Rücktritt im Sommer

Rodel-Olympiasieger Loch verkündet Abschied von seinem Vater

  • schließen

Rodel-Star Felix Loch hat bei der WM in Altenberg verraten, dass sein Vater Norbert – der Bundestrainer – seinen Vertrag bis 2026 nicht erfüllen wird.

München – Im Sommer ist Schluss! Der erfolgreiche Rodel-Bundestrainer Norbert Loch wird seinen bis 2026 laufenden Vertrag vorzeitig auflösen, sein Nachfolger steht bereits fest. Verkündet hatte diese Entscheidung aber nicht er selbst, sondern sein Sohn, Rodel-Star Felix Loch.

Felix Loch verkündet den Rücktritt seines Vaters Norbert als Rodel-Bundestrainer

Bei der im sächsischen Altenberg stattfindenden Rodel-WM sagte der 34-Jährige: „Mein Vater, der ein oder andere wird es wissen, lässt es ja nach der Saison, beziehungsweise er tritt zurück.“ Auch den Nachfolger benannte Felix Loch direkt. „Der Patric Leitner übernimmt“, sagte er.

Leitner selbst ist ein ehemaliger Weltklasse-Rodler, unter anderem Olympiasieger von 2002 im Doppelsitzer und achtmaliger Weltmeister. Norbert Loch übernahm das Amt des Bundestrainers 2008, nach dem Ende der WM in Altenberg sagte er: „Ich habe eben gerade eine kleine Träne verdrückt“, sagte wenig später dann auch Norbert Loch: „Wenn man so nachdenkt, dann finde ich es schön, dass er es gesagt hat, das passt ganz gut. Es ist eine sehr lange Zeit gewesen, ich möchte ein sehr gut funktionierendes Team unserem neuen Cheftrainer übergeben.“

Viele Jahre jubelten sie gemeinsam, nun hat Rodel-Star Felix Loch den Rücktritt seines Vaters als Bundestrainer im Sommer verkündet.

Rodel-Star Felix Loch spricht über seine Zukunft

Mit Leitner als neuen Bundestrainer sei das deutsche Team „sehr gut aufgestellt“, wie Felix Loch nach seinem dritten Platz im Herren-Einzel zum Abschluss der Rodel-WM sagte.

Felix Loch gewann bisher alles, was es im Rodeln zu gewinnen gibt. Dreimal Olympisches Gold, 14 Weltmeistertitel und sieben Gesamtweltcupsiege stehen zu Buchen. Ans Aufhören denkt er – im Gegensatz zu seinem Vater – aber noch nicht. Er wolle „definitiv“ noch bis 2026 fahren.

„Da diskutiere ich gar nicht drüber. Danach, sage ich immer, lassen wir uns überraschen.“ Seine Zukunft sieht er danach weiterhin als Teil des deutschen Rodelteams. „Am Ende werde ich wahrscheinlich nicht in der Bahn sitzen, sondern daneben.“ Eine Tätigkeit als Bundestrainer schloss er aber vorerst aus. Nathalie Geisenberger hingegen hatte sich erst vor wenigen Monaten dazu entschieden, ihre Karriere zu beenden. (msb/dpa)

Rubriklistenbild: © Wunderl/imago

Kommentare