Er steigt zum bestbezahlten Sportler auf

Messi-Wechsel nach Saudi-Arabien wohl fix – Wiedersehen mit Cristiano Ronaldo

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Nach Cristiano Ronaldo wechselt nun auch Lionel Messi nach Saudi-Arabien. Seinen ewigen Konkurrenten lässt er damit finanziell weit hinter sich.

Paris/Riad – Lionel Messi ist zurück im Training von Paris Saint-Germain. Zuletzt war der Argentinier suspendiert worden, nachdem er spontan einen Tag mit seiner Familie in Saudi-Arabien verbracht hatte. In den Golfstaat könnte es ihn ihm Sommer auch ziehen, wenn sein Vertrag in Paris ausläuft. Das berichtet die französische Nachrichtenagentur AFP – und schreibt von einem „Blockbuster-Deal“.

Lionel Messi
Geboren:24. Juni 1987 (Alter: 35 Jahre), Rosario, Argentinien
Positionen:Rechtsaußen, hängende Spitze
Vertrag bei Paris Saint-Germain bis:30. Juni 2023
Marktwert:45 Millionen Euro (Quelle: transfermarkt.de)

Für „riesigen“ Vertrag: Messi-Wechsel nach Saudi-Arabien wohl „beschlossene Sache“

Messi, der aktuell noch bis zum 30. Juni vertraglich an PSG gebunden ist, stehe vor einem Wechsel nach Saudi-Arabien, berichtet die Agentur unter Berufung auf eine anonyme Quelle. Diese verfügt über „Kenntnisse über die Verhandlungen“ des siebenmaligen Weltfußballers mit dem saudischen Staatsfonds PIF, der hinter dem Coup steht. Dem Informanten zufolge sei Messis Wechsel bereits „beschlossene Sache. Er wird in der nächsten Saison in Saudi-Arabien spielen.“

Rund um den „außergewöhnlichen, riesigen“ Vertrag seien lediglich noch „einige kleine Details“ zu klären, so die Quelle, ehe der Wechsel des 35-Jährigen verkündet werden könne. Ein konkretes Salär nannte der Informant nicht. Der französischen L‘Équipe zufolge lockt der saudische Rekordmeister Al-Hilal Messi mit einem Jahresgehalt von 500 bis 600 Millionen Euro.

Könnten in Zukunft wieder häufiger aufeinander treffen: Die beiden Superstars Lionel Messi (r.) und Cristiano Ronaldo (l.), hier bei einem Freundschaftsspiel zwischen einer All-Star-Mannschaft der saudischen Liga und PSG im Januar 2023.

In Saudi-Arabien trifft Messi auf Cristiano Ronaldo – und löst ihn als bestbezahlten Sportler ab

Welchem Klub sich der viermalige Champions-League-Sieger final anschließen wird, steht jedoch noch nicht fest. Klar ist allerdings, dass er seinen großen Rivalen Cristiano Ronaldo, der seit Januar ebenfalls im Wüstenstaat bei Al-Nassr spielt und dort rund 200 Millionen Euro jährlich kassiert, dann wohl als bestverdienenden Sportler der Welt ablösen wird. Die anonyme Quelle der AFP sagte dazu, die Verhandlungen mit Messi hätten „nicht so lange gedauert wie bei Ronaldo.“ Schließlich kenne der PIF nun „das Rezept, um Weltklassespieler unter Vertrag zu nehmen.“

Gespannt sein darf die Fußall-Welt vor allem auf die Duelle der beiden Superstars in der Saudi Professional League. Legendär sind ihre zahlreichen Duelle ab 2009 in der spanischen Liga, als Messi noch für den FC Barcelona und „CR7“ für Real Madrid kickte.

Von Unglücksraben und fast vergessenen Legenden: Die WM-Rekordspieler des DFB-Teams

23. Bernd Schneider, Karlheinz Förster, Toni Schumacher, alle in einem Finale, kein WM-Titel, 14 Einsätze
Den Beginn unserer Reihe machen drei glücklose Spieler. Trotz ihrer jeweils 14 WM-Spiele für die DFB-Elf und obwohl sie alle in einem Finale standen, konnten Bernd Schneider, Karlheinz Förster und Toni Schumacher keinen Weltmeisterschafts-Titel gewinnen. © IMAGO/ActionPictures; Frinke; Sportfoto Rudel
23. Thomas Häßler, Paul Breitner, WM 1990, 1974, geniale Mittelfeldspieler, 14 Einsätze
Anders die nächsten beiden Spieler, die ebenfalls 14-mal bei Weltmeisterschaften zum Einsatz kamen. Thomas Häßler holte 1990 den Titel, Paul Breitner reckte 1974 den Pokal in den Münchner Himmel. Doch beide vereint nicht nur der Titel, sondern auch ihre spielerischen Qualitäten. Beide gaben geniale Mittelfeldspieler ihrer Zeit ab. © IMAGO/Camera 4; Pressefoto Baumann
23. Jerome Boateng, Toni Kross, Sami Khedira, WM 2014, 14 Einsätze
Den Abschluss des achtfach geteilten 23. Platzes unseres Rankings bilden drei Weltmeister von 2014. Jerome Boateng, Toni Kroos und Sami Khedira liefen alle drei 14-mal bei Weltmeisterschaften auf und waren Teil der magischen Nacht von Rio. © IMAGO/Team 2; Avanti
20. Hans Schäfer, Weltmeister 1954, 15 Einsätze
Platz 20 vereint drei große Fußballer und Weltmeister ihrer Generation. Den Anfang macht Hans Schäfer, der mit 15 WM-Einsätzen der einzige Vertreter der legendären Mannschaft von 1954 in unserem Ranking ist. © IMAGO/CTK Photo
20. Rudi Völler, Weltmeister 1990, 15 Einsätze
Weiter geht es mit Rudi Völler, den es zwar mehr als einmal gibt, aber der einzige Rudi Völler ist, der insgesamt 15-mal bei Weltmeisterschaften auflief und 1990 den Titel in Italien holte. © IMAGO/Sportfoto Rudel
20. Lukas Podolski, WM 2014, 15 Einsätze
Den Abschluss des Dreiergespanns auf dem 20. Platz macht Lukas Podolski. Bekannt für seine linke Klebe war er zwar während der WM 2014 nicht mehr der große Leistungsträger, doch für die Stimmung im Team ein wichtiges Puzzleteil. © imago sportfotodienst
Mesut Özil während des WM-Finals von 2014.
Platz 18 teilen sich zwei Weltmeister. Den Anfang macht Mesut Özil, der 2014 in Brasilien den Titel holte. Der damalige Held von Rio ist seitdem in der Gunst der Fans deutlich nach unten gerutscht. Dazu führten unter anderem auch seine Verbindungen zu den „Grauen Wölfen“. Insgesamt lief er für das DFB-Team 16-mal bei Weltmeisterschaften auf. Genauso oft, wie ein Sieger von 1990. © imago sportfotodienst
Andreas Brehme jubelt über sein Tor im WM-Finale 1990.
Andreas Brehme hat genauso viele WM-Einsätze wie Özil, blieb den Fans aber deutlich besser in Erinnerung. Im Finale 1990 erzielte er das goldene Tor gegen Argentinien. Es war wohl das größte Spiel des Verteidigers, der 16-mal bei einer WM auf dem Platz stand. Im Februar 2024 verstarb er im Alter von 63 Jahren. © IMAGO/Norbert Schmidt
Karl-Heinz Schnellinger mit dem Ball am Fuß.
16. Platz: Von 1958 bis 1970 kam Karl-Heinz Schnellinger auf 17 WM-Einsätze für die deutsche Nationalmannschaft. Insgesamt trug er 47-mal den Adler auf der Brust. © IMAGO/Sven Simon
Jürgen Klinsmann jubelt im Trikot der deutschen Nationalmannschaft.
16. Platz: Auch Jürgen Klinsmann brachte es auf 17 DFB-Einsätze bei Weltmeisterschaften. Er war wie Brehme Teil des WM-Teams von 1990. © IMAGO/Norbert Schmidt
WM Finale 1974 Weltmeister Torwart Sepp Maier BR Deutschland präsentiert den WM-Pokal
Platz 12: Auf dem geteilten zwölften Platz rangieren gleich vier Spieler. Einer davon ist Sepp Maier, Torwart und Weltmeister von 1974. Er kommt auf insgesamt 18 Einsätze bei drei WM-Turnieren. © sportfotodienst/imago
Pierre Littbarski im WM-Endspiel 1990 gegen Argentinien am Ball
Auch Pierre Littbarski kommt mit 18 WM-Partien auf eine beeindruckende Anzahl von Endrunden-Einsätzen und durfte 1990 in Italien über den WM-Titel jubeln. © Werek/imago
Stuart Pearce England gegen Thomas Berthold und Klaus Augenthaler beide BR Deutschland
Auch Thomas Berthold hat 18 WM-Spiele auf seinem Konto. Er war Teil der starken Verteidigung bei der WM 1990, stand in jedem Spiel auf dem Platz und durfte am Ende den Pokal in die Luft recken. © sportfotodienst/imago
Franz Beckenbauer feiert im Olympiastadion München den WM-Titel 1974.
Wie Berthold, Littbarski und Maier kam auch „Der Kaiser“ höchstpersönlich 18-mal bei Weltmeisterschaft zum Einsatz. Franz Beckenbauer gewann 1974 den WM-Titel als Spieler und 1990 als Trainer. © sportfotodienst/imago
Berti Vogts BR Deutschland re zieht ab Alan Mullery England dreht sich weg
Platz 6: Den sechsten Rang unserer Rangliste teilen sich gleich sechs Spieler. Einer von ihnen: Berti Vogts. 19 WM-Einsätze bei drei verschiedenen Endrunden, darunter beim Titelgewinn 1974. © sportfotodienst/imago
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Ein WM-Titel war Karl-Heinz Rummenigge trotz seiner 19 WM-Einsätze nicht vergönnt. Dafür durfte er sich über den EM-Titel 1980 freuen. © sportfotodienst/imago
Wolfgang Overath BR Deutschland
Im Gegensatz dazu gelang es Wolfgang Overath, ebenso mit 19 WM-Einsätzen, 1974 den WM-Titel im eigenen Land zu feiern. Der Titel verbindet ihn mit den weiteren drei DFB-Kickern, die auch auf dem sechsten Platz gelandet sind. Nur die schlugen schlappe 40 Jahre später zu. © sportfotodienst/imago
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Darunter „Eistonne“ Per Mertesacker, hier bei seinem legendären Einsatz gegen Algerien bei der WM 2014. Am Ende winkte der Titel. © sportfotodienst/imago
Manuel Neuer gibt im Trikot der deutschen Nationalmannschaft Anweisungen an sein Team.
Auch Manuel Neuer krönte seine insgesamt 19 WM-Einsätze bereits 2014. Mit seinen Paraden hielt er das Team nicht nur einmal im Turnier. Der WM-Titel darf aufgrund der beeindruckenden Leistungen während des Turniers als sein Meisterstück angesehen werden. © IMAGO/www.imagephotoagency.it
Thomas Müller mit dem WM-Pokal 2014.
Das darf auch für Thomas Müller gelten, der zwar bei der WM 2010 die Torjägerkanone abräumte, doch sich deutlich mehr über den WM-Titel 2014 gefreut haben dürfte. Insgesamt kam auch er auf 19 Einsätze bei Weltmeisterschaften. © IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON
Rio de Janeiro FIFA Fussball Männer Fussball Weltmeisterschaften 2014 FIFA world cup 2014 Final
Platz 4: Weiter geht es – wer hätte es gedacht – mit zwei Weltmeistern von 2014. Philipp Lahm teilt sich mit 20 WM-Einsätzen den vierten Platz mit einem langjährigen Wegbegleiter. © sportfotodienst/imago
SCHWEINSTEIGER Bastian Team Deutschland mit Kapitaen MESSI Lionel World Cup 2014 Brasil FIFA Fussbal
Lahm und Bastian Schweinsteiger sind das Sinnbild für eine goldene DFB-Generation. Da ist es passend, dass beide gleich viele WM-Einsätze vorweisen können. Nicht nur das beste Spiel seiner 20-WM-Partien, sondern wohl auch beste Spiel seines Lebens spielte er dann ausgerechnet im WM-Finale 2014. © Perenyi/imago
Uwe Seeler im WM-Endspiel 1966 gegen England
Platz 3: „Uns Uwe“ Uwe Seeler, der im Juli 2022 verstarb, ist mit 21 WM-Spielen auf Rang 3. Unglücklicherweise blieb es dem Ehrenspielführer verwehrt, auch nur einen einzigen Titel mit der DFB-Elf zu gewinnen. © Simon/imago
08 07 2014 xbtx Fussball WM 2014 Halbfinale Deutschland Brasilien v l Miroslav Klose Deutsch
Platz 2: Etwas erfolgreicher verlief die DFB-Karriere von Miroslav Klose. Erstmals machte er bei der WM 2002 im DFB-Trikot von sich reden. Insgesamt sollten es 24 Spiele im Trikot der deutschen Nationalmannschaft bei vier WM-Turnieren werden. Am Ende sprang nicht nur der Titel 2014 heraus, sondern auch ein Weltrekord: Insgesamt 16 WM-Tore markieren den Bestwert. © Huebner/imago
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Platz 1: Lothar Matthäus ist mit seinen 25 Einsätzen nicht nur der Spieler mit den meisten WM-Partien für Deutschland. Der Weltmeister von 1990 kam darüber hinaus als einziger DFB-Spieler bei fünf verschiedenen WM-Endrunden zum Einsatz und ist mit 150 Spielen auch insgesamt Rekordspieler der deutschen Nationalmannschaft. © sportfotodienst/imago

Messi ist bereits Tourismusbotschafter von Saudi-Arabien

Für seinen Trip in das arabische Königreich hatte sich Messi, der bereits Tourismusbotschafter Saudi-Arabiens ist, zuletzt entschuldigt. Seine Suspendierung war in der Folge aufgehoben worden. Eine Zukunft in Paris scheint aber dennoch ausgeschlossen. Nun ist offenbar auch klar, wohin es „La Pulga“, der zuletzt auch von den PSG-Fans vermehrt ausgepfiffen wurde, zieht. (wuc)

Rubriklistenbild: © Imago / Power Sport Images

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