Kompany überrascht mit vielsagender Antwort auf möglichen Chelsea-Flirt
VonIsabella Strehmann
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Vincent Kompany führt den FC Bayern mit sicherer Hand. Seine Elf kämpft in der Königsklasse gegen Chelsea. Der Londoner Club hatte ihn zuvor ebenfalls umworben.
München – Vincent Kompany galt als Notlösung des FC Bayern, nachdem die Trainerfrage eine Absage nach der anderen mit sich gebracht hatte. Nach einem guten Jahr in München weiß man mittlerweile: Kompany und der FCB, das passt. Vor dem Champions-League-Auftakt gegen Chelsea gibt es eine überraschende Erkenntnis, der 39-Jährige nämlich war offenbar auch als Coach der Londoner im Gespräch.
Als sein Engagement beim deutschen Rekordmeister feststand, hatte sein Vater Pierre bei „La Dernière Heure/Les Sports“ verraten: Sein Sohn ist ein gefragter Mann. „Wenn man sich anschaut, welche Mannschaften angeklopft haben: Letztes Jahr waren es Tottenham und Chelsea, jetzt hat Brighton Interesse gezeigt und wieder Chelsea. Aber wenn Bayern, ein Verein, der auf allen Ebenen so gut strukturiert ist, anklopft, kann man nicht ablehnen.“
Bayern-Trainer Kompany war offenbar bei Champions-League-Gegner Chelsea im Gespräch
Da der FCB am Mittwoch (17. September) den Königsklassen-Auftakt gegen Chelsea bestreitet, wurde die Aussage von Pierre Kompany auf der Abschluss-Pressekonferenz der Roten ausgegraben. „Die Wahrheit ist: Ich habe mir nicht zu viele Gedanken gemacht über diese Sache. Ich war im Abstiegskampf mit Burnley damals“, hält sich der Bayern-Coach bedeckt.
Was durchaus skurril anmutete: Obwohl Kompany mit dem FC Burnley abstieg, meldeten sich auf einmal etliche Interessenten. „Du hast alles gegeben, du hast deinen Fokus auf der zweiten Liga in England und dann auf einmal haben sich Leute gemeldet, die etwas in mir gesehen haben, die etwas anderes gesehen haben, als die Realität war.“
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Man merkt Kompany an: Er möchte die Aufmerksamkeit vor dem Start in die Königsklasse nicht auf sich ziehen, sondern seiner Mannschaft die Bühne überlassen. „Ich kann jetzt nicht unbedingt die Namen sagen, aber irgendwann werde ich vielleicht nochmal darüber erzählen. Das war ein total verrücktes Paradox in meinem Leben – mehr kann ich jetzt nicht dazu sagen.“
Ob der Belgier noch aufklären wird, wie weit die Gespräche mit dem FC Chelsea tatsächlich waren? Oder ob es vielleicht sogar die Anfrage des FC Bayern war, die ein Engagement bei den Blues verhindert hat? Am Mittwoch wird sich der Coach wohl einzig und allein dem Auftritt seiner Spieler widmen, schließlich ist er mittlerweile weit mehr als nur Plan B. (is)