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Die Rückkehr von Robert Lewandowski nach München fiel torlos für den Polen aus. Die Fans schlugen beim Wiedersehen versöhnliche Töne an.
München – Robert Lewandowski (34) hatte es am Dienstag nach dem 0:2 gegen den FC Bayern besonders eilig. Schnellen Schrittes verließ der Pole die Allianz Arena. Verfolgt von Dutzenden Journalisten sagte der Stürmer mit einem gequälten Lächeln auf die Frage, wie seine Rückkehr nach München gewesen sei: „Nicht so leicht…“ Dann verschwand der Ex-Bayern-Star im Mannschaftsbus der Katalanen.
Lewandowski zurück in München – Weltstar mit einem „Herz für Bayern“?
In den 90 Minuten zuvor vergab Lewandowski zahlreiche gute Möglichkeiten zur Führung. „Der Robert hat halt eben doch ein Herz für Bayern…“, sagte Präsident Herbert Hainer (68) nach dem Spiel mit einem Augenzwinkern. Im Sommer wechselte Lewandowski nach viel Tamtam und für eine garantierte Ablöse von 45 Millionen Euro zum FC Barcelona. Rund um den Wechsel äußerten sich die Vereine und die Spieler-Seite nicht immer optimal.
FC Bayern: Kein Böses Blut bei Rückkehr von Lewandowski
Böses Blut gab es deshalb beim gemeinsamen Essen der Klub-Bosse vor dem Spiel im Restaurant Käfer aber nicht. „Wir haben das Thema noch mal angesprochen“, verriet Hainer. „Am Ende des Tages sind alle glücklich: Robert, dass er da hingehen durfte. Barcelona, dass sie den Spieler haben. Und wir haben Geld bekommen, um in die Zukunft der Mannschaft zu investieren. Insofern ist alles gut.“
Auch die Bayern-Fans schlugen in der Allianz Arena versöhnliche Töne gegenüber Lewandowski an. „Ich hatte vorher noch mit ein paar Fanklubs gesprochen. Die haben alle gesagt, sie werden ihn freundlich empfangen, was auch absolut richtig ist. Er hat so viel gemacht für uns, acht Jahre hier gespielt, alle Titel gewonnen. Ich finde, das ist fair“, freute sich Hainer.
Mané will den Bayern mehr zeigen – „kann viel besser spielen“
Rein aus sportlicher Sicht hätte sich Lewandowski allerdings eine bessere Rückkehr nach München vorstellen können. Aber auch Bayerns neuer Weltstar, Sadio Mané (30), hatte am Dienstagabend keinen leichten Stand. Der Ex-Liverpool-Angreifer kam zuletzt im Sturmzentrum nicht gut zur Geltung. Gegen Barcelona setzte ihn Trainer Julian Nagelsmann (35) auf dem linken Flügel ein.
„Es war gut. Ich habe fast mein gesamtes Leben lang auf der linken Seite gespielt“, sagte Mané. Dennoch ist die Erwartungshaltung an ihn höher. Das ist ihm auch selbst bewusst. Der sympathische Offensiv-Star: „Natürlich kann ich viel besser spielen. Das weiß ich.“ Unglücklich sei er momentan aber nicht. (pk, hlr)
Rubriklistenbild: © Sven Hoppe/dpa


