FC Bayern besiegt Inter

Leroy Sané zeigt Gala-Gesicht gegen Inter: „Wenn er Bock hat ...“

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Der FC Bayern hat sein Auftaktspiel in der Champions League gewonnen. Entscheidender Mann im San Siro gegen Inter Mailand war Leroy Sané.

Mailand/München - Das war wieder eines dieser Spiele von Leroy Sané. Eine Partie, die die Aussage von Hasan Salihamidzic kürzlich rechtfertigen. Der Sportvorstand des FC Bayern nannte Sané „einen der besten Spieler Europas“, versah diese Aussage allerdings mit einer Einschränkung.

Wenn der 26-Jährige das nötige Feuer in sein Spiel bringe, dann erlange er absolutes Top-Niveau. Eben dieses hatte Sané beim Auftakt in der Champions League gegen Inter Mailand, den die Münchner mit 2:0 (1:0) gewannen. Der Linksfuß war entscheidend an beiden Treffern beteiligt.

Leroy Sané zeigt Gala-Gesicht gegen Inter: „Wenn er Bock hat ...“ 

Zunächst verarbeitete er in der 25. Minute einen Traumpass von Joshua Kimmich sensationell und erzielte die Führung für den Rekordmeister, ehe er im zweiten Durchgang mit einem doppelten Doppelpass das 2:0 erzwang. Völlig zu Recht bekam Sané (tz-Note 1) am Ende der Partie von der UEFA die Trophäe für den Spieler des Spiels.

Im Anschluss gab sich der Matchwinner allerdings wortkarg. Er freue sich, wolle in erster Linie „ein gutes Spiel abliefern und mit einem guten Gefühl vom Platz gehen“, so Sané direkt nach Abpfiff bei DAZN. Auch seinen Treffer zum 1:0 beschrieb er eher emotionslos: „Ich hab den Raum gesehen, bin da rein und hab den Lauf gemacht, dann kam ein Super-Ball und ja ...“

Leroy Sané war der entscheidende Mann beim FC Bayern im Spiel gegen Inter Mailand.

Nagelsmann schwärmt: „Das Tor war Wahnsinn, super erster Kontakt“

Sané wird auch in Zukunft kein Mann großer Worte sein, das entspricht nicht seinem Naturell. Er lässt gerne Taten sprechen, das Reden überlässt er anderen. So auch am Mittwochabend im San Siro. „Heute war er Wahnsinn“, zeigte sich etwa Teamkollege Matthijs de Ligt begeistert von seinem Teamkollegen: „Das Tor war Wahnsinn, super erster Kontakt. Aber auch das zweite Tor war eigentlich sein Treffer, wirklich tolles Spiel.“

Auch Leon Goretzka sprach bei Sanés Treffer von „Weltklasse“. Man sehe, dass „er Bock hat, in solchen Spielen aufzudrehen“, so der Mittelfeldspieler in der Mixed Zone. Thomas Müller schloss sich dort nur an: „Leroy war heute sehr agil und wenn er so auftritt, hat er ein Lächeln im Gesicht.“ Hasan Salihamidzic wiederholte seine Aussage über Sané sogar noch einmal: „Wenn er so spielt, kann er einer der besten in Europa werden.“

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Champions-League-Sieger der Saison 1992/93: Olympique Marseille. Der deutsche Rudi Völler konnte als einer der ersten Spieler den „neuen“ Pokal in die Höhe recken. 1992 hieß der Wettbewerb zum ersten Mal „Champions League“.
Champions-League-Sieger der Saison 1992/93: Olympique Marseille. Der deutsche Rudi Völler konnte als einer der ersten Spieler den „neuen“ Pokal in die Höhe recken. 1992 hieß der Wettbewerb zum ersten Mal „Champions League“. © imago sportfotodienst
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Champions-League-Sieger der Saison 2011/2012: FC Chelsea. Finale Dahoam geht schief. Der über 90 Minuten überlegene FC Bayern bekommt spät den Ausgleich und ist vom Punkt einfach schlechter. Sowohl in der Verlängerung (Arjen Robben) als auch im Elfmeterschießen (Olic, Schweinsteiger) versagen die Nerven. Doch die Trauer war nur von kurzer Zeit, denn ... © imago sportfotodienst
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... der Champions-League-Sieger 2012/2013 hieß FC Bayern München. Die Geister des vergangenen Jahres wurden ausgetrieben. Die Münchner feierten ihr Triple und Arjen Robben oder Bastian Schweinsteiger rehabilitierten sich mit dem 2:1-Triumph über Borussia Dortmund im Wembley.  © Elmar Kremser/SVEN SIMON via www.imago-images.de
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Champions-League-Sieger der Saison 2013/14: Real Madrid. Im Stadtderby gegen Atletico Madrid gewannen die Königlichen 4:1 nach Verlängerung. Das Tor zum 4:1 bedeutete Cristiano Ronaldo so viel, dass er sogar noch sein Trikot auszog.  © imago sportfotodienst via www.imago-images.de
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Champions-League-Sieger der Saison 2014/2015: FC Barcelona. Im Berliner Olympiastadion krönen sich die Katalanen ein weiteres Mal. Marc-Andre ter Stegen sorgt für die deutsche Note (vorne liegend). Beim 3:1 gegen Juventus waren Ivan Rakitic, Luis Suarez und Neymar erfolgreich, Alvaro Morata glich zwischenzeitlich aus.  © imago sportfotodienst
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Champions-League-Sieger der Saison 2015/2016: Real Madrid. Wieder Stadtderby gegen Atletico, wieder heißt der Sieger Real. Dieses Mal aber „erst“ nach dem Elfmeterschießen. Real begann, traf alles, dann schoss Juanfran an den Pfosten, ehe Cristiano Ronaldo den Deckel drauf machte.  © Kieran Mcmanus/BPI/Shutterstock via www.imago-images.de
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Champions-League-Sieger der Saison 2016/2017: Real Madrid. Im walisischen Cardiff muss Juventus Turin dran glauben. 4:1 werden die Italienier vermöbelt, wobei Mario Mandzukic für die Alte Dame ein Traumtor erzielt. Der Ausgleich nach der Ronaldo-Führung war nicht genug, es legten Casemiro, wieder Ronaldo und Asensio nach.  © Raddad Jebarah / Imago
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Champions-League-Sieger der Saison 2017/2018: Real Madrid zum dritten Mal in Folge. Im Spiel gegen Liverpool verletzt sich erst Mo Salah nach einem Foul von Sergio Ramos früh, dann hat Loris Karius Kopfschmerzen und patzt gegen Karim Benzema. Zweimal Gareth Bale (darunter ein Fallrückzieher) war dann zu viel für Klopps Liverpool, die in Person von Sadio Mané sogar den Ausgleich schossen. Doch es dauerte nicht lange, bis Liverpool jubeln konnte ... © IMAGO/Matt West/BPI/Shutterstock
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... als Champions-League-Sieger der Saison 2018/2019: FC Liverpool. Klopp bringt den Pokal nach 2005 wieder in die Stadt. Salah und Origi sorgen für das 2:0 gegen die Tottenham Hotspurs. .jpg © IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON
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Champions-League-Sieger der Saison 2019/2020: FC Bayern München. In einem leeren Stadion in Lissabon waren die Münchner unter Hansi Flick wieder erfolgreich. Kingsley Coman köpfte das entscheidende Tor gegen Paris Saint-Germain und füllte damit die Leopoldstraße in München in der warmen Augustnacht.  © Peter Schatz / Imago
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Champions-League-Sieger der Saison 2020/2021: FC Chelsea. Thomas Tuchel schlägt im Finale Pep Guardiolas Manchester City. Torschütze: Kai Havertz. Ein deutscher Erfolgsabend, bei dem auch Antonio Rüdiger und Timo Werner jubelten, aber dabei auch ihren DFB-Teamkameraden Ilkay Gündogan trösten mussten.  © Adam Davy via www.imago-images.de
FC Liverpool - Real Madrid
Champions-League-Sieger der Saison 2021/2022: Real Madrid. Wieder gewinnen die Königlichen. In einem völlig irren Spiel gegen Liverpool ist vor allem Torwart Thibeaut Courtois der Held der Madrilenen, der mehrere Großchancen hielt. Das goldene Tor des Tages schoss Vinicius Jr. Toni Kroos ist zum fünften Mal CL-Sieger.  © Frank Augstein / dpa / Picture Alliance
Champions-League-Sieger der Saison 2022/23: Manchester City. Unter der Leitung von Guardiola holte Manchester City den ersten CL-Titel in der Vereinsgeschichte. Dank eines Treffers von Mittelfeldspieler Rodri wurde Inter Mailand mit 1:0 bezwungen. Kapitän bei den „Skyblues“: DFB-Star Ilkay Gündogan.
Champions-League-Sieger der Saison 2022/23: Manchester City. Unter der Leitung von Guardiola holte Manchester City den ersten CL-Titel in der Vereinsgeschichte. Dank eines Treffers von Mittelfeldspieler Rodri wurde Inter Mailand mit 1:0 bezwungen. Kapitän bei den „Skyblues“: DFB-Star Ilkay Gündogan. © ANP / Imago Images
Champions-League-Sieger der Saison 2023/24: Real Madrid. Am Ende der Saison 23/24 durfte mal wieder Real jubeln. Nachdem der CL-Rekordsieger im Halbfinale noch den FC Bayern ausschaltete, war im Endspiel der BVB fällig. Dani Carvajal und Vinivius Jr. erzielten die Treffer beim 2:0-Erfolg.
Am Ende der Saison 23/24 durfte mal wieder Real Madrid jubeln. Nachdem der CL-Rekordsieger im Halbfinale noch den FC Bayern ausschaltete, war im Endspiel der BVB fällig. Dani Carvajal und Vinivius Jr. erzielten die Treffer beim 2:0-Erfolg. © Pressinphoto / Imago Images
Das Ende einer langen Reise: Seit dem Einstieg des katarischen Staatsfonds war der Gewinn der Königsklasse als Ziel ausgerufen worden. Im Finale von München unterstrichen sie diese Ambition eindrücklich und besiegten Inter Mailand mit 5:0.
Champions-League-Sieger der Saison 2023/24: Paris St.-Germain. Das Ende einer langen Reise: Seit dem Einstieg des katarischen Staatsfonds war der Gewinn der Königsklasse als Ziel ausgerufen worden. Im Finale von München unterstrichen sie diese Ambition eindrücklich und besiegten Inter Mailand mit 5:0. © IMAGO/Gonzales Photo/Tommaso Fimiano

Auch Trainer Julian Nagelsmann fand den Treffer von Sané in seiner Gänze herausragend. „Es war ein Super-Chip von Josh, den Leroy super annimmt“, so der 35-Jährige nach der Partie bei DAZN: „Der war schwer zu kontrollieren, das war saustark.“ Auf der anschließenden Pressekonferenz sang er das Loblied weiter: „Auch beim zweiten Tor, das ist so seine größte Qualität, das Spiel zu beschleunigen, wenn der Gegner heraustritt, dann kurz antreten“, schwärmte Nagelsmann.

Leroy Sané begeistert gegen Inter Mailand Trainer und Teamkollegen - noch mit Einschränkungen

Die Leistung von Sané begeisterte aber nicht nur die Verantwortlichen und Mitspieler beim FC Bayern. Selbst Michael Ballack feierte dessen Auftritt live im TV ab. „Wenn er mal Bock hat, ist er einer der Besten in Europa“, sagte der Ex-Nationalspieler in seiner Funktion als Co-Kommentator bei DAZN in der zweiten Hälfte und stimmte somit Brazzo zu. Anschließend aber musste auch Ballack wieder einschränken. „Das ist schade, dass man sagen muss, ‚Wenn er Bock hat‘“, so der Capitano: „Aber das ist eine andere Spieler-Generation, darauf muss man sich als Trainer einstellen.“

Das hat Nagelsmann offensichtlich geschafft. Auch er war und ist überzeugt vom Nationalspieler, weshalb er zuletzt auch erklärte, dass er mit dem sensiblen Sané besonders umgehe. „Ich muss über und mit Leroy nicht viel reden“, so der FCB-Coach: „Der will gerne in Ruhe gelassen werden.“

Offenbar scheint diese Form der Kommunikation Sané Flügel zu verleihen. Denn nach kleinen anfänglichen Problemen in dieser Spielzeit schwingt sich der Nationalspieler zu einem absoluten Leistungsträger auf. Allerdings, und da sind wir wieder bei der Einschränkung, sollte Leroy Sané diese Leistung nun in den kommenden Wochen bestätigen. Wenn er kommenden Dienstag in der Allianz Arena gegen den FC Barcelona eine ähnliche Performance abliefert, dann nehmen vielleicht auch die Bosse und Experten ihre Einschränkung zurück. (smk)

Rubriklistenbild: © IMAGO / ULMER Pressebildagentur

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