Klassenbuch

Eintracht-Spieler nach Remis gegen BVB in der Einzelkritik: Hugo macht Spaß

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Zwei überzeugen, einer fällt ab: Omar Marmoush, Fares Chaibi und Eric Dina Ebimbe (von links).
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    Daniel Schmitt
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Der junge Schwede liefert beim 3:3 gegen Dortmund eine runde Leistung ab, fast schon gewohnheitsmäßig. Vorne überzeugt ein Duo. Das Klassenbuch zum Eintracht-Team.

Tadellos

Omar Marmoush: Nie zu fassen da vorne, kaum zu bremsen. Unruhestifter erster Güte. Durfte dieses Mal wieder vom Punkt antreten, nachdem ihm zuletzt Ngankam und Ebimbe die Kugel weggeschnappt hatten. Verwandelte sicher (8.), staubte danach auch noch zum 2:0 ab (24.). Pech bei einem Pfostenschuss. Und: Hätte noch einen klaren Strafstoß zugesprochen bekommen müssen. Rätselhafte Schiri-Entscheidung. Wird zum Torschützen vom Dienst, steht jetzt schon bei acht Pflichtspieltreffern. Nicht schlecht.

Fares Chaibi: Die Spielfreude in Person. Immer mit einer guten Idee, einem klugen Pass. Spielte den Dortmundern anfangs Knoten in die Beine, brach immer wieder über rechts durch, bereitete viele brandgefährliche Situationen vor. Und belohnte sich mit dem Treffer zum 3:2. Tadellos.

Hugo Larsson: Unermüdlich und unbekümmert. Der Junge macht richtig Spaß, kurbelte das Spiel immer wieder an, tauchte auch vor dem Strafstoß vor dem 1:0 in der Box auf und scheiterte knapp an Kobel. Leitete das 2:0 mit einem konsequenten Lauf durchs Mittelfeld und einem klasse Zuspiel auf Buta ein. Runde Sache.

Gut dabei

Ansgar Knauff: Mit einem beherzten Auftritt, holte den Handelfmeter heraus. Hat wieder viel mehr Power in den Füßen als noch vor einigen Wochen. Mit einer resoluten Grätsche gegen Hummels, feierte das knackige Einsteigen selbst mit der Becker-Faust. Hatte auch vor dem 3:2 wieder die Füße im Spiel, leitete den Treffer ein.

Aurelio Buta: Auch er schob immer wieder über die rechte Seite an, tauchte im Rücken des überforderten Bensebaini auf. Auch vor dem 2:0, da scheiterte er gleich zweimal an Kobel, ehe Marmoush vollendete. Baute dann aber ab, unglückliche Kopfballabwehr vor dem 2:2.

Robin Koch: Hatte seinen Laden im Griff, bekam immer noch mal einen Fuß dazwischen. Resoluter Zweikämpfer.

Ellyes Skhiri: Der Marathonläufer kommt langsam in Fahrt, klaut viele Bälle und liefert sie ab, taucht auch immer wieder mal in des Gegners Strafraum auf. Klasse, weil scharfes Zuspiel auf Chaibi vor dem 3:2.

Ganz okay

Kevin Trapp: Hatte nicht viel zu tun, weil die Dortmunder entweder unpräzise abschlossen (Malen, Özcan, Reus) oder unhaltbar vollendeten (Sabitzer, Moukoko, Brandt). Ließ sich mal kurzfristig am immer noch zwickenden Rücken behandeln. Ging dann aber weiter.

Willian Pacho: Ordentliches Spiel, aber nicht überragend wie in den Wochen zuvor.

Philipp Max: Schlief einmal recht früh, da hätte es beinahe geklingelt im Kasten, doch Malen verzog (3.). Steigerte sich aber, biss sich rein und lieferte solide ab.

So lala

Tuta: Spielte immer mal wieder kluge Bälle hinter die Kette, das machte er gut. Hinten aber nicht sattelfest. Auch vor dem 3:3 nicht auf der Höhe.

Schwächelnd

Eric Dina Ebimbe : Vogelwilder Auftritt nach seiner Einwechslung, fehlerbehaftet und schlampig. Ließ sich vor dem 3:3 von Adeyemi überlaufen. Zum Schluss trotz Kurzeinsatz völlig ausgepumpt. Seltsam.

Zu spät gekommen

Mario Götze, Niels Nkounkou, Jens Petter Hauge. dur/dani

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