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Joshua Kimmich bestreitet seine elfte Saison im Trikot des FC Bayern. Trotz großer Erfolge fehlt dem Verein Kontinuität bei einer wichtigen Personalie. Dies scheint nun der Vergangenheit anzugehören.
München – FCB-Vize-Kapitän Joshua Kimmich hat in seiner Zeit beim FC Bayern schon zahlreiche Titel und Erfolge feiern können, trotzdem aber auch eine große Anzahl an Trainerwechseln. Nun äußerte sich der 30-Jährige im Gespräch mit Sport1 zur Situation unter Vincent Kompany und verdeutlicht dabei, wie sehr er sich nach Kontinuität auf der Cheftrainer-Position sehnt.
„Seit zehn Jahren bin ich da und habe acht Trainer oder so gehabt“, nennt der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft die exakte Anzahl der Übungsleiter, unter welchen er an der Säbener Straße bereits trainiert hat: Pep Guardiola, Carlo Ancelotti, Jupp Heynckes, Niko Kovac, Hansi Flick, Julian Nagelsmann, Thomas Tuchel und nun Vincent Kompany (das ganz kurze Engagement von Willy Sagnol beim Übergang von Ancelotti zu Heynckes nicht eingerechnet). Selbst nach dem legendären Triple 2020 sei kaum Ruhe eingekehrt.
Kimmich erleichtert und optimistisch wegen Kompany
Umso größer ist nun Kimmichs Erleichterung, dass es mit Vincent Kompany nun offensichtlich endlich anders aussieht: „Ich glaube, ich habe das auch vor ein paar Wochen oder am Anfang der Saison schon gesagt, dass es schon jetzt mal ganz gut tut, dass wir mit dem gleichen Trainer in die nächste Saison gehen.“
Kimmich drückt damit ganz offensichtlich die Stimmung in der gesamten Mannschaft aus: Die Star-Truppe steht geschlossen hinter ihrem Coach. Dass dieser so schnell das Vertrauen sämtlicher Spieler gewinnen konnte, liegt zum einen am wiedererlangten sportlichen Erfolg, nicht zuletzt durch die klaren Strukturen in seinem Spielsystem. Zum anderen begeistert sein empathischer Umgang mit den Profis, mit Topstars genauso wie mit den Campus-Spielern.
Auch die sportliche Leitung leistet ihren Beitrag zur entspannten Stimmung. Max Eberl betonte bereits vor der Verpflichtung des Belgiers, der Verein müsse wieder ein „verlässlicher Partner für Trainer“ werden. Nach den chaotischen Trennungen von Julian Nagelsmann und Thomas Tuchel unter seinen Vorgängern herrschte in der Trainerriege wohl auch beträchtliches Misstrauen gegenüber dem Rekordmeister. Kompany profitiert nun von den neuen Richtlinien an der Säbener Straße, unter anderem wird er bei den Pressekonferenzen von Eberl oder Sportdirektor Christoph Freund unterstützt.
Zehn-Jährige Kompany-Ära beim FC Bayern?
Schon bei seiner FCB-Präsentation im Mai 2024 wünschte sich Kompany ein „mehrjähriges Engagement“. Was damals noch bei manchem Zuhörer für ein Schmunzeln sorgte, könnte nun tatsächlich die langfristige erfolgreiche Zukunftsversion des Rekordmeisters bedeuten. Vor Kurzem erklärte der 39-Jährige sogar augenzwinkernd, er könne sich vorstellen, „zehn Jahre Bayern-Trainer“ zu sein.
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Joshua Kimmich würde das gefallen. Angesprochen auf eine mögliche Ära Kompany reagierte er äußerst positiv und reflektierte in diesem Kontext auf humorvolle Weise über seine eigene Zukunft: „Wenn ich dann noch einmal sechs Jahre verlängern kann, nach den vier Jahren, dann wäre das super.“
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