Von Adrian Rehling
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Borussia Dortmund übersteht das Achtelfinale bei der Klub-WM. Hintenraus muss allerdings mächtig gezittert werden. Nun wartet ein Hammer.
Atlanta – Borussia Dortmund hat sich nach einem echt Achtelfinal-Kampf bei der Klub-WM ins Highlight-Duell mit Real Madrid gerettet. Durch ein 2:1 (2:0) gegen CF Monterrey aus Mexiko ist der BVB um weitere 13,125 Millionen US-Dollar reicher und trifft im Viertelfinale am Samstagabend deutscher Zeit (22 Uhr) in East Rutherford auf Xabi Alonsos Real.
Wer geht? Wer bleibt? – Die Vertragslaufzeiten der Stars von Borussia Dortmund Stammtorhüter Gregor Kobel hat seinen Vertrag vorzeitig verlängert und bleibt bis 2028 gesetzt. © IMAGO/Madeleine Fantini Patrick Drewes unterschrieb am 26. Juni 2025 seinen Vertrag beim BVB bis 2027 – als neue Nummer 3 hinter Gregor Kobel und Alexander Meyer. © IMAGO/RHR-FOTO Auch Silas Ostrzinski hat seinen Vertrag vorzeitig verlängert und ist als zukünftige Nummer eins bei der U23 fest eingeplant. Sein Vertrag läuft bis 2027. © IMAGO/BEAUTIFUL SPORTS/Meusel Ersatztorwart Alexander Meyer steht seit 2022 beim BVB unter Vertrag. Sein Arbeitspapier läuft am 30.06.2027 aus. © IMAGO/Jess Stiles Yan Couto Der Brasilianer Yan Couto kam zunächst als Leihe vom Manchester City, ehe Dortmund frühzeitig die Kaufpflicht zog – sein Vertrag läuft bis zum 30.06.2030. © IMAGO/Heuler Andrey / SPP Waldemar Anton Waldemar Anton wechselte im Sommer 2024 von VfB Stuttgart zum BVB – Vertrag bis zum 30.06.2028. © IMAGO/Marco Bader Nico Schlotterbeck Abwehrchef Nico Schlotterbeck ist seit Sommer 2022 gesetzt in Dortmund – sein aktueller Vertrag läuft bis 2027, doch der BVB plant bereits eine vorzeitige Verlängerung bis 2030 inklusive einer Gehaltsverdopplung. © IMAGO/Revierfoto Ramy Bensebaini Der algerische Außenverteidiger Ramy Bensebaini kam 2023 ablösefrei und unterschrieb einen Vierjahresvertrag beim BVB. © IMAGO/Jonathan Moscrop Niklas Süle Niklas Süles Vertrag läuft noch bis zum 30.06.2026. Im März gab der Verein bekannt, dass sich die Wege im Sommer trennen werden. © IMAGO/Marco Bader Julian Ryerson Der Norweger Julian Ryerson verlängerte ebenfalls vorzeitig seinen Vertrag bis 2028 und hat sich zu einem festen Bestandteil der Mannschaft etabliert. © IMAGO/Marco Bader Almugera Kabar Das BVB-Talent Almugera Kabar erhielt im Februar 2025 seinen ersten Profivertrag bis 2028. © IMAGO/Fotostand / Fantini Filippo Mane Der italienische Innenverteidiger Filippo Mane hat ebenfalls Anfang 2025, seinen ersten Profivertrag bis 2028 unterschrieben. © IMAGO/Katie Stratman Nachwuchstalent Luca Reggiani hat einen bis 2027 gültigen Kontrakt. Nachwuchstalent Luca Reggiani hat seinen bis 2027 gültigen Kontrakt langfristig verlängert. Über die genaue Laufzeit ist nichts bekannt. © IMAGO/Dennis Ewert/RHR-FOTO Daniel Svensson Der zunächst ausgeliehene Daniel Svensson kam Anfang Februar 2025 vom FC Nordsjælland – Dortmund zog frühzeitig die Kaufoption, sein Vertrag läuft nun bis zum 30. Juni 2029. © IMAGO/Katie Stratman Salih Özcan Salih Özcan unterschrieb 2022 seinen Vierjahresvertrag bis 2026. Dieser wird nicht verlängert, sodass der türkische Nationalspieler den BVB im Sommer verlässt. © IMAGO/Hesham Elsherif Felix Nmecha Der Mittelfeldspieler Felix Nmecha kam 2023 für knapp 30 Mio.€ vom VfL Wolfsburg. Im März 2026 verlängerte er seinen Vertrag vorzeitig bis Sommer 2030. ©
IMAGO / Nicolo Campo Julian Brandt Julian Brandts Vertrag läuft noch bis zum 30.06.2026 – dann endet nach sieben Jahren seine Zeit beim BVB. © IMAGO/Jonathan Moscrop Carney Chukwuemeka Der Engländer Carney Chukwuemeka unterschrieb nach seiner Leihe vom FC Chelsea fest beim BVB. Er ist noch bis 2030 gebunden. © IMAGO/Heuler Andrey / SPP Marcel Sabitzer Marcel Sabitzer wechselte 2023 vom FC Bayern nach Dortmund – sein Vertrag läuft regulär bis 2027, der BVB hat wohl vorerst keine Vertragsverlängerung geplant. © IMAGO/Marco Bader Emre Can Der Vertrag des Kapitäns läuft nach der Saison 2025/26 aus. Berichten zufolge verlängert er nach seiner schweren Kreuzbandverletzung allerdings um ein weiteres Jahr. © IMAGO/Madeleine Fantini Kjell Wätjen Das Dortmunder Talent unterschrieb 2024 seinen ersten Profivertrag – für die Saison 2025/2026 wird der 19-Jährige, für die Spielpraxis an den VfL Bochum ausgeliehen. Sein BVB-Kontrakt läuft noch bis 2028. © IMAGO/Fotostand / Fantini Jobe Bellingham Der 19-jährige Jobe Bellingham unterzeichnete im Juni 2025 einen Fünfjahresvertrag bis 2030 und bereitet sich momentan bei der Klub-WM auf die Bundesliga-Saison 2025/26 vor. © IMAGO / Nicolo Campo Karim Adeyemi Karim Adeyemi wechselte im Sommer 2022 von RB Salzburg zum BVB – sein Vertrag läuft noch bis 2027. Immer wieder rankten sich Abgangsgerüchte um den Flügelspieler. © IMAGO/Jonathan Moscrop Maximilian Beier Der 21-jährige Maximilian Beier wechselte im August 2024 von Hoffenheim zum BVB, nachdem er dort mit 16 Bundesligatoren glänzte – sein Vertrag läuft noch bis zum 30.06.2029. © IMAGO/Marco Bader Verlässt Serhou Guirassy den BVB? Torjäger Serhou Guirassy kam im Juli 2024 vom VfB Stuttgart und lieferte seitdem bei den Borussen ab – sein Vertrag läuft noch bis 2028. ©
IMAGO / Gribaudi/ImagePhoto Julien Duranville Julien Duranville ist noch bis 2028 an Dortmund gebunden. In der Rückrunde der Saison 2025/26 spielt er auf Leihbasis beim FC Basel. © IMAGO/Madeleine Fantini Cole Campbell Cole Campbell unterschrieb 2024 einen Profivertrag in Dortmund – sein Vertrag läuft noch bis 2028. Auch er ist 2025/26 ausgeliehen und verbringt die Rückrunde bei der TSG Hoffenheim. © IMAGO/Katie Stratman Neuzugang Fabio Silva unterschrieb beim BVB einen Vertrag bis 2030. Neuzugang Fabio Silva unterschrieb beim BVB einen Vertrag bis 2030. © IMAGO/Jordi Mergen Ein Doppelpack von Serhou Guirassy (14. Minute/24.) in der starken ersten Dortmunder Halbzeit reichte dem in der zweiten Hälfte umso stärker nachlassenden BVB zum Sieg. German Berterame (48.) schoss das Anschlusstor für Monterrey, das bis zum Spielende immer wieder am starken BVB-Keeper Gregor Kobel scheiterte.
BVB schlägt Monterrey und trifft im Viertelfinale auf Real Madrid Zunächst zeigte der BVB sein bislang bestes Spiel in den USA. Erstmals durften die Dortmunder in einem Abendspiel um 21 Uhr Ortszeit am Dienstag ran und spielten zudem im temperierten Mercedes-Benz Stadium in Atlanta – und nicht bei lähmender Hitze wie zuvor zweimal in Cincinnati.
Zudem sorgten viele mexikanische Fans für WM-Stimmung auf den Rängen, wurden aber schnell zumindest etwas leiser. Gegen das Team der spanischen Verteidiger-Legende Sergio Ramos (39) spielte Dortmund zu Beginn mit bislang in den USA nicht gezeigter Intensität und der nötigen Zweikampf-Härte, die der BVB eigentlich von Monterrey erwartet hatte.
Mit schnellem Angriffsspiel stellten vor allem Karim Adeyemi und Guirassy die gegnerische Abwehr immer wieder vor Probleme. Binnen zehn Minuten steckte Adeyemi zweimal auf den BVB-Goalgetter durch, der konsequent vollendete.
Erzielte beide Treffer: Serhou Guirassy
© IMAGO/Brett Davis
Doppeltorschütze Guirassy glücklich – Torwart Kobel freut sich auf Real Was zur Pause nach einer klaren Sache für den BVB aussah, wurde nach dem Seitenwechsel schnell wieder spannend, weil die Dortmunder Abwehr mehrfach patzte. Der in Argentinien geborene mexikanische Nationalstürmer Berterame nutzte dies zum Anschlusstor per Kopf und holte damit auch wieder das mexikanische Publikum zurück.
Der Bundesligist war plötzlich in der Defensive, leistete sich mehrere Patzer und verlor die Sicherheit aus der ersten Hälfte – was sich auch in den Noten zum Spiel widerspiegelte. Trotzdem reichte es am Ende zum knappen Sieg. Doppeltorschütze Guirassy sagte nach der Partie: „Es war schwierig. Wir hatten eine gute erste Halbzeit, die zweite Halbzeit war dann härter. WIr haben gewonnen, das ist was zählt. Meine zwei Tore fühlen sich gut an, aber nur der Sieg zählt.“
Diese Klubs haben Geschichte geschrieben: Alle Sieger der Klub-WM Corinthians (Brasilien) gewann die erste Klub-WM im Jahr 2000. Im rein brasilianischen Finale gegen Vasco da Gama setzten sie sich mit 4:3 im Elfmeterschießen durch – und schrieben Geschichte. © Imago São Paulo FC (Brasilien) holte sich 2005 den Titel gegen den FC Liverpool. Mit einem leidenschaftlichen Auftritt und Glanzleistungen in der Defensive gewannen sie das Finale mit 1:0. © Imago Sport Club Internacional (Brasilien) schockte 2006 den Favoriten FC Barcelona. Ein spätes Tor reichte zum 1:0-Sieg im Finale – und zur ersten internationalen Krönung. © Imago AC Milan (Italien) wurde 2007 der erste europäische Klub-Weltmeister des neuen Formats. Im spektakulären Endspiel gegen Boca Juniors gewannen die Rossoneri mit 4:2. © Imago Manchester United FC (England) triumphierte 2008 mit einem knappen 1:0 gegen LDU Quito. Trotz Unterzahl war es ein verdienter Titel – das Tor erzielte Wayne Rooney. Manchester United FC (England) triumphierte 2008 mit einem knappen 1:0 gegen LDU Quito. Trotz Unterzahl war es ein verdienter Titel – das Tor erzielte Wayne Rooney. © Imago FC Barcelona (Spanien) sicherte sich 2009 erstmals den Titel. Gegen Estudiantes aus Argentinien gelang in der Verlängerung ein 2:1 – Messi traf per Brust zum Sieg. FC Barcelona (Spanien) sicherte sich 2009 erstmals den Titel. Gegen Estudiantes aus Argentinien gelang in der Verlängerung ein 2:1 – Messi traf per Brust zum Sieg. © Imago Inter Mailand (Italien) dominierte 2010 das Finale gegen TP Mazembe mit 3:0. Der Klub krönte sein Triple-Jahr mit einem souveränen Weltpokal-Sieg. FC Internazionale Milano (Italien) dominierte 2010 das Finale gegen TP Mazembe mit 3:0. Der Klub krönte sein Triple-Jahr mit einem souveränen Weltpokal-Sieg. © Imago FC Barcelona (Spanien) dominierte 2011 eines der einseitigsten Finalspiele aller Zeiten. Gegen Santos siegten sie mit 4:0 – Messi, Xavi & Co. auf dem Höhepunkt. FC Barcelona (Spanien) zeigte 2011 eines der einseitigsten Finalspiele aller Zeiten. Gegen Santos siegten sie mit 4:0 – Messi, Xavi & Co. auf dem Höhepunkt. © Imago Corinthians (Brasilien) holte 2012 den zweiten Titel der Vereinsgeschichte. Im Finale gegen Chelsea war ein spätes Tor entscheidend – und São Paulo feierte. Corinthians (Brasilien) holte 2012 den zweiten Titel der Vereinsgeschichte. Im Finale gegen Chelsea war ein spätes Tor entscheidend – und São Paulo feierte. © Imago FC Bayern München (Deutschland) gewann 2013 mit 2:0 gegen Raja Casablanca. Das Finale war die Krönung des historischen Triple-Jahres unter Jupp Heynckes. FC Bayern München (Deutschland) gewann 2013 mit 2:0 gegen Raja Casablanca. Das Finale war die Krönung des historischen Triple-Jahres unter Jupp Heynckes. © Imago Real Madrid (Spanien) holte 2014 seinen ersten Klub-WM-Titel. Mit dem 2:0 gegen San Lorenzo zeigte das Team eine abgeklärte Leistung auf dem Weg zur Weltkrone. Real Madrid CF (Spanien) holte 2014 seinen ersten Klub-WM-Titel. Mit 2:0 gegen San Lorenzo zeigte das Team eine abgeklärte Leistung auf dem Weg zur Weltkrone. © Imago FC Barcelona (Spanien) gewann 2015 erneut – mit einem 3:0 gegen River Plate. Messi, Suárez und Neymar brillierten in einem einseitigen Finale. FC Barcelona (Spanien) gewann 2015 erneut – mit einem 3:0 gegen River Plate. Messi, Suárez und Neymar brillierten in einem einseitigen Finale. © Imago Real Madrid (Spanien) sicherte sich 2016 den Titel gegen Kashima Antlers. In einem spannenden Spiel traf Cristiano Ronaldo dreimal – 4:2 nach Verlängerung. Real Madrid CF (Spanien) sicherte sich 2016 den Titel gegen Kashima Antlers. In einem spannenden Spiel traf Cristiano Ronaldo dreimal – 4:2 nach Verlängerung. © Imago Real Madrid (Spanien) verteidigte 2017 den Titel. Gegen Grêmio aus Brasilien reichte ein Ronaldo-Freistoß zum 1:0 – es war der dritte Titel binnen vier Jahren. Real Madrid CF (Spanien) verteidigte 2017 den Titel. Gegen Grêmio aus Brasilien reichte ein Ronaldo-Freistoß zum 1:0 – es war der dritte Titel binnen vier Jahren. © Imago Real Madrid (Spanien) krönte 2018 eine beispiellose Klub-WM-Ära mit dem dritten Titel in Folge. Gegen Al Ain gewannen die Königlichen das Finale souverän mit 4:1. Real Madrid CF (Spanien) krönte 2018 eine beispiellose Klub-WM-Ära mit dem dritten Titel in Folge. Gegen Al Ain gewannen sie das Finale souverän mit 4:1. © Imago Der FC Liverpool (England) feierte 2019 seinen ersten Klub-WM-Titel. Roberto Firmino schoss das entscheidende Tor gegen Flamengo in der Verlängerung. Der FC Liverpool (England) feierte 2019 seinen ersten Klub-WM-Titel. Roberto Firmino schoss das entscheidende Tor gegen Flamengo in der Verlängerung. © William Volcov via www.imago-images.de FC Bayern München (Deutschland) gewann 2020 gegen Tigres mit 1:0. Damit sicherte sich der Klub sechs Titel in einem Jahr – ein historisches Kunststück. FC Bayern München (Deutschland) gewann 2020 gegen Tigres mit 1:0. Damit sicherte sich der Klub sechs Titel in einem Jahr – ein historisches Kunststück. © Imago Chelsea FC (England) holte 2021 erstmals die Klub-WM. In einem umkämpften Finale gegen Palmeiras fiel der Siegtreffer per Elfmeter in der Verlängerung. Chelsea FC (England) holte 2021 erstmals die Klub-WM. In einem umkämpften Finale gegen Palmeiras fiel der Siegtreffer per Elfmeter in der Verlängerung. © Imago Real Madrid (Spanien) feierte 2022 mit einem 5:3 gegen Al Hilal seinen insgesamt fünften Klub-WM-Titel – Rekord! Ein offensives Feuerwerk im Finale. Real Madrid CF (Spanien) feierte 2022 mit einem 5:3 gegen Al Hilal seinen insgesamt fünften Klub-WM-Titel – Rekord! Ein offensives Feuerwerk im Finale. © Imago Manchester City (England) dominierte das Finale 2023 gegen Fluminense mit 4:0. Pep Guardiolas Team krönte damit das historische Triple-Jahr. Manchester City FC (England) dominierte das Finale 2023 gegen Fluminense mit 4:0. Pep Guardiolas Team krönte damit das historische Triple-Jahr. © Imago Torwart Gregor Kobel schaute derweil bereits auf den kommenden Gegner bei der Klub-WM: „Natürlich braucht es da nochmal ein bisschen mehr. Bei der Qualität, die Real Madrid hat. Wir müssen einen guten Tag erwischen und alles geben. Da hoffen wir, dass wir dagegenhalten können.“ (rele/dpa )
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