Keine Soforthilfe: BVB-Leihgabe wird immer mehr zum Missverständnis
VonNiklas Kirk
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Die Leihe von Carney Chukwuemeka sollte das Mittelfeld von Borussia Dortmund beflügeln. Seine bisherige Rolle wirft Fragen auf.
Dortmund – Borussia Dortmund setzt seinen Schlingerkurs fort. Gegen die zuletzt ebenfalls kriselnden Leipziger verlor die Mannschaft auswärts mit 0:2 und wartet in der Liga weiter auf eine Trendwende. Die dafür im Winter geholten Neuzugänge leisten bislang kaum einen Beitrag – allen voran Carney Chukwuemeka.
Vor dem Spiel gegen Leipzig: Kovac erklärt Stotter-Start von Chukwuemeka
Bei der Partie in Leipzig kam der 21-jährige Engländer - im Winter vom FC Chelsea geholt - zu einem 18-minütigen Kurzeinsatz. Zu diesem Zeitpunkt waren seine Teamkollegen nach einer verschlafenen ersten Hälfte aufgewacht und verzweifelten bis zum Spielende an einem gut aufgelegten Peter Gulacsi. Wertvolle Impulse konnte Chukwuemeka nicht mehr setzen. Der BVB verlor ohne eigenen Treffer und verbleibt auf Platz 10 der Tabelle.
Bereits vor dem Spiel waren der Fitnesszustand und die geringen Einsatzzeiten von Chukwuemeka thematisiert worden. Der Mittelfeldakteur, für den der BVB auch eine Kaufoption besitzt, brachte es bisher auf fünf Einsätze über insgesamt 62 Minuten. Grund genug für Trainer Nico Kovac, Erklärungen zu liefern. „Carney hatte immer mal wieder muskuläre Probleme“, sagte Kovac vor der Partie. „Er hat einen Schlag auf den Muskel bekommen. Dass er das eine oder andere Mal nicht im Kader war, lag daran, dass er verletzt war.“
Im Sommer schon wieder weg? BVB hält Kaufoption für Chukwuemeka
Neben diesen körperlichen Malaisen gesellt sich der allgemeine Zustand des Profis hinzu, denn der Youngster kam alles andere als in Schuss nach Westfalen – wie auch Kovac weiß: „Wir wissen aber auch, dass er aus London kommt, wo er wenig gespielt hat. Er hat nur wenige Minuten in den Beinen und wenig Kraft, um über 90 Minuten zu gehen.“
Dennoch verweist der Coach auf punktuelle Ansätze, wie gegen Lille, die Hoffnung auf mehr machen – auch darauf, dass Chukwuemeka nach stetigem Aufbau bereit für 90 Minuten ist. Die Verletzung von Marcel Sabitzer setzt den BVB bei der Besetzung seiner Zentrale ohnehin unter Zugzwang.
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Ob Carney Chukwuemeka noch zum entscheidenden Faktor wird, um die Saison des BVB über die Champions League oder eine Europapokal-Qualifikation zu einem versöhnlichen Ende zu bringen, steht somit in den Sternen. Sollte eine Qualifikation für das internationale Geschäft ausbleiben, dürfte zumindest die Frage nach seiner Kaufoption beantwortet sein. (nki)