VonAdrian Kühnelschließen
Will Bayer 04 Leverkusen Florian Wirtz an den FC Bayern verkaufen? Fernando Carro gibt dazu eine Stellungnahme ab und macht eine Ansage.
Leverkusen/München – Dieser Tage wird mal wieder über die Zukunft von Florian Wirtz spekuliert. Verlässt der Nationalspieler Bayer 04 Leverkusen bereits 2025? Oder bleibt er nicht doch länger bei der Werkself, wo sein Vertrag noch bis 2027 gültig ist? Und wenn er wechseln sollte, wohin würde er dann gehen?
Ex-Leverkusen-Boss Rudi Völler, inzwischen DFB-Sportdirektor, machte unlängst keinen Hehl daraus, dass der FC Bayern unter jenen Top-Klubs ist, die sich die Dienste von Wirtz gerne sichern würden.
„Dass der Junge irgendwann einen Schritt macht, das können alle verstehen“, sagte Völler am vorigen Sonntag bei Bild Sport auf Welt TV. „Dass die Bayern ihn haben wollen, ist kein Geheimnis, aber es wird noch andere Klubs geben, die in der Verlosung sind.“
Carro: Leverkusen präferiert Verkauf von Wirtz ins Ausland
Laut Sport Bild tendiere Wirtz zunächst zu einem Wechsel zum FC Bayern, ehe er ins Ausland wechseln würde. Die Frage bleibt aber, ob Leverkusen den 21 Jahre alten Offensivspieler überhaupt nach München verkaufen würde.
Denn Fernando Carro, Vorsitzender der Geschäftsführung bei Bayer 04, sagte nun im Bild-Podcast Phrasenmäher: „Es ist ja selbstverständlich, dass wir direkte Konkurrenten in der eigenen Liga nicht durch Topspieler von uns verstärken wollen.“
An Wirtz sollen weitere Top-Klubs wie Real Madrid, Manchester City und der FC Arsenal interessiert sein. Carros Aussage zufolge, wäre dem amtierenden deutschen Double-Sieger ein Wechsel von Wirtz zu einem jener Spitzenvereine lieber als zum FC Bayern.
Leverkusen-Boss äußert sich auch über geplatzten Tah-Transfer
„Das habe ich übrigens auch Jonathan Tah direkt gesagt: ‚Ich akzeptiere, wenn du gehen willst, aber mir wäre jeder andere Verein lieber als einer in Deutschland‘“, so Carro.
Bei Tah wurde es mit dem FC Bayern im zurückliegenden Transferfenster bereits konkret, doch die Münchner zogen sich aus den Verhandlungen dann doch zurück, da sie laut Sportvorstand Max Eberl die von Leverkusen geforderten Konditionen nicht erfüllen konnten.
„Ich war ehrlich gesagt schon überzeugt, dass – wenn Jonathan dort hinwill und die Bayern ihn auch wirklich wollen – es am Ende so kommen wird“, sagte Carro nun. Während die Leverkusener angesichts Wirtz‘ Vertragslänge in einer guten Verhandlungsposition sind, sind ihnen bei Tah die Hände gebunden. Denn der Kontrakt des Verteidigers läuft zum Saisonende aus, womit er ablösefrei wechseln könnte.
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