VonAdrian Kühnelschließen
Vor dem Start der FIFA-Klub-Weltmeisterschaft im kommenden Sommer präsentiert sich Jan-Christian Dreesen zuversichtlich – und zählt Chancen auf.
München – Der FC Bayern blickt optimistisch auf die Einführung der neuen Klub-Weltmeisterschaft 2025, die mit 32 Teams weltweit ein neues Kapitel im internationalen Fußball aufschlagen soll. Für den Vorstandsvorsitzenden Jan-Christian Dreesen birgt das Turnier immense Chancen – sportlich, wirtschaftlich und für die Fans rund um den Globus.
„Ich bin überzeugt davon, dass die Klub-WM ein Turnier werden kann, das die Fans auf der ganzen Welt begeistert. Die Weltmeisterschaft der Klubs wird eine Faszination entwickeln, welche weit über den in der Vergangenheit jährlich ausgespielten Weltpokal hinausgeht“, betont Dreesen in einem Interview mit der Münchner Abendzeitung.
Klub-WM ist für den FC Bayern „eine Auszeichnung und eine Ehre“
Er ergänzt: „Für uns ist es auf jeden Fall eine Auszeichnung und eine Ehre, bei diesem außergewöhnlichen Turnier dabei zu sein. Dadurch, dass es künftig nur alle vier Jahre stattfindet und nicht wie bisher jedes Jahr, wird der Titel aufgewertet. Es ist eine Weltmeisterschaft – auf Klubebene.“
Dreesen hebt hervor, dass das Turnier nicht nur für Fans, sondern auch für Spieler besondere Anreize bietet. „Es kann auch eine Chance sein für junge Spieler, die dann womöglich in der Saison nach der Klub-WM im Ligabetrieb häufiger zum Einsatz kommen. Und gerade für Spieler aus kleineren Ländern besteht die Chance, einmal Weltmeister zu werden. Das ist doch reizvoll“, so der Bayern-Chef.
Auch abseits des Turniers sieht Dreesen Potenziale für den FC Bayern, insbesondere auf dem US-Markt: „Mit dem Rückenwind einer Klub-WM und der WM ein Jahr später können wir speziell auf dem US-Markt einiges entwickeln. Das ist ein riesengroßes Land mit Millionen Sportbegeisterten. Da wird es darauf ankommen, dass wir unsere Power nutzen, um noch mehr umzusetzen – auch im Merchandising.“
Vereine sollen Klub-WM aktiv mitgestalten
Ein zentrales Anliegen bei der Klub-WM ist die aktive Mitgestaltung des Wettbewerbs durch die Klubs. Hierbei spielt die European Club Association (ECA) eine entscheidende Rolle. „Die ECA ist in intensiven Gesprächen, gemeinsam mit der FIFA ein Joint Venture zu gründen, also eine gemeinsame Tochterfirma, welche für die Klub-WM zuständig ist. Dadurch erreichen wir von Klubseite eine viel größere Transparenz insbesondere auf die Einnahmen- und Ausgabenseite und werden zum gleichberechtigten Partner der FIFA für dieses neue Turnier“, erläutert Dreesen, stellvertretender Vorsitzender der ECA.
Zugleich sieht er die Notwendigkeit, das Turnier für die Klubs wirtschaftlich erfolgreich zu gestalten. „Ich habe die klare Erwartungshaltung, dass insbesondere bezüglich der Clubrechte sowie der TV- und Sponsoring-Vermarktung bis zum Jahresende gewaltig die Geschwindigkeit erhöht wird. Schließlich sind die Klubs das Fundament dieses Wettbewerbs“, mahnt Dreesen an.
Bislang stehen 31 von 32 Teilnehmern der FIFA Klub-WM fest. Das letzte verbliebene Ticket wird im rein brasilianischen Finale der Copa Libertadores am 30. November zwischen Atletico Mineiro und Botafogo ausgespielt. Die Auslosung für das Turnier, das vom 15. Juni in den USA beginnt, findet am 5. Dezember in Miami statt.
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