Vor CL-Viertelfinale

„Ich hoffe, Sané beißt City nicht in den A****“: England-Legende Rösler spricht über Bayern-Kracher

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Am Dienstag empfängt Manchester City den FC Bayern im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League. In der tz spricht City-Legende Uwe Rösler über die Duelle.

Manchester - In Manchester ist Uwe Rösler (54) noch immer eine Legende. Als erster Deutscher bei Man City seit Bert Trautmann hat er Pionierarbeit auf der Insel geleistet. Aktuell coacht Rösler Aarhus GF in Dänemark, am Dienstagabend aber schaltet er freilich den Fernseher ein. Über das Viertelfinal-Duell in der Champions League der Citizens gegen den FC Bayern spricht Rösler im tz-Interview.

Herr Rösler, zwischen 1994 und 1998 haben Sie für Manchester City in der Premier League und First Division gespielt. Nun ist der Verein einer der besten Vereine in Europa. Was ist der größte Unterschied zu damals?
Rösler: Die Besitzverhältnisse haben sich brutal geändert - erst mit dem ehemaligen Premierminister Thailands Thaksin Shinawatra, dann mit Scheich Mansour. Die Infrastruktur und die Spieler-Kaliber kann man auch nicht mit der Zeit Anfang bzw. Mitte der 90er-Jahre vergleichen. Manchester City war damals ein englischer Verein, der eigentlich kontinuierlich in der 1. Liga war. Manchester City hat sich von einem lokalen Arbeiterverein zu einem globalen Verein entwickelt.

Kümmert sich der Klub noch um Legenden wie Sie?
Rösler: Natürlich. Der Verein hat sich immer bestens um mich gekümmert - als ich dort war und als ich krank war. Der Klub hat sich auch um meinen Sohn Colin gekümmert, der neun Jahre in der Akademie gespielt hat. Selbst während der Corona-Pandemie ist der Kontakt nie abgerissen. Ich wurde jetzt auch zum Spiel gegen Bayern eingeladen. Aber ich konnte nicht zusagen, da ich mit Aarhus in der Meisterrunde in Dänemark spiele. Mein Job hat es im Moment nicht zugelassen.

Steht bei Aarhus GF in Dänemark unter Vertrag: Trainer und ManCity-Legende Uwe Rösler.

Uwe Rösler: „Manchester City hat bewiesen, dass man mit viel Geld auch viel richtig machen kann“

Die Verantwortlichen des FC Bayern sticheln gerne gegen Investoren-gestützte Klubs wie Manchester City. Vor allem Uli Hoeneß teilt gerne aus. Was entgegnen Sie dem?
Rösler: Ganz ehrlich: Das interessiert mich wenig. Manchester City hat bewiesen, dass man mit viel Geld auch viel richtig machen kann. Der Verein hat die finanzielle Power durch Scheich Mansour ja nicht nur in die Mannschaft gesteckt, sondern auch in die Infrastruktur. Was viele nicht wissen: Der ganze Osten der Stadt war chemisch verseuchtes Land. Mit dem Investoren-Geld wurde alles entfernt, es wurden Wohnungs- und Arbeitsplätze geschaffen. Die neuen Besitzer haben unheimlich viel für unseren Verein und die Stadt gemacht.

Warum konnte Manchester City trotz der großen Investitionen noch nicht die Champions League gewinnen?
Rösler: Das ist ja keine Liga, wo sich über die gesamte Dauer die Klasse durchsetzt. Die Champions League ist ein Turnier mit K.o.-System. Da kommt es auf Nuancen: Wer ist im März, April, Mai in Topform? Welches Team hat all seine wichtigen Spieler fit? Wer hat ein gutes Momentum? In der Weltspitze spielen all diese Fragen eine wichtige Rolle. Manchester City bemüht sich sehr stark, dass alles passt. Sie haben grundsätzlich alles, was es braucht, einen sehr guten Kader und einen ausgezeichneten Trainer.

Uwe Rösler: „Dieses Jahr ist der Champions-League-Triumph zwar machbar, aber natürlich schwierig“

Warum klappt es diese Saison mit dem Henkelpott?
Rösler: Wir waren ja schon nahe dran. In den entscheidenden Halbfinalspielen und im Finale haben wir es aber nicht hinbekommen, unser Top-Potenzial abzurufen. Allerdings: Je öfter man in so einer Situation ist, desto mehr Erfahrung bekommt man und desto größer wird die Chance, dass es mit dem Titel klappt. Dieses Jahr ist der Champions-League-Triumph zwar machbar, aber natürlich schwierig. Der FC Bayern hat eine Klasse-Mannschaft, die auch die Champions League gewinnen kann. Es werden zwei Spiele komplett auf Augenhöhe. Wenn Manchester City es hinbekommt, Bayern auszuschalten, dann ist die Chance auf den Titel groß.

2021 scheiterte ManCity als großer Favorit im Finale an Chelsea. Der Trainer der Londoner war damals der neue Bayern-Coach Thomas Tuchel. Ein böses Omen fürs Viertelfinale?
Rösler: Thomas Tuchel ist ein hervorragender Trainer. Was er in kurzer Zeit bei Chelsea geleistet hat, war Elite-Coaching auf ganz hohem Niveau. Seine Kenntnisse vom englischen Fußball und Manchester City gepaart mit der Qualität, die er im Kader hat, tun dem FC Bayern gut. Es werden ganz enge Spiele. Hoffentlich mit dem besseren Ende für Manchester City.

Champions-League-Sieger seit 1992/93 – bekommen Sie noch alle zusammen?

Champions-League-Sieger der Saison 1992/93: Olympique Marseille. Der deutsche Rudi Völler konnte als einer der ersten Spieler den „neuen“ Pokal in die Höhe recken. 1992 hieß der Wettbewerb zum ersten Mal „Champions League“.
Champions-League-Sieger der Saison 1992/93: Olympique Marseille. Der deutsche Rudi Völler konnte als einer der ersten Spieler den „neuen“ Pokal in die Höhe recken. 1992 hieß der Wettbewerb zum ersten Mal „Champions League“. © imago sportfotodienst
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Champions-League-Sieger der Saison 1993/94: AC Mailand. Mit einem 4:0 gegen den FC Barcelona setzte sich das Team von Fabio Capello (mit Anzug) durch. Daniele Massaro (rechts) traf sogar doppelt. Für Paolo Maldini (links) sollte es nicht der letzte Titel gewesen sein.  © imago sportfotodienst
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Champions-League-Sieger der Saison 1994/95: Ajax Amsterdam gewinnt im Ernst-Happel-Stadion mit 1:0 gegen Vorjahressieger AC Mailand. Torschütze: Patrick Kluivert.  © imago sportfotodienst
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Champions-League-Sieger der Saison 1995/96: Juventus Turin gewinnt im Elfmeterschießen gegen Titelverteidiger Ajax Amsterdam. Hier links ist Fabrizio Ravanelli, der in der regulären Spielzeit zum 1:0 traf, später glich Jari Litmanen aus.  © imago sportfotodienst
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Champions-League-Sieger der Saison 1996/97: Borussia Dortmund. Die Dortmunder gewinnen im Olympiastadion München mit 3:1, wieder hat der Titelverteidiger das Nachsehen, in dem Fall Juventus Turin. Legendär: das Lupfer-Tor von Lars Ricken.  © imago sportfotodienst
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Champions-League-Sieger der Saison 1997/98: Wieder jubelt ein Deutscher, dieses Mal Jupp Heynckes, als Trainer von Real Madrid. Die Königlichen holen durch ein 1:0 gegen Juventus Turin ihren ersten Titel der Champions League.  © imago sportfotodienst
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Champions-League-Sieger der Saison 1998/99: Manchester United. Die schmerzhaftesten drei Minuten der Fußballgeschichte des FC Bayern. Mitten drin: Teddy Sheringham, der für Tränen auf den deutschen Wangen sorgte. 2:1 gewannen die Red Devils.  © Phil Noble via www.imago-images.de
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Champions-League-Sieger der Saison 1999/00: Real Madrid. Fernando Morientes, Steve Mcmanaman und Raul sorgen für ein souveränes 3:0 gegen Valencia CF. Die niedergeschlagenen Gegner durften ihr Glück ein Jahr später gleich nochmal probieren ... © imago sportfotodienst via www.imago-images.de
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... und verloren gegen den Champions-League-Sieger der Saison 2000/01: FC Bayern München. Unvergessen die Stimme von Marcel Reif. „Kahn, die Bayern!“ - der Titan war im Elfmeterschießen der Held. Der erste Titel des FCB.  © imago sportfotodienst
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Champions-League-Sieger der Saison 2001/2002: Real Madrid gewinnt im Finale gegen Bayer Leverkusen. Ein Tor wie ein Gemälde erzielte Zinedine Zidane, der nicht nur als Spieler die Champions League gewann.  © imago sportfotodienst
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Champions-League-Sieger der Saison 2002/2003: AC Mailand. Hier im Bild: Andrij Shevchenko verwandelt den entscheidenden Elfmeter gegen Gianluigi Buffon. Juventus Turin abermals im Finale unterlegen. Für den AC Mailand der zweite Erfolg seit 93/94. © imago sportfotodienst
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Champions-League-Sieger der Saison 2003/04: FC Porto und die Geburtstunde von Jose Mourinho. Hier im Bild die portugiesische Legende Deco, die später mit dem FC Barcelona einige Erfolge feiern konnte. Im Finale in Gelsenkirchen besiegte Porto AS Monaco.  © imago sportfotodienst
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Champions-League-Sieger der Saison 2004/2005: FC Liverpool. Die Briten gewinnen das bis dato verrückteste Finale und holen einen 0:3-Rückstand gegen AC Mailand auf. Im Elfmeterschießen tanzt sich Jerzy Dudek zur Vereinslegende (hier auf dem Bild über dem Pokal mit Torwarthandschuhen) © imago sportfotodienst via www.imago-images.de
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Champions-League-Sieger der Saison 2005/2006: FC Barcelona. Im Finale gegen Arsene Wengers Arsenal London gewinnen die Katalenen mit 2:1. Jens Lehmann sieht früh die Rote Karte. Die Führung durch Sol Campbell kann Barca durch Eto‘o und Belletti drehen.  © imago / Migueles Sportsfoto
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Champions-League-Sieger der Saison 2006/2007: AC Mailand. Der doppelte Pippo Inzaghi sorgt für den Erfolg gegen FC Liverpool. Die Rache nach der Blamage 2005. Dirk Kuyts Anschlusstreffer kommt in der 89. Minute zu spät.  © imago sportfotodienst
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Champions-League-Sieger der Saison 2007/08: Manchester United. Im Elfmeterschießen rutscht Chelseas John Terry aus, Michael Ballack wird mal wieder Zweiter. Den entscheidenden Elfmeter hält van der Sar gegen Anelka und die Red Devils jubeln.  © Martin Rickett / imago
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Champions-League-Sieger der Saison 2008/2009: FC Barcelona. Hier im Bild Thierry Henry, Pep Guardiola mit Haaren und ein unschuldig wirkender Lionel Messi. 2:0 gegen Titelverteidiger Manchester United.  © imago sportfotodienst via www.imago-images.de
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Champions-League-Sieger der Saison 2009/2010: Inter Mailand. Der Herr mit dem Pokal auf dem Kopf ist Javier Zanetti. Der Kapitän durfte sich den neuen Hut nach einem Sieg gegen den FC Bayern München aufsetzen. Diego Milito traf zweimal, Jose Mourinho feiert seinen zweiten CL-Titel.  © imago sportfotodienst
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Champions-League-Sieger der Saison 2010/2011: FC Barcelona. Wie schon 2009 gewinnt Barca gegen Manchester United. Dieses Mal mit 3:1. Pedro, David Villa und Lionel Messi trafen, zwischenzeitlich glich Wayne Rooney aus.  © imago sportfotodienst
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Champions-League-Sieger der Saison 2011/2012: FC Chelsea. Finale Dahoam geht schief. Der über 90 Minuten überlegene FC Bayern bekommt spät den Ausgleich und ist vom Punkt einfach schlechter. Sowohl in der Verlängerung (Arjen Robben) als auch im Elfmeterschießen (Olic, Schweinsteiger) versagen die Nerven. Doch die Trauer war nur von kurzer Zeit, denn ... © imago sportfotodienst
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... der Champions-League-Sieger 2012/2013 hieß FC Bayern München. Die Geister des vergangenen Jahres wurden ausgetrieben. Die Münchner feierten ihr Triple und Arjen Robben oder Bastian Schweinsteiger rehabilitierten sich mit dem 2:1-Triumph über Borussia Dortmund im Wembley.  © Elmar Kremser/SVEN SIMON via www.imago-images.de
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Champions-League-Sieger der Saison 2013/14: Real Madrid. Im Stadtderby gegen Atletico Madrid gewannen die Königlichen 4:1 nach Verlängerung. Das Tor zum 4:1 bedeutete Cristiano Ronaldo so viel, dass er sogar noch sein Trikot auszog.  © imago sportfotodienst via www.imago-images.de
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Champions-League-Sieger der Saison 2014/2015: FC Barcelona. Im Berliner Olympiastadion krönen sich die Katalanen ein weiteres Mal. Marc-Andre ter Stegen sorgt für die deutsche Note (vorne liegend). Beim 3:1 gegen Juventus waren Ivan Rakitic, Luis Suarez und Neymar erfolgreich, Alvaro Morata glich zwischenzeitlich aus.  © imago sportfotodienst
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Champions-League-Sieger der Saison 2015/2016: Real Madrid. Wieder Stadtderby gegen Atletico, wieder heißt der Sieger Real. Dieses Mal aber „erst“ nach dem Elfmeterschießen. Real begann, traf alles, dann schoss Juanfran an den Pfosten, ehe Cristiano Ronaldo den Deckel drauf machte.  © Kieran Mcmanus/BPI/Shutterstock via www.imago-images.de
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Champions-League-Sieger der Saison 2016/2017: Real Madrid. Im walisischen Cardiff muss Juventus Turin dran glauben. 4:1 werden die Italienier vermöbelt, wobei Mario Mandzukic für die Alte Dame ein Traumtor erzielt. Der Ausgleich nach der Ronaldo-Führung war nicht genug, es legten Casemiro, wieder Ronaldo und Asensio nach.  © Raddad Jebarah / Imago
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Champions-League-Sieger der Saison 2017/2018: Real Madrid zum dritten Mal in Folge. Im Spiel gegen Liverpool verletzt sich erst Mo Salah nach einem Foul von Sergio Ramos früh, dann hat Loris Karius Kopfschmerzen und patzt gegen Karim Benzema. Zweimal Gareth Bale (darunter ein Fallrückzieher) war dann zu viel für Klopps Liverpool, die in Person von Sadio Mané sogar den Ausgleich schossen. Doch es dauerte nicht lange, bis Liverpool jubeln konnte ... © IMAGO/Matt West/BPI/Shutterstock
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... als Champions-League-Sieger der Saison 2018/2019: FC Liverpool. Klopp bringt den Pokal nach 2005 wieder in die Stadt. Salah und Origi sorgen für das 2:0 gegen die Tottenham Hotspurs. .jpg © IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON
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Champions-League-Sieger der Saison 2019/2020: FC Bayern München. In einem leeren Stadion in Lissabon waren die Münchner unter Hansi Flick wieder erfolgreich. Kingsley Coman köpfte das entscheidende Tor gegen Paris Saint-Germain und füllte damit die Leopoldstraße in München in der warmen Augustnacht.  © Peter Schatz / Imago
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Champions-League-Sieger der Saison 2020/2021: FC Chelsea. Thomas Tuchel schlägt im Finale Pep Guardiolas Manchester City. Torschütze: Kai Havertz. Ein deutscher Erfolgsabend, bei dem auch Antonio Rüdiger und Timo Werner jubelten, aber dabei auch ihren DFB-Teamkameraden Ilkay Gündogan trösten mussten.  © Adam Davy via www.imago-images.de
FC Liverpool - Real Madrid
Champions-League-Sieger der Saison 2021/2022: Real Madrid. Wieder gewinnen die Königlichen. In einem völlig irren Spiel gegen Liverpool ist vor allem Torwart Thibeaut Courtois der Held der Madrilenen, der mehrere Großchancen hielt. Das goldene Tor des Tages schoss Vinicius Jr. Toni Kroos ist zum fünften Mal CL-Sieger.  © Frank Augstein / dpa / Picture Alliance
Champions-League-Sieger der Saison 2022/23: Manchester City. Unter der Leitung von Guardiola holte Manchester City den ersten CL-Titel in der Vereinsgeschichte. Dank eines Treffers von Mittelfeldspieler Rodri wurde Inter Mailand mit 1:0 bezwungen. Kapitän bei den „Skyblues“: DFB-Star Ilkay Gündogan.
Champions-League-Sieger der Saison 2022/23: Manchester City. Unter der Leitung von Guardiola holte Manchester City den ersten CL-Titel in der Vereinsgeschichte. Dank eines Treffers von Mittelfeldspieler Rodri wurde Inter Mailand mit 1:0 bezwungen. Kapitän bei den „Skyblues“: DFB-Star Ilkay Gündogan. © ANP / Imago Images
Champions-League-Sieger der Saison 2023/24: Real Madrid. Am Ende der Saison 23/24 durfte mal wieder Real jubeln. Nachdem der CL-Rekordsieger im Halbfinale noch den FC Bayern ausschaltete, war im Endspiel der BVB fällig. Dani Carvajal und Vinivius Jr. erzielten die Treffer beim 2:0-Erfolg.
Am Ende der Saison 23/24 durfte mal wieder Real Madrid jubeln. Nachdem der CL-Rekordsieger im Halbfinale noch den FC Bayern ausschaltete, war im Endspiel der BVB fällig. Dani Carvajal und Vinivius Jr. erzielten die Treffer beim 2:0-Erfolg. © Pressinphoto / Imago Images
Das Ende einer langen Reise: Seit dem Einstieg des katarischen Staatsfonds war der Gewinn der Königsklasse als Ziel ausgerufen worden. Im Finale von München unterstrichen sie diese Ambition eindrücklich und besiegten Inter Mailand mit 5:0.
Champions-League-Sieger der Saison 2023/24: Paris St.-Germain. Das Ende einer langen Reise: Seit dem Einstieg des katarischen Staatsfonds war der Gewinn der Königsklasse als Ziel ausgerufen worden. Im Finale von München unterstrichen sie diese Ambition eindrücklich und besiegten Inter Mailand mit 5:0. © IMAGO/Gonzales Photo/Tommaso Fimiano

„Pep Guardiola ist ein Geschenk für unseren Verein“

Pep Guardiola wird oft vorgeworfen, dass er sich in den großen Spielen verzockt. Wie bewerten Sie seine Leistung als ManCity-Trainer?
Rösler: Er ist ein Top-Coach. In fünf Jahren in England ist er mit Manchester City viermal Meister geworden. In einer Liga, in der drei bis vier Mannschaften das Zeug zum Titel haben. Das ist eine Top-Leistung. Ich bewerte seine Leistung als Trainer-Kollege: Die Champions League zu gewinnen, ist nicht so einfach. Da muss vieles stimmen. Fakt ist: Pep Guardiola ist ein Geschenk für unseren Verein.

Top-Torjäger Erling Haaland ebenso. Er ist wieder fit. Wie kann Bayern ihn stoppen?
Rösler: Im Strafraum und im Konterspiel ist er unglaublich stark. Auch seine Bewegungen und sein Kopfball werden besser. Aber City ist ja nicht nur Haaland. Man muss seinen Lieferdienst stoppen. Man muss die Vorlagen von Kevin de Bruyne, Jack Grealish, Riyad Mahrez oder Bernardo Silva unterbinden. Aber bei City bekommt man als Stürmer immer Chancen.

Man muss den Lieferdienst auf Haaland stoppen!

Uwe Rösler

„Ich hoffe, dass Leroy Sané nicht zurückkommt und uns in den Arsch beißt“

Auf welchen Bayern-Star muss City besonders aufpassen?
Rösler: Ich hoffe, dass Leroy Sané nicht zurückkommt und uns in den Arsch beißt (lacht). Spieler, die gegen ihren Ex-Verein spielen, sind meistens extra motiviert. Er hat außergewöhnliche Fähigkeiten, das hat er bei Manchester City bewiesen. Er wurde damals zum besten Newcomer der Premier League gewählt. Er hat gezeigt, was er für Qualitäten hat. Ich gehe davon aus, dass City viel Ballbesitz haben wird. Sané kann dann mit seiner Konterstärke zu einem Schlüsselspieler für die Bayern werden.

Der Vertrag von Ilkay Gündogan läuft im Sommer aus. Sollte Manchester City mit ihm verlängern?
Rösler: Klar, das würde ich auf jeden Fall machen. Aber die Frage ist, ob er verlängern will. Er ist ein Klasse-Spieler. Wenn man Kapitän einer solchen Mannschaft mit einem solchen Trainer ist, dann sagt das viel über seinen Stellenwert aus. Er ist auch bei den Fans sehr beliebt.

Leroy Sané wechselte 2020 von Manchester City zum FC Bayern

Uwe Rösler ist inzwischen Trainer in Dänemark

Wie geht es Ihnen aktuell als Trainer von Aarhus?
Rösler: Uns geht’s gut. Letztes Jahr wäre der Verein fast abgestiegen. Ich bin im Sommer gekommen und uns ist es in dieser Saison gelungen, uns für die Meisterrunde zu qualifizieren. Das ist ein sehr guter Fortschritt. Mir macht der Job Spaß, wir entwickeln uns weiter. Wir wollen die etablierten Vereine wie den FC Kopenhagen ein bisschen ärgern. Hoffentlich können wir dieses Jahr um den dritten Platz kämpfen. Interview: Philipp Kessler

Rubriklistenbild: © Roland Weihrauch/dpa

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