VonDavid Heermannschließen
Die Tottenham Hotspur beenden ihre Durststrecke und spielen nach dem Sieg in der Europa League nächstes Jahr in der CL. Der Ticker zum Nachlesen.
Ende: Die Spurs haben es. Das ist historisch, das ist unglaublich. Das Team, das in England jahrelang zur Lachnummer gemacht wurde, holt endlich wieder einen Titel und spielt im nächsten Jahr in der Champions League! In einem ereignisarmen Spiel haben die disziplinierten Spurs am Ende die Nase vorn. Auf der anderen Seite ist es für United die wohl schlechteste Saison in der Vereinsgeschichte. Das war es für heute. Danke fürs Lesen!
97. Minute: Vicario muss noch einmal an einen tollen Kopfball von Shaw ran! War es das? Nein, es gibt nochmal Ecke. Onana ist mit vorne. Nein, Casemiro trifft artistisch nur das Außennetz.
| Aufstellung Tottenham Hotspur | Vicario - Pedro Porro, Romero, van de Ven, Udogie (Spence 89.) - Bentancur, Bissouma, Sarr (Gray 89.) - Richarlison (Son 66.), Solanke, Johnson (78. Danso) |
|---|---|
| Aufstellung Manchester United | Onana - Shaw, Maguire, Yoro - Dorgu (Mainoo 89.), Fernandes, Casemiro, Mazraoui - Mount (Garnacho 71.), Höjlund (Zirkzee 71.), Diallo |
| Tore | 1:0 Johnson (42. Minute) |
95. Minute: Die Spurs kommen jetzt gar nicht mehr hinten raus. Aber United fehlt einfach die zündende Idee. Am Ende schießt Yoro den Ball klar drüber.
91. Minute: Erst gibt es noch ein paar Wechsel, dann bekommt Lindelöf für Meckern Gelb, weil er die sieben Minuten Nachspielzeit untertrieben findet.
88. Minute: Kaum sagt man es, hat Maguire plötzlich Stress mit dem gesamten Spurs-Team und bekommt die Gelbe Karte von Zwayer.
87. Minute: So richtig hitzig wird es hier allerdings noch nicht. Außerhalb der Zweikämpfe sind beide Mannschaften ziemlich brav zueinander.
84. Minute: Zwayer verliert so langsam sein Mojo. Zirkzee trifft klar den Ball, der Schiedsrichter pfeift aber Foul und gibt dem Ex-Bayern-Star Gelb. Nicht die erste Aktion in den letzten Minuten, die der Deutsche falsch bewertet.
82. Minute: Was man United lassen muss, sie verteidigen die Konter der Spurs sehr gut und sind vor allem im Tackling bockstark. Offensiv ist aber noch immer zu wenig.
78. Minute: Die Spurs wechseln nochmal. Für den Torschützen Johnson kommt der Ex-Augsburger Kevin Danso in die Partie. Es wird defensiver bei Tottenham.
75. Minute: Garnacho bringt Schwung! Er schließt einfach mal ab und zwingt Vicario zu einer guten Tat. Kam er zu spät ins Spiel?
73. Minute: Nächste Chance für United. Nach einer Flanke von Mazraoui kommt Fernandes zum Kopfball. Knapp vorbei. Am zweiten Pfosten hätte Zirkzee noch besser postiert gestanden.
71. Minute: Jetzt wechselt auch Amorim. Garnacho und Zirkzee kommen für Mount und Höjlund.
68. Minute: Spektakuläre Rettungstat! Vicario ist total unsicher. Höjlund köpft den Ball in Richtung leeres Tor, doch Van de Ven kann den Ball spektakulär von der Torlinie kratzen.
67. Minute: Die nächste Gelbe. Bissouma lässt Diallo nicht los. Zwayer hat keine andere Wahl.
66. Minute: Jetzt gibt es eine kleine Trinkpause. Und der erste Wechsel der Partie deutet sich an. Son kommt für Richarlison.
65. Minute: Diallo ist der Einzige, der beim United Tempo in die Aktionen bekommt. Das reicht einfach nicht, um die Spurs in Verlegenheit zu bringen
62. Minute: Mal eine Umschalt-Situation für die Spurs, die aber verpufft, obwohl Johnson gefoult wurde. Das muss Zwayer sehen. So richtig kommt Tottenham aber nicht mehr hinten raus.
58. Minute: Erste Riesenchance für United! Ein Freistoß von Fernandes kommt zu Yoro der allerdings am herausstürmenden Vicario scheitert.
53. Minute: Die Spurs haben kaum Probleme, die Angriffe von United zu verteidigen. So langsam müsste Amorim mal frischen Wind reinbringen. Garnacho sitzt unter anderem auf der Bank.
49. Minute: Nächste Gelbe Karte im Spiel. Dieses Mal trifft es van de Ven. Der fällige Freistoß wird aber mal wieder nicht gefährlich.
48. Minute: Mal ein ungefährlicher Kopfball von Höjlund. Der Stürmer ist auch noch überhaupt nicht im Spiel, bekommt aber auch keine Bälle.
46. Minute: Weiter gehts. Kommt United noch einmal zurück?
Halbzeit: Die Spurs-Fans feiern, die Manchester-Fans können es nicht glauben. Durch ein Eigentor von Shaw ging Tottenham kurz vor der Halbzeit in Führung. Ansonsten haben wir eine sehr ereignisarme erste Halbzeit gesehen. So richtig verdient hatte keine Mannschaft ein Tor. Von United muss vor allem offensiv mehr kommen. Bis gleich!
45. Minute: Es gibt zwei Minuten Nachspielzeit.
42. Minute: Und plötzlich führen die Spurs aus dem Nichts! Tolle Flanke von Udogie, Johnson geht in den Ball rein, trifft ihn zwar nicht richtig, doch Shaw bugsiert den Ball ins Tor. 1:0 Tottenham.
38. Minute: Bruno Fernandes fällt heute vor allem mit meckern auf und kann noch nicht viel zum Spiel beitragen. Da muss mehr kommen.
35. Minute: Diallo bekommt nach einem klaren Trikot-Zupfer die erste Gelbe Karte des Spiels. Der fällige Freistoß verpufft allerdings.
33. Minute: Bissouma bleibt nach einem Pferdekuss kurz liegen. Der Spurs-Star kann aber wohl weitermachen.
28. Minute: Dorgu klärt den Ball unnötigerweise ins Toraus. Dadurch gibt es Ecke für die Spurs. Doch so richtig gefährlich werden die Standards noch nicht.
23. Minute: Die langen Freistoß-Varianten auf Maguire sind auf jeden Fall einstudiert, können bisher aber von der Spurs-Defensive gut verteidigt werden.
21. Minute: Die Partie flacht etwas ab, aber beide Mannschaften spielen weiterhin sehr körperbetont. Man merkt, dass die Teams sich kennen und nicht gerade schätzen.
16. Minute: Jetzt mal wieder eine Ecke für United. Fernandes findet Maguire, weil Vicario den Ball nicht klären kann. Danach geht der Ball zu Diallo, der aus spitzem Winkel knapp verpasst.
13. Minute: Nach einem guten Start wird die Defensive von Manchester immer nervöser. Eine Flanke nach der anderen fliegt in den Strafraum der Red Devils.
11. Minute: Erste gute Chance für die Spurs! Maguire bringt Shaw in Bedrängnis, Johnson schnappt sich die Kugel und zwingt Onana aus spitzem Winkel zu einer ersten guten Tat.
9. Minute: Onana verschätzt sich bei einer Flanke von Porro. Mazraoui klärt zur Ecke für die Spurs. Dieses Mal klärt der Keeper relativ souverän.
8. Minute: Beide Mannschaften warten nicht ab. Man merkt ihnen aber an, dass sie keine gute Saison spielen. Sehr nervöser und intensiver Beginn.
5. Minute: Jetzt hat United die erste gute Freistoß-Situation nach einem Foul an Höjlund. Shaw schlägt den Ball lang auf Maguire und schon brennt es im Strafraum. Ecke. Die bringt aber nichts ein.
3. Minute: Erste (unberechtigte?) Ecke für die Spurs. Porro schlägt den Ball rein, Zwayer unterbricht aber sofort. Stürmerfoul.
1. Minute: Anpfiff! Tottenham stößt an.
Update, 20.55 Uhr: In wenigen Minuten geht es los. Die Stimmung in Bilbao ist fantastisch. Hoffen wir auf ein tolles Spiel und auf eine gute Leistung von Schiedsrichter Felix Zwayer und seinen Assistenten.
Update, 20.45 Uhr: In Frankfurt und Gelsenkirchen werden heute sicher die Daumen für Manchester United gedrückt. Denn mit Rasmus Höjlund, der Bruder von Schalke-Star Emil Höjlund und Eintracht-Star Oscar Höjlund, greift heute nach seinem ersten großen europäischen Titel.
Update, 20.30 Uhr: „Wenn man den Kader sieht, muss Manchester United um die Champions-League-Plätze spielen“, sagt auch Lothar Matthäus. Wenn man heute einen Favoriten benennen will, dann ist es wohl die Mannschaft von Ruben Amorim.
Update, 20.20 Uhr: Natürlich ist Bilbao fest in englischer Hand. Wie man es von den Fans kennt, wird hier schon seit Tagen gefeiert. Da sind auch die Premier-League-Platzierungen von beiden Mannschaften egal.
Update, 20.05 Uhr: Die Aufstellungen sind da! Und auf beiden Seiten gibt es dicke Überraschungen. Unter anderem stehen die Ex-Bundesliga-Stars Son und de Ligt nicht von Anfang an auf dem Platz.
Aufstellung Tottenham: Vicario - Udogie, Romero, van de Ven, Pedro Porro - Bentancur, Bissouma, Sarr - Richarlison, Solanke, Johnson
Aufstellung Manchester United: Onana - Shaw, Maguire, Yoro - Dorgu, Fernandes, Casemiro, Mazraoui - Mount, Höjlund, Diallo
Erstmeldung: Bilbao – Als die Europa League noch UEFA-Cup hieß, verspottete Franz Beckenbauer den Wettbewerb einst als „Cup der Verlierer“. Schaut man sich die Finalpaarung in diesem Jahr an, dann passt die Bezeichnung ziemlich gut. Tottenham Hotspur trifft auf Manchester United, der Tabellen-17. der Premier League auf den Tabellen-16. Für beide Clubs ist das Endspiel in Bilbao die letzte Chance, eine völlig verkorkste Saison versöhnlich abzuschließen.
Zumal der Europa-League-Titel auch gleichbedeutend mit der Qualifikation für die Champions League ist. „Es ist sehr wichtig für uns, ein Riesending, und wir wollen unseren Fans unbedingt den Titel schenken“, sagte Man-United-Coach Ruben Amorim auf der Vereinswebsite des Europa-League-Gewinners von 2017. „Ich habe gemischte Gefühle. Ich freue mich sehr, aber gleichzeitig bin ich mir meiner Verantwortung als Manchester-United-Trainer bewusst.“
Für den Portugiesen, der sein Amt im November 2024 übernommen hatte, verlief die erste Saison in Manchester nämlich desaströs. Amorim hatte den schlechtesten Start eines United-Trainers seit über 100 Jahren zu verantworten. Teile der Fans verloren die Geduld mit ihm. „Der Frust über die Saison ist immer noch da“, gab der Coach zu, „deshalb will ich umso mehr mit dem Team das Finale gewinnen.“
Während man Amorim bei Man United noch zugutehalten kann, dass er die Mannschaft erst ein paar Monate nach Saisonbeginn übernommen hat, ist der Kredit von Coach Ange Postecoglou bei den Tottenham-Fans nach fast zwei Jahren aufgebraucht. Der Australier, der gern betont, bei seinen bisherigen Clubs in der zweiten Saison immer etwas gewonnen zu haben, könnte seinen Job vermutlich nur noch damit retten.
Allerdings scheiterten schon Trophäensammler wie José Mourinho oder Antonio Conte daran, mit den Spurs Silberware holen zu wollen. Der Club wird auf der Insel als chronisch titellos belächelt. Den letzten großen Erfolg gab es 1991 im FA Cup. Selbst der Gewinn des unbedeutenden Ligapokals ist 17 Jahre her. Einen Triumph in der Europa League würde man in Tottenham wie die Meisterschaft feiern.
Wenn man sagt, dass sie ihren Ansprüchen nicht gerecht wurden, ist das milde ausgedrückt. 39 respektive 38 Punkte nach 37 Spieltagen kommen einer Blamage gleich, auch wenn beide viel Verletzungspech hatten. Man United hat 18 Partien verloren, die Spurs sogar 21. Dass die beiden Tabellennachbarn niemals ernsthaft in Abstiegsgefahr gerieten, liegt allein daran, dass die drei Aufsteiger – jetzt allesamt Absteiger – nicht konkurrenzfähig waren.
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Ein Deutscher wird übrigens auch auf jeden Fall dabei sein. Felix Zwayer darf sich auf einen Einsatz an der Pfeife freuen. In einem Duell, was sehr hitzig werden könnte, muss er die nötige Ruhe reinbringen.
Manchester United wird im San-Mamés-Stadion von Bilbao wegen der eigenen Historie leicht favorisiert. Die Bilanz in der laufenden Saison spricht hingegen eher für Tottenham. Die Londoner gewannen beide Premier-League-Duelle (1:0, 3:0) und schmissen United aus dem Ligapokal (4:3). Alles scheint möglich. (dpa/DaHee)
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