VonLars Pollmannschließen
Der Name von Gregor Kobel fällt immer wieder, wenn es um die perspektivische Nachfolge von Manuel Neuer beim FC Bayern geht. Der Star des BVB beteiligt sich nicht an Spekulationen.
Dortmund – In drei Jahren bei Borussia Dortmund hat sich Gregor Kobel zum absoluten Spitzentorhüter entwickelt. In der renommierten Rangliste des Fachmagazins kicker landete der Schweizer viermal in Serie auf Platz 1 unter allen Schlussmännern der Bundesliga, die UEFA zeichnete ihn zuletzt als Teil des Champions-League-Teams der Saison aus.
Gewissermaßen ist Kobel also schon in die Fußstapfen von Manuel Neuer getreten, der über Jahre unangefochten als bester Keeper der Bundesliga galt. Immer wieder gibt es Gerüchte, denen zufolge der FC Bayern Kobel auch ganz konkret zum Nachfolger von Neuer machen will. Klar ist, dass nur wenige Torhüter die Klasse und das Selbstvertrauen mitbringen, um eines Tages in die riesigen Fußstapfen des Weltmeisters von 2014 zu treten. Kobel wäre es durchaus zuzutrauen.
Gregor Kobel will „nicht an Spekulationen teilnehmen“
Allerdings müssen sich die Fans des BVB keine akuten Sorgen machen – und das nicht nur, weil Neuer noch einige Jahre aktiv bleiben könnte. „Mit dem Thema habe ich mich nicht beschäftigt. Ich versuche, mich auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren und nicht an Spekulationen teilzunehmen. Für mich ist klar, dass ich beim BVB bin und hier Vollgas geben werde“, bekräftigte Kobel im Interview mit den Ruhr Nachrichten.
Kobel unterschrieb Anfang Oktober einen neuen Vertrag beim BVB, in dessen Rahmen er bis 2028 gebunden ist und zu den Topverdienern im Kader aufrückte. In Ermangelung einer Ausstiegsklausel hält Dortmund alle Zügel in der eigenen Hand. Solange der Klub dem Nationalspieler, der bei den Eidgenossen endlich an Yann Sommer vorbeiziehen will, eine gute sportliche Perspektive bieten kann, dürfte ein Abschied nicht ernsthaft infrage kommen.
BVB-Star Kobel selbstbewusst: „Ich würde auch an anderen Orten funktionieren“
Allerdings will Kobel keine Versprechen abgeben, die eines Tages zum Lippenbekenntnis umgedeutet werden könnten: „Klar, es ist Fußball, du weißt nie, was in der Zukunft passieren wird.“ Grundsätzlich traut sich der 26-Jährige durchaus zu, in noch größeren Drucksituationen als beim BVB bestehen zu können. „Ich glaube, dass ich auch an anderen Orten funktionieren würde. Ich habe da schon genug Selbstvertrauen.“
Jedoch betonte Kobel, dass es sich um eine für den Moment rein theoretische Angelegenheit handelt. „Wir brauchen über nichts zu diskutieren. Ich bin hier, fühle mich extrem wohl und solange ich hier bin, werde ich immer Vollgas geben“, sagte Kobel. Der Zürcher ist beim BVB als Leistungsträger und Führungsspieler gefragt. Dass er zur neuen Saison nicht mehr Vizekapitän ist, versteht Kobel nicht als Degradierung durch Trainer Nuri Şahin.
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