VonHanna Raifschließen
Der FC Bayern gastierte am 3. Spieltag bei Borussia Mönchengladbach. Die Münchener halten sich auch beim Angstgegner schadlos. Die tz-Noten.
Gladbach – Der FC Bayern München gewinnt auch das dritte Bundesliga-Spiel. Bei Borussia Mönchengladbach dreht die Mannschaft von Thomas Tuchel einen Rückstand noch in einen 2:1-Sieg. Nach dem Ausgleichstreffer von Leroy Sané wird Joker Mathys Tel kurz vor Schluss zum Matchwinner. Die tz-Noten:
Sven Ulreich
Lief in knalligem Pink auf, war also nicht zu übersehen. Musste sich das erste Mal in der neunten Minute lang machen, aber erst richtig eingreifen, als dem 1:0 der Gastgeber fast das 2:0 durch Weigl gefolgt wäre. Beim Gegentor chancenlos, ansonsten da, wenn er gebraucht wurde. Note: 2
Noussair Mazraoui
Ist seit Freitag unverzichtbarer Stammspieler im Kader von Thomas Tuchel, weil: nahezu alternativlos. Da passte es freilich gar nicht gut, dass er nach einem eher harmlosen Foul, aber viel Gemecker schon früh mit Gelb belastet war. War sogar Rot-gefährdet – und ging daher zur Halbzeit raus. Note: 4
Dayot Upamecano
War hinten mehr gefordert, als ihm lieb war – und nach vorne eher glücklos. Einige gut gemeinte Steilpässe kamen nicht an. Nach der Halbzeit klappte das Zusammenspiel vor allem mit Laimer besser. Trotzdem Luft nach oben. Note: 4
Minjae Kim
Hatte die erste kleine Möglichkeit per Kopf, war dann aber vor allem hinten gefragt. Wirkt inzwischen neben Upamecano wie der Abwehrchef, mit vielen Aktionen im Kleinen und Großen. Als Chef allerdings konnte er seine Nebenmänner nicht so sortieren, dass die Zuteilung vor dem 0:1 gestimmt hätte. Auch er selbst sah bei der Kopfballverlängerung nicht gut aus. Note: 4
Alphonso Davies
Startete als Liga-Top-Vorbereiter in den Spieltag, die Serie riss. Zwar brachte er Tempo nach vorne, rannte sich aber immer wieder fest. Gab vor dem Halbzeitpfiff noch einen Schuss aufs Tor ab, ansonsten kam eher wenig. Note: 4
Joshua Kimmich
Ist nun, wo kein neuer Sechser kam, der Sechser, den Thomas Tuchel hat. Schaltete sich dennoch wie gewohnt ins Offensivspiel ein. Beim 0:1 stand er deutlich zu weit weg von Wöber, beim Ausgleich aber hatte er ein gutes Auge für Sané. Der Ball aus dem Halbfeld kam passgenau und wurde bestens verwertet. In den zweiten 45 Minuten ein Antreiber – und als dann auch noch eine Ecke von ihm über den Kopf von Mathys Tel zum Sieg führte, war der Kimmich-Tag fast perfekt. Note: 2
Leon Goretzka
Ließ sich ab und an fallen, forderte viele Bälle. Trat aber vor allem in Erscheinung, als der Ball im eigenen Tor zappelte. Stand viel zu weit weg von Itakura und konnte nur noch zusehen, als der Ball von dessen Kopf in die Maschen flog. War danach bemüht, es wieder gutzumachen und trat nach dem Seitenwechsel verstärkt offensiv in Erscheinung. Einige gute Szenen, aber nichts Zählbares. Note: 3
Leroy Sané
Wurde in den vergangenen zwei Wochen von allen Seiten gelobt, tat sich diesmal zunächst schwerer. An Ideen mangelte es nicht, die Umsetzung aber fiel nicht so leicht wie noch zuletzt. Trotzdem passierte über seine Seite deutlich mehr als über die linke. Wenn es schnell nach vorne ging, war er beteiligt – vor der Halbzeit traf er sogar die Latte. Danach drehte Sané dann auf, und es war folgerichtig, dass der Ausgleich nach Kimmich-Pass auf seine Kappe ging. Dass er den Ball aus sieben Metern nicht mal richtig traf: geschenkt! Hatte danach einige gute Szenen und machte zeitweise, was er wollte. Note: 2
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Thomas Müller
Hatte den Vorzug vor Serge Gnabry erhalten und stand somit erstmals in dieser Saison in der Startelf. Tat das gewohnt gut gelaunt, willig und bissig. War an der ersten Chance aus dem Spiel beteiligt, indem er Sané bediente. Und war auch danach der Aktivposten in der Offensivreihe, die sich gegen gutstehende Gladbacher lange schwertat. Ein guter Einstand, wenn auch für ihn ohne zählbaren Ertrag. Note: 3
Kingsley Coman
War eng bewacht, gerne von zwei Gladbachern – teilte aber auch aus. Wurde mit jeder Minute, die ohne gute Offensivaktion verstrich, wütender. Kam nach der Pause besser ins Spiel, gab den ersten Warnschuss ab und bediente später aussichtsreich Goretzka. Note: 4
Harry Kane
Hat in den seinen ersten zwei Partien für Bayern drei Mal getroffen und wollte die Serie ausbauen. Hing zu Beginn aber trotz des vielen Ballbesitzes viel in der Luft. Ließ sich daher gerne ein wenig nach hinten fallen, was nicht immer viel brachte – ab und an aber gute Wege öffnete. Das erste Arbeitsspiel für den Superstar im Bayern-Trikot – muss auch mal sein. Note: 4
Konrad Laimer (ab 46. Minute)
Ist so etwas wie der zweite Rechtsverteidiger im Kader, obwohl er gar kein Rechtsverteidiger ist. Fügte sich gut ein und war am Aufschwung nach der Halbzeit durchaus beteiligt. Bediente Serge Gnabry so gut, dass die Führung schon früher möglich gewesen wäre. Note: 2
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