Urbig-Entscheidung beim FC Bayern vor Champions-League-Spiel gefallen
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Christoph Klaucke
Vinzent Tschirpke
Philipp Kessler
Hanna Raif
Lange war offen, ob Bayern-Torwart Jonas Urbig gegen Atalanta Bergamo spielen kann. Jetzt ist eine Entscheidung um den Keeper für das Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League gefallen.
Update vom 18. März: Jonas Urbig steht nach Informationen von Absolut Bayern im Tor des FC Bayern heute Abend im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League gegen Atalanta Bergamo. Ein Einsatz des Ersatzmanns des verletzten Manuel Neuer stand zunächst auf der Kippe aufgrund einer Gehirnerschütterung aus dem Hinspiel.
Trainer Vincent Kompany hatte am Dienstag auf der PK erklärt: „Die Entscheidung wird rein medizinisch sein.“ Wenn alles normal verlaufe, „steht Jonas im Tor“, kündigte der FCB-Coach an. Urbig hat nun offenbar den Check für seine Spieltauglichkeit bestanden. Auf der Bank wird somit der 16-jährige Leonard Prescott Platz nehmen.
Erstmeldung vom 17. März: Zittern bis zum Schluss. Zwar absolvierte Jonas Urbig das Abschlusstraining am frühen Dienstagnachmittag mit seinen Bayern-Kollegen auf dem Rasen. Doch ob der Torhüter auch am Mittwoch (21 Uhr, DAZN) im Achtelfinal-Rückspiel gegen Atalanta Bergamo im Kasten der Münchner steht, entscheidet sich nach Informationen von Absolut Bayern erst kurzfristig. Dafür muss der 22-Jährige, der vergangene Woche im Hinspiel eine Gehirnerschütterung erlitten hatte, auch am Spieltag komplett symptomfrei bleiben.
Der 16-Jährige gilt als hochtalentiert, stark mit dem Ball am Fuß und sehr reif. Ein Einsatz in dem jungen Alter wäre aber auch mit Risiken verbunden. Einerseits, weil Minderjährige in Deutschland nur mit Sondergenehmigung bis 23 Uhr arbeiten dürfen (dafür fand der Rekordmeister aber bei Lennart Karl auch eine Lösung). Und andererseits, weil die Bühne eines Champions-League-K.o.-Spiels eben doch eine extrem große ist, um dort seinen Einstand zu feiern.
Am Montag bangte beispielsweise Lothar Matthäus um die Torwartlage beim FCB: „Ich habe immer noch Hoffnung, dass Urbig übermorgen spielt. Das sind acht Tage nach dem Spiel gegen Atalanta“, sagte der Rekordnationalspieler am Rande der Filmpremiere von „Ein Sommer in Italien“ und ergänzte: „Gott sei Dank hat der FC Bayern im Hinspiel schon die Weichen für das Weiterkommen gestellt.“
Wie Jonas Urbig den steilen Aufstieg zum Neuer-Nachfolger im Bayern-Tor schaffte
Trotz des mehr als komfortablen 6:1-Erfolgs in Bergamo waren die Sorgen auf der Torhüter-Position nämlich groß: Mit Manuel Neuer ist der Stammkeeper seit der Partie gegen Gladbach am 6. März verletzt. Der 39-Jährige, der zwar am Dienstag wieder Teile des Mannschaftstrainings absolvieren konnte, wird erst nach der Länderspielpause zurückerwartet.
Vertreter Urbig lief daher gegen Atalanta auf – und zog sich kurz vor Schluss eine Gehirnerschütterung zu, die ihn auch zuletzt beim Auswärtsspiel in Leverkusen außer Gefecht setzte. Womit die Bayern bei ihrem dritten Torwart, Sven Ulreich, angekommen waren, der seit September 2024 kein Pflichtspiel mehr absolviert hatte.
Zwei Torwart-Talente des FC Bayern sind gegen Bergamo dabei
Und passend zum aktuellen Verletzungspech auf der Torwartposition zog sich auch Ulreich einen Muskelbündelriss der Adduktoren zu, nachdem er zuvor gegen die Werkself überragend hielt. Weil in Leon Klanac aber selbst der vierte (!) Keeper des deutschen Rekordmeisters aktuell verletzt ist, steht tatsächlich ein Profi- und Champions-League-Debüt des erst 16-jährigen Prescott im Raum. Auf der Bank gegen Bergamo sitzt mit Amateur-Torwart Jannis Bärtl (19) ein weiterer Campus-Spieler des FC Bayern.
In Urbig hat Trainer Vincent Kompany nun aber aller Voraussicht nach wieder einen Keeper mit Königsklassen-Erfahrung zur Verfügung, der sein Profi-Debüt auf der großen Bühne schon länger hinter sich hat. Vinzent Tschirpke, Philipp Kessler, Hanna Raif