Sturmproblem beim FC Bayern? Brazzo will „schauen, was wir auf dem Transfermarkt machen“
VonManuel Bonke
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Hanna Raif
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Während der FC Bayern mal wieder frühzeitig die Segel im DFB-Pokal streicht, wählt Robert Lewandowski klare Worte an seinen Ex-Verein. Die Münchner haben ein Stürmer-Problem.
München – Die Dramaturgie passte am Mittwoch bestens zur Frage, die Hasan Salihamidzic gestellt wurde, als die Uhr nach dem 1:2 gegen den SC Freiburg schon nach Mitternacht zeigte.
FC Bayern und die Stürmer: Choupo-Moting und sonst nix
Ja – bei allem Respekt vor Eric Maxim Choupo Moting –, die Topstürmer stehen derzeit nicht beim FC Bayern unter Vertrag. Das aber könnte sich im Sommer ändern.
„Wir werden uns natürlich hinsetzen und schauen, was wir auf dem Transfermarkt machen“, sagte Salihamidzic, als das leidige Thema Torjäger im Zuge der Pokalpleite mal wieder aufflammte. In der Tat war und ist es auffällig, dass der zuletzt von Rückenproblemen geplagte Choupo-Moting die Treffsicherheit der Hinrunde eingebüßt hat – und den Bayern aktuell ein Mann fehlt, der in engen Spielen wie jenem gegen Freiburg mal einen Ball über die Linie drückt.
Robert Lewandowski erklärt Abschied – und findet klare Worte für den FC Bayern
Einer, wie Lewandowski, der über seinen Wechsel zum FC Barcelona in der Sport Bild sagte, er hätte in München in naher Zukunft wohl „die Freude am Fußball“ verloren: „Natürlich wäre ich weiter zur Arbeit gegangen, aber eher, weil es Pflicht war, nicht aus Freude.“ Klare Worte.
Der Pole beobachtet die dauerhafte Nachfolger-Debatte inzwischen entspannt aus Barcelona, und Salihamidzic will die Thematik ganz bewusst nicht an die große Glocke hängen. Natürlich könne man nach einem Spiel ohne Tor der Offensivreihe „sagen, dass ein Stürmer fehlt“. Erst drei Tage zuvor, beim 4:2 gegen Dortmund, habe man aber „gleich vier gemacht“.
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Kolo Muani, Kane oder Osimhen: Wer wird der neue Stürmer beim FC Bayern?
Salihamidzic sieht keine Systematik, er betonte: „Wir haben einige Optionen auf der Neun und Leute, die sehr gut Tore machen können.“ Zur Wahrheit gehört aber auch, dass außer Choupo-Moting vorne drin niemand Topniveau hat. Mathys Tel braucht noch Zeit, der Rest ist zweite Stürmer-Wahl.
Die Augen sind freilich offen, und auch wenn man Choupo-Moting weiterhin einiges zutraut, hat der Trainerwechsel die Karten in der Stürmersuche neu gemischt. Kolo Muani ist durchaus wieder eine Option, der Name Harry Kane nach wie vor präsent. Die Königslösung in Sachen Alter und Preis-Leistungs-Verhältnis wäre Victor Osimhen aus Neapel. Weitere Kandidaten gibt‘s auf der Stürmer-Liste von tz.de. hlr, bok