Maria Höfl-Riesch kann als Ex-Skirennläuferin auf eine erfolgreiche Karriere zurückblicken. Ihr sportliches sowie privates Leben in der Übersicht.
Garmisch-Patenkirchen - Maria Höfl-Riesch zählt zu den erfolgreichsten deutschen Skirennläuferinnen aller Zeiten. Sie war eine der dominierenden Athletinnen ihrer Generation im alpinen Skisport. Im Laufe ihrer Karriere entwickelte sie sich zu einer herausragenden Allrounderin im alpinen Skisport. Nach mehreren Highlights zwang sie eine schwere Verletzung dazu, ihre Karriere im März 2014 zu beenden.
| Name | Maria Höfl-Riesch (geborene Riesch) |
|---|---|
| geboren | 24. November 1984 in Garmisch-Partenkirchen |
| Geschwister | Susanne Riesch, Matthias Riesch |
| Größe | 1,82 Meter |
| Beruf | Zollbeamtin |
Der Lebenslauf von Maria Höfl-Riesch: Kindheit und erste Erfolge der Ex-Skirennläuferin
Maria Riesch kam am 24. November 1984 in Garmisch-Partenkirchen zur Welt. Ihre Familie war sportbegeistert: Ihr Vater Siegfried Riesch war in der Zeit von 2012 bis 2024 Präsident des Fußballvereins 1. FC Garmisch-Partenkirchen. Dort spielte auch ihr Bruder Matthias Riesch Fußball.
Ihre Schwester, Susanne Riesch, war derweil ebenfalls als Skifahrerin aktiv. Ihr Onkel, Wolfgang Zimmerer, gewann als Bobfahrer eine olympische Medaille. Und mit dem deutschen Skirennläufer Felix Neureuther ging sie zusammen in die Grundschule – auch er wuchs in Garmisch-Patenkirchen auf.
Maria Höfl-Riesch begann bereits im Alter von drei Jahren mit dem Skifahren und trat als Fünfjährige dem Skiclub Garmisch-Partenkirchen bei. Sie wurde frühzeitig vom DSV gefördert und nahm erfolgreich an zahlreichen Jugendrennen teil. Einen ersten Triumph erzielte sie bei der Junioren-Weltmeisterschaft 2002, als sie die Goldmedaille im Super-G-Wettbewerb sowie die Silbermedaille im Slalom gewann. Nachdem die heutige Ex-Skirennläuferin Maria Höfl-Riesch 2003 ihr Abitur abgelegt hatte, widmete sich anschließend vollständig dem professionellen Ski-Rennsport.
Der Beginn der Profilaufbahn der deutschen Ex-Skirennläuferin Maria Höfl-Riesch
Die Ex-Skirennläuferin Maria Höfl-Riesch gewann am 30. Januar 2004 ihren ersten Weltcup bei der Abfahrt im österreichischen Skiort Haus im Ennstal. Darauf folgten mehrere weitere erste Plätze in Weltcup-Rennen. Dabei trat Maria Höfl-Riesch auch im Super-G und im Riesenslalom an. Auf diese Weise etablierte sich die Ex-Skirennfahrerin als eine der wenigen Allrounderinnen, die in mehreren Disziplinen auf Weltklasseniveau fahren.
Die Jahre 2004 und 2005 waren von mehreren schweren Verletzungen geprägt. Am 12. Januar 2005 stürzte sie beim Super-G-Rennen schwer. Dabei zog sich die Sportlerin einen Kreuzbandriss zu. Diese Verletzung zwang Maria Höfl-Riesch, die Saison vorzeitig zu beenden. Auch die folgende Skisaison war von mehreren Verletzungen gekennzeichnet. Doch in der Saison 2006/2007 gelang es Maria Höfl-Riesch, sich endgültig an der Weltspitze festzusetzen. Unter anderem erreichte sie in dieser und den folgenden Saisons diese Erfolge:
- 2006/2007: deutsche Abfahrtmeisterin
- 2007/2008: Weltcup-Siegerin im Super-G und in der Super-Kombination
- 2009: Goldmedaille im Slalom bei den Weltmeisterschaften in Val d’Isere
- 2008/2009: Weltcup-Siegerin im Slalom
Die Olympischen Winterspiele 2010 als Karrierehöhepunkt von Maria Höfl-Riesch
Bei den Olympischen Winterspielen 2010 im kanadischen Vancouver trat Maria Höfl-Riesch in mehreren Disziplinen an. Am 17. Februar 2010 wurde die Sportlerin in der Abfahrt lediglich Achte. Einen Tag später, am 18. Februar 2010, gewann die heutige Ex-Skirennläuferin bei der Super-Kombination, die auf einer Piste in Whistler ausgetragen wurde, die Olympia-Goldmedaille.
Am 26. Februar holte sich Maria Höfl-Riesch ihre zweite Goldmedaille und gewann den Slalom. Zuvor hatte sie darüber hinaus an den Rennen im Super-G und Riesenslalom teilgenommen, ohne dabei die Medaillenränge zu erreichen. 2014 nahm sie erneut an den Olympischen Winterspielen teil: Im russischen Sotschi trat sie als Fahnenträgerin des deutschen Teams auf und gewann die Goldmedaille in der Super-Kombination sowie die Silbermedaille im Super-G-Wettbewerb.
Noch im selben Jahr, am 20. März 2014, beendete sie mit 29 Jahren ihre Karriere, nachdem sie zuvor schwer gestürzt war. Der Schritt war ihr „wirklich nicht leichtgefallen“, wie sie mit zitternder Stimme verkündete. Nach dem Ende ihrer aktiven Karriere schrieb die Ex-Skirennläuferin ihre Autobiografie. Das Buch kam unter dem Titel „Geradeaus: Höhen und Tiefen meines Lebens“ im Herbst 2012 auf den Markt. Dazu war sie von 2014 bis 2019 als TV-Expertin für die ARD im Einsatz.
Während ihrer Karriere als aktive Sportlerin war Maria Höfl-Riesch Mitglied des Zoll-Skiteams sowie Hauptwachtmeisterin der Bundeszollverwaltung.
Die größten Erfolge von Maria Höfl-Riesch
Zu ihren größten Erfolgen zählen drei olympische Goldmedaillen – zwei bei den Spielen 2010 in Vancouver (Super-Kombination und Slalom) sowie eine 2014 in Sotschi (Super-Kombination). Außerdem wurde Maria Höfl-Riesch zweimal Weltmeisterin (2009 im Slalom und 2013 in der Super-Kombination) und gewann in der Saison 2010/11 den Gesamtweltcup. Insgesamt feierte sie 27 Weltcupsiege in verschiedenen Disziplinen.
Olympische Spiele
- Gold in der Super-Kombination (2010, Vancouver)
- Gold im Slalom (2010, Vancouver)
- Gold in der Super-Kombination (2014, Sotschi)
- Silber im Super-G (2014, Sotschi)
Weltmeisterschaften
- Gold im Slalom (2009, Val d‘Isère)
- Gold in der Super-Kombination (2013, Schladming)
- Bronze in der Abfahrt (2011, Garmisch-Partenkirchen)
- Bronze im Super-G (2011, Garmisch-Partenkirchen)
- Bronze in der Abfahrt (2013, Schladming)
Weltcup
- Gesamtweltcupsieg (Saison 2010/11)
- Disziplinenweltcup Slalom (2008/09, 2009/10)
- Disziplinenweltcup Super-G (2007/08)
- Disziplinenweltcup Kombination (2007/08)
- Disziplinenweltcup Abfahrt (2013/14)
- Insgesamt 27 Weltcupsiege
Darüber hinaus wurde Maria Höfl-Riesch zweimal – 2010 und 2014 – zur „Sportlerin des Jahres“ in Deutschland gewählt. 2010 erhielt sie das Silberne Lorbeerblatt vom deutschen Bundespräsidenten.
Maria Höfl-Riesch privat: Scheidung von Manager Marcus Höfl nach 13 Jahren
In der Zeit von 2006 bis 2008 war die Weltklasse-Sportlerin mit dem Eishockey-Spieler Marcus Ludwig liiert. Die Beziehung mit ihrem Manager Marcus Höfl startete 2010, den sie am 14. April 2011 heiratete. Seitdem trägt sie den Nachnamen Höfl-Riesch. Während er zwei Kinder aus seiner ersten Ehe hat, haben sie zusammen keinen eigenen Nachwuchs. Während ihrer aktiven Laufbahn hatte sie eine Schwangerschaft ausgeschlossen und mehrfach betont, dass es unmöglich sei, Karriere und Kinder unter einen Hut zu bekommen.
Im August 2024 verkündete das Paar ihre Trennung. Fünf Monate später, im Januar 2025, wurde ihre Ehe geschieden. Maria Höfl-Riesch gab in einem Interview mit der Gala an, dass sie ihre Beziehung in eine Freundschaft haben umwandeln können.
Kurz nach der Scheidung bestätigte Maria Höfl-Riesch die Beziehung mit ihrem neuen Freund Johann Schrempf. Er ist General Manager auf dem Luxuskreuzfahrtschiff MS Europa 2.
Darüber hinaus engagiert sich Maria Höfl-Riesch ehrenamtlich bei verschiedenen wohltätigen Organisationen, dazu gehören „Ein Herz für Kinder“, „Innocence in Danger“ und „Lareus Sport for Good“.

