FCB-Boss stichelt

Bayern-Patron Uli Hoeneß schmiedet Plan gegen Lothar Matthäus

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Uli Hoeneß verfolgt einen genauen Plan, wie er den FC Bayern wieder zur Ruhe bringt. Einer davon betrifft den Umgang mit Kritiker Lothar Matthäus.

München – Beim FC Bayern weht seit einigen Tagen ein frischer, alter Wind. Nach dem turbulenten Saisonfinale, das in den Entlassungen von Oliver Kahn und Hasan Salihamidzic seinen Höhepunkt fand, soll wieder Ruhe an die Säbener Straße einkehren. Dafür will Vereinspatron Uli Hoeneß, gemeinsam mit seinem langjährigen Partner Karl-Heinz Rummenigge, höchstpersönlich Sorge tragen. Damit dies gelingt, hat Hoeneß sogar einen Plan gegen Bayerns Dauerkritiker Lothar Matthäus geschmiedet.

Uli Hoeneß
Geboren:5. Januar 1952 (Alter 71 Jahre), Ulm
Aktuelle Funktionen:Ehrenpräsident und Aufsichtsratsmitglied des FC Bayern

Uli Hoeneß von Matthäus‘ angezettelten Diskussionen beim FC Bayern genervt

„Der Verein hat sich befriedet, es ist total ruhig“, sagte Hoeneß am Sonntag am Rande eines Benefizspiels in Weissach am Tegernsee dem TV-Sender Sky. Der 71-Jährige ist nach eigenen Angaben auch voll in die Kaderplanung für die kommende Saison involviert. „Wir setzen uns einmal die Woche zusammen mit dem großen Kreis, der alle Dinge bespricht“, verriet Hoeneß. 

„Bis jetzt läuft es sehr, sehr gut, es wird nicht so viel in der Zeitung geschrieben. Die Dinge, die wir machen, werden nicht in der Öffentlichkeit diskutiert, sondern im kleinen Kreis und das tut der Sache gut“, sagte Hoeneß, der wie auch der langjährige Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge den Verein als Aufsichtsratsmitglied bei Transfers berät. Es habe ihn genervt, dass in der Vergangenheit zu viel diskutiert und herausgegeben wurde, sogar von einem Maulwurf beim FC Bayern war die Rede. Hoeneß macht dafür offenbar hauptsächlich Ex-Bayern-Profi und Sky-Experte Lothar Matthäus verantwortlich.

Uli Hoeneß will Lothar Matthäus „die Kanäle abschneiden“

„Ja, auch eure Leute wie Lothar werden in den nächsten Monaten weniger Informationen kriegen, weil wir ihm die Kanäle etwas abschneiden werden“, enthüllte Hoeneß seinen Plan, wieder für mehr Ruhe in der Öffentlichkeit rund um den FC Bayern zu sorgen. Eine klare Spitze gegen Lothar Matthäus, der sich in den letzten Jahren als Chefkritiker des Klubs medial einen Namen gemacht hat.

Uli Hoeneß schmiedet einen Plan gegen Lothar Matthäus.

Der 62-Jährige hatte Hoeneß für die vielen Fehler seiner Nachfolger Kahn und Salihamidzic kritisiert. Zudem lieferte sich Matthäus eine Dauer-Fehde mit den Ex-Bossen und sprach dem Klub das „Mia san mia“ ab. Zuletzt stellte Matthäus einige Nationalspieler beim FC Bayern infrage.

Bayern-Patron Uli Hoeneß schmiedet Plan gegen Lothar Matthäus

Störfeuer, die gar nicht nach dem Geschmack von Hoeneß sind, der seinen Klub immer vehement verteidigt. Wie Hoeneß Matthäus‘ Kanäle abschneiden will, erklärte der 71-Jährige allerdings nicht.

Diese Aufgabe dürfte alles andere als leicht werden, denn der Rekordnationalspieler gilt rund um den FC Bayern als bestens vernetzt und spricht immer wieder von seinen „Quellen“. Einen mindestens genauso wichtigen Job hat Hoeneß in der Besetzung des neuen Sportvorstandes als Nachfolger von Salihamidzic.

Uli Hoeneß lässt sich bei der Suche nach neuem Bayern-Sportvorstand nicht treiben

„Wir sind im Zeitplan und haben ein paar Ideen, aber die lassen sich nicht von heute auf morgen realisieren. Karl-Heinz und ich haben versprochen, dass wir so lange helfen bis wir die Positionen, die zu besetzen sind, besetzt haben“, kündigte Hoeneß an. Eine Spur führt an den Tegernsee, zu dem Kandidat Max Eberl eine Verbindung hat. (ck)

Rubriklistenbild: © CEPix/Revierfoto/Imago

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