Halbfinale

Deutschland dominiert Frankreich und steht nach klarem Sieg im Finale der U21-EM

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Im Halbfinale der U21-EM in der Slowakei schlägt Deutschland Frankreich und steht im Finale, wo es gegen England um den Titel geht.

Ende: Das war es dann. Deutschland schlägt Frankreich auch in der Höhe verdient mit 3:0 und steht im Finale der U21-EM. Im Endspiel geht es für die Mannschaft von Cheftrainer Antonio di Salvo gegen England, gegen die es in der Vorrunde bereits einen Sieg mit der B-Elf gab.

Aufstellung DeutschlandAtubolu - Collins, Rosenfelder, Arrey-Mbi, Brown - Martel, Reitz, Knauff, Woltemade, Nebel - Weiper
Aufstellung FrankreichRestes - Magassa, Doukouré, Lukeba - Sildillia, Cisse, Lepenant, Merlin, Odobert, Tel - Abline
Tore1:0 Weiper (8. Minute), 2:0 Woltemade (14. Minute), 3:0 Gruda (93. Minute)

94. Minute: Der VAR schaltet sich ein. Zählt der Treffer doch? Tatsächlich, Gruda erzielt das 3:0!

93. Minute: Gruda mit dem vermeintlichen 3:0, es war aber Abseits.

90. Minute: Plötzlich die dicke Chance nach einer Ecke, doch der Kopfball klatschte nur an den Pfosten. Glück für Deutschland!

87. Minute: Deutschland ist dem 3:0 näher als Frankreich dem Anschluss. Schwer vorstellbar, dass die DFB-Elf diesen Vorsprung in den letzten Minuten noch verspielt.

80. Minute: Kein Durchkommen für Frankreich, weil die deutsche U21 konzentriert und abgeklärt verteidigt. Noch zehn Minuten bis zum Endspiel gegen England in Bratislava.

74. Minute: Gruda mit einer perfekten Flanke auf den völlig freien Woltemade, der mit dem Kopf die endgültige Entscheidung verpasst.

71. Minute: Röhl und Gruda kommen für Weiper und Knauff.

68. Minute: Wow! Atubolu fischt einen Kopfball aus ganz kurzer Entfernung aus dem Tor – was für eine Parade! Weltklasse!

66. Minute: Brown sieht Weiper im Rückraum, doch dessen Schuss kratzt ein Franzose noch von der Linie für den bereits geschlagenen Keeper.

60. Minute: Weiper! Der Mainzer hat die große Chance zum 3:0, nachdem Woltemade mehrere Gegenspieler austanzt und für den Sturmkollegen auflegt. Weipers Schuss rauscht aber knapp übers Tor.

54. Minute: Guter Konter der DFB-Auswahl, Nebel sieht Knauff auf der anderen Seite, doch dessen Pass kommt nicht bei Weiper an.

51. Minuten: Frankreich drückt mit Macht auf den Anschluss. Die DFB-Elf muss höllisch aufpassen, nicht den Gegentreffer zu kassieren.

46. Minute: Nach wenigen Sekunden die ganz dicke Chance für Frankreich, doch Atubolu ist zur Stelle und pariert weltklasse!

46. Minute: Weiter geht es mit der zweiten Hälfte.

Halbzeit: Dann ist Pause. Deutschland führt durch zwei früher Treffer von Weiper und Woltemade mit 2:0. Im Laufe der ersten 45 Minuten wurde Frankreich stärker, die DFB-Auswahl verteidigte es aber gut und hat beste Aussichten, ins Finale einzuziehen.

41. Minute: Collins mit einer ganz starken Aktion! Der Frankfurter kommt angerauscht und blockt noch gerade so den Schuss eines Franzosen, zentral vor dem deutschen Tor.

37. Minute: Tel mit der großen Chance zum Ausgleich, der ehemalige Bayern-Spieler kommt aber nicht ganz an den Ball heran und verpasst den Treffer.

36. Minute: Jetzt wieder Frankreich, doch ein Schussversuch kann geblockt werden. Offensiv muss aber wieder mehr kommen von Deutschland.

32. Minute: Wenig Torchancen derzeit, beide Teams neutralisieren sich ein wenig. Aber das ist natürlich gut für die deutsche Mannschaft, die hier nach wie vor 2:0 führt.

26. Minute: Die Franzosen werden offensiver, di Salvos Mannschaft zieht sich dagegen etwas zurück.

19. Minute: Jetzt Frankreich, Atubolu entschärft aber den Schuss von Odobert. Die DFB-Elf muss da aber aufpassen, denn Frankreichs Offensive hat enorme Qualität.

Die deutsche U21-Nationalmannschaft trifft auf Frankreich.

14. Minute: TOOOOOR für Deutschland! Nick Woltemade scheitert zunächst am Keeper, versenkt aber den Nachschuss. Traumstart für die deutsche U21! Der VAR überprüft den Treffer noch auf Abseits, er zählt aber.

10. Minute: Rosenfelder fasst sich an den Oberschenkel und muss ganz früh runter. Für ihn kommt Oermann in die Partie.

8. Minute: TOOOOOOR für Deutschland! Nach einem feinen Spielzug packt Woltemade einen ganz starken Pass aus, Nebel trifft mit seinem Schuss nur die Latte, Weiper ist aber zur Stelle und staubt ab.

3. Minute: Nach einem Zusammenspiel der Frankfurter Knauff und Collins gibt es die erste Ecke für Deutschland, die aber nichts einbringt.

1. Minute: Los gehts!

+++ 20.50 Uhr: Die Spannung steigt, in zehn Minuten gehts los. Wir Deutschland den Sprung ins Endspiel schaffen?

Update vom 25. Juni, 18.56 Uhr: Bei der Startelf der deutschen U21-Nationalmannschaft hat Cheftrainer Antonio di Salvo zwei Änderungen vorgenommen. Für Tresoldi und Gruda beginnen Weiper und Knauff.

Erstmeldung: Kosice – Die deutsche U21-Nationalmannschaft steht vor dem größten Spiel der laufenden Europameisterschaft. Am Mittwoch (25. Juni) trifft das Team von Bundestrainer Antonio Di Salvo auf Frankreich. Nach dem dramatischen 3:2-Sieg nach Verlängerung gegen Italien im Viertelfinale ist der Traum vom vierten EM-Titel greifbar nah.

„Wir sind jetzt schon im Halbfinale und wenn wir jetzt nicht daran denken würden, ins Finale kommen zu wollen und, wenn man dann dort wäre, auch nach dem Titel zu greifen, das wäre schon komisch“, stellte Trainer Di Salvo nach dem Viertelfinale fest. Das Finale in Bratislava ist das erklärte Ziel der deutschen Mannschaft, die bislang alle vier Spiele bei dieser EM gewonnen hat.

Der Halbfinalgegner aus Frankreich hat sich durch beeindruckende Comebackqualitäten ausgezeichnet. „Frankreich ist eine Top-Mannschaft, die über viel Qualität, gerade in der Offensive, verfügt. Sie haben viele Tore geschossen“, analysiert Di Salvo den Gegner. Die Franzosen zeigten zuletzt beim 3:2-Sieg gegen Dänemark ihre Moral, als sie ein 1:2 durch einen Doppelschlag in der 84. und 85. Minute noch drehten.

Choupo-Moting, Calhanoglu, Boateng: Diese Spieler haben sich gegen den DFB entschieden

LUSAIL CITY, QATAR - DECEMBER 02: Eric Maxim Choupo-Moting of Cameroon during the FIFA World Cup, WM, Weltmeisterschaft,
Eric Maxim Choupo-Moting (geboren: 23. März 1989 in Hamburg): Die Karriere des Angreifers nahm erst spät Fahrt auf. In Kameruns Nationalmannschaft stürmt der Profi aber bereits seit 2010. © Frej/imago
Hakan Calhanoglu of Turkey during the UEFA Nations League League C Group 1 match between Turkey and Lithuania at Gursel
Hakan Calhanoglu (geboren: 8. Februar in Mannheim): Der begnadete Techniker hätte sich wohl auch beim DFB durchsetzen können, spielte aber bereits in den U-Nationalmannschaften für die Türkei. Mittlerweile ist er sogar Kapitän der Mannschaft. © Seskimphoto/imago
Stephan Schröck (geboren: 21. August 1987 in Schweinfurt): Schon in der Junioren-Nationalmannschaft wechselte der frühere Fürther zum Verband der Philippinen. Seit 2019 ist er sogar Kapitän und spielt mittlerweile auch in der philippinischen Liga Fußball.
Stephan Schröck (geboren: 21. August 1987 in Schweinfurt): Schon in der Junioren-Nationalmannschaft wechselte der frühere Fürther zum Verband der Philippinen. Seit 2019 ist er sogar Kapitän und spielt mittlerweile auch in der philippinischen Liga Fußball. © Bopp/imago
Sebastian Boenisch: Als Linksverteidiger sah Sebastian Boenisch wohl kein Vorbeikommen am damaligen Kapitän Philipp Lahm. 2010 ging es für den langjährigen Schalker dann zum polnischen Verband, für den er 14 Partien absolvierte.
Sebastian Boenisch (geboren: 1. Februar 1987 in Gliwice, Polen): Als Linksverteidiger sah Sebastian Boenisch wohl kein Vorbeikommen am damaligen Kapitän Philipp Lahm. 2010 ging es für den langjährigen Schalker dann zum polnischen Verband, für den er 14 Partien absolvierte. © panoramic/imago
November 15 2018 Leipzig Germany Timo Werner L of Germany and Konstantin Rausch of Russia vi
Konstantin Rausch (geboren: 15. März 1990 in Kozhevnikovo, ehemalige UdSSR): Trotz über 50 Partien in den deutschen U-Nationalmannschaften reichte es für Konstantin Rausch nie für einen Einsatz in der A-Mannschaft. 2017 ging es dann zum russischen Verband. © Kireev/imago
QAT: England - Senegal. FIFA World Cup, WM, Weltmeisterschaft, Fussball Qatar 2022. Round of 16 Ismail Jakobs of Senegal
Ismail Jakobs (geboren: 17. August 1999 in Köln): Durch seinen Wechsel im September zum senegalesischen Fußballverband, nahm der Linksverteidiger relativ kurzfristig sogar an der WM 2022 in Katar teil. Bei der Endrunde lief er in allen vier WM-Spielen Senegals auf. © Blanco/imago
Fußball-Weltmeisterschaft 2022 Qualifikation (UEFA) Athen, Olympiastadion Spyros Louis, 08.09.2021 Gruppe B Griechenland
Odysseas Vlachodimos (geboren: 26. April 1994 in Stuttgart): Als Träger der Fritz-Walter-Medaille, die er 2011 als U17-Keeper erhielt, galt Vlachodimos als kommende deutsche Torwart-Hoffnung. Da allerdings Manuel Neuer auf unbestimmte Zeit in jedem Fall vor ihm stand, wechselte der Stuttgarter zu Griechenland. © Dimopoulos/imago
Willi Orban (Ungarn) gegen Thomas Müller (Deutschland) - Nations League Gruppe C Deutschland vs. Ungarn in der Red Bull
Willi Orbán (geboren: 3. November 1992 in Kaiserslautern): Zweimal lief Orbán für die deutsche U21 auf. Dann spielte er für Ungarn weiter. Dort gehört der erfahrene Bundesliga-Spieler zum Stammpersonal in der Abwehr. © Schroedter/imago
September 8 2015 United States midfielder Jermaine Jones 13 escapes from Brazil forward Roberto
Jermaine Jones (geboren: 3. November 1981 in Frankfurt): Obwohl der gebürtige Frankfurter drei Länderspiele für Deutschland absolvierte, wechselte der Mittelfeldspieler auf den letzten Drücker zum Verband der USA, für die er 69-mal im Einsatz war. © icon/imago
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Kevin-Prince Boateng (geboren: 6. März 1987 in Berlin): Der Wandervogel wechselte nicht nur seine Vereine regelmäßig, sondern wechelte 2010 zum Fußballverband von Ghana. Zuvor durchlief Boateng alle DFB-U-Mannschaften seit der U15. © xinhua/imago
Sead Kolasinac (geboren: 20. Juni 1993 in Karlsruhe): Der ehemalige Schalker, absolvierte 14 Einsätze in den U-Nationalmannschaften des DFB. Seit 2013 läuft er für Bosnien-Herzegowina auf.
Sead Kolasinac (geboren: 20. Juni 1993 in Karlsruhe): Der ehemalige Schalker, absolvierte 14 Einsätze in den U-Nationalmannschaften des DFB. Seit 2013 läuft er für Bosnien-Herzegowina auf.  © Oliver Weiken / picture allience
Joel Matip (geboren: 8. August 1991 in Bochum): Im März 2010 gab der Innenverteidiger sein Debüt für Kameruns A-Nationalmannschaft und erteilte dem DFB somit eine Absage.
Joel Matip (geboren: 8. August 1991 in Bochum): Im März 2010 gab der Innenverteidiger sein Debut für Kameruns A-Nationalmannschaft und erteilte dem DFB somit eine Absage. © Chai v.d. Laage/ Imago
Martin Harnik (geboren: 10. Juni 1987 in Hamburg): Durchlief trotz doppelter Staatsangehörigkeit bereits die U-Nationalmannschaften der Alpenrepublik, um danach 68 Länderspiele für Österreich zu absolvieren.
Martin Harnik (geboren: 10. Juni 1987 in Hamburg): Durchlief trotz doppelter Staatsangehörigkeit bereits die U-Nationalmannschaften der Alpenrepublik, um danach 68 Länderspiele für Österreich zu absolvieren.  © Christian Bruna / picture alliance
Nuri Sahin (geboren: 5. September 1988 in Lüdenscheid): Lief bereits für die U-Nationalmannschaften der Türkei auf. Einst stellte er in der Frage klar: „Meine deutsche Seite decke ich bei Borussia Dortmund ab, meine türkische bei der Nationalmannschaft.“
Nuri Sahin (geboren: 5. September 1988 in Lüdenscheid): Lief bereits für die U-Nationalmannschaften der Türkei auf. Einst stellte er in der Sache klar: „Meine deutsche Seite decke ich bei Borussia Dortmund ab, meine türkische bei der Nationalmannschaft.“ © Marius Becker / picture alliance
Yunus Malli (geboren: 24. Februar 1992 in Kassel): Wurde mit der deutschen U17-Nationalmannschaft Europameister. Im Oktober 2015 entschied er jedoch künftig für die türkische Auswahl zu spielen.
Yunus Malli (geboren: 24. Februar 1992 in Kassel): Wurde mit der deutschen U17-Nationalmannschaft Europameister. Im Oktober 2015 entschied jedoch künftig für die türkische Auswahl zu spielen.  © Mikhail Tereshchenko / Imago
Vincenzo Grifo (geboren: 7. April 1993 in Pforzheim): Hatte seit jeher den Traum für die Squadra Azzurra aufzulaufen. „Mein Herz schlägt zu 100 Prozent für Italien“, verkündete er einst.
Vincenzo Grifo (geboren: 7. April 1993 in Pforzheim): Hatte seit jeher den Traum für die Squadra Azzurra aufzulaufen. „Mein Herz schlägt zu 100 Prozent für Italien“, verkündete er einst. © Fabio Ferrari / picture alliance
Ermedin Demirovic (geboren: 25. März 1998 in Hamburg): Trotz zweier Staatsbürgerschaften stets für Bosnien-Herzegowina im Einsatz. Im März 2021 debütierte er für die A-Nationalmannschaft.
Ermedin Demirovic (geboren: 25. März 1998 in Hamburg): Trotz zweier Staatsbürgerschaften stets für Bosnien-Herzegowina im Einsatz. Im März 2021 debütierte er für die A-Nationalmannschaft.  © Armin Durgut/ Imago
Hamit Altintop (geboren: 8. Dezember 1982 in Gelsenkirchen): Zeigte gar Unverständnis für Mesut Özil, der sich für den DFB entschied. Eine andere Entscheidung als für die Türkei zu spielen habe für ihn nie im Raum gestanden.
Hamit Altintop (geboren: 8. Dezember 1982 in Gelsenkirchen): Zeigte gar Unverständnis für Mesut Özil, der sich für den DFB entschied. Eine andere Entscheidung als für die Türkei zu spielen habe für ihn nie im Raum gestanden.  © Hannibal Hanschke / picture alliance

Nick Woltemade vom VfB Stuttgart ist mit fünf Turniertoren der Top-Torschütze der deutschen Mannschaft. „Nick ist und bleibt der Nick, den wir kennen. Er ist bodenständig, hat immer Spaß, hält die Mannschaft zusammen“, lobt Di Salvo seinen Stürmer. Der 22-Jährige sammelte in den letzten neun U21-Spielen beeindruckende 18 Torbeteiligungen (elf Tore, sieben Assists) und ist damit der Schlüsselspieler im deutschen Angriff.

Die kurze Regenerationszeit nach dem kräftezehrenden Viertelfinale beschäftigt den Bundestrainer. „Logischerweise sind die Jungs müde und kaputt, da sind 120 Minuten in den Knochen“, erklärt Di Salvo die Situation. Dennoch zeigt er sich optimistisch: „Wir tun alles dafür, dass sie top regeneriert und frisch ins Spiel gehen können.“

Die direkte Bilanz spricht für Frankreich: In 14 bisherigen Duellen gewann die deutsche U21 nur zweimal, während Frankreich sechsmal siegreich war. Zuletzt trennten sich beide Teams im November 2024 mit einem 2:2-Unentschieden. Die deutsche U21 steht zum siebten Mal in einem EM-Halbfinale und konnte dreimal den Titel gewinnen. „Es wird ein Spiel auf Augenhöhe. Es wird ein Spiel sein, bei dem Kleinigkeiten darüber entscheiden werden, wer ins Finale einzieht“, prognostiziert Di Salvo das bevorstehende Duell. (smr)

Rubriklistenbild: © IMAGO/BEAUTIFUL SPORTS/Meusel

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