er war eingeplant für heute, muss deshalb aber passen. Gnabry hat sich über Nacht einen Virus eingefangen und ist angeschlagen. Thomas Müller ist vorne in der Spitze und Sadio spielt drumherum.“
... Mainz-Trainer Bo Svensson: „Wir haben damals schon gemerkt, dass er ein sehr guter Trainer werden kann, wenn er das möchte und scheinbar wollte er das auch. Jetzt ist er am besten Platz überhaupt. Der Kontakt zu ihm ist nie abgerissen, wir sind freundschaftlich verbunden, auch wenn wir uns nicht oft sehen und schreiben.“
... Rückkehr nach Mainz: „Ohne Christian Heidel und Volker Kersting wäre es wohl anders gekommen. Sie haben mich damals gelassen und dafür bin ich sehr dankbar. Ich war schonmal hier mit Borussia Dortmund, aber nach sechs Jahren wiederzukommen mit dem FC Bayern ist etwas ganz Besonderes.“
... das fehlende Selbstvertrauen seiner Mannschaft: „Wir wollen das ändern. Das ist ungewöhnlich für uns und für die Bayern. Wenn die Ergebnisse ausbleiben und die ganze Saison ein Auf und Ab ist, dann ist das halt so.“ (smr)
Rubriklistenbild: © IMAGO/Gladys Chai von der Laage

