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Der Wechsel von Matthijs de Ligt zum FC Bayern rückt offenbar näher. Hasan Salihamidzic reist nach Italien, um mit seinem Ex-Klub über einen Transfers des Abwehrstars zu verhandeln.
München/Turin - Der FC Bayern hat einen dicken Fisch an der Angel - und es sieht danach aus, als könne der Transfer schon bald über die Bühne gehen. Wegen des Wechsels von Matthijs de Ligt zum FC Bayern ist Hasan Salihamidzic offenbar nach Italien gereist, um mit Juventus Turin die Details eines Transfers auszuhandeln.
Der Draht zwischen „Brazzo“ und dem italienischen Topklub dürfte gut sein: Zwischen 2007 und 2011 schnürte der Bosnier selbst für die „Alte Dame“ die Fußballschuhe. Wie die Bild schildert, sei er in seine frühere Heimat gereist, um über die Konditionen zu verhandeln. Dem Vernehmen nach weiß Turin bescheid, dass es den niederländischen Nationalspieler nach München zieht.
FC Bayern: „Brazzo“ verhandelt mit Juventus über Wechsel von de Ligt
Demnach habe sich der Sportvorstand der Münchner mit Federico Cherubini, Sportdirektor von Juve, auf ein mehrstündiges Gespräch in der lombardischen Metropole Mailand getroffen, um die Modalitäten eines Wechsels zu besprechen. De Ligt hat bei seinem jetzigen Arbeitgeber noch einen Vertrag bis Sommer 2024 und würde den FC Bayern eine stolze Ablösesumme kosten.
Sollte der Deal klappen, würde es die Transferausgaben des Bundesliga-Serienmeisters im Sommer 2022 auf über 100 Millionen Euro befördern - was auch bei TV-Experte Lothar Matthäus für Stirnrunzeln sorgt. Allerdings ist das in Italien kursierende FCB-Angebot in Höhe von 75 Millionen Euro für den wechselwilligen Innenverteidiger offenbar falsch, wie das Blatt ausführt.
Stattdessen könne die Summe nach unten befördert werde. Im Optimalfall würde der Deal den FC Bayern wohl etwa 60 Mio. Euro kosten. Das wäre zwar einerseits ein deutlicher Batzen Geld, andererseits weit weniger als jene Summe, die Juventus im Sommer 2019 an Ajax Amsterdam überwies (85,5 Mio.). In jedem Fall ist de Ligt günstiger zu haben, als die Ausstiegsklausel in dessen Vertrag (120 Mio.) vorsieht.
Bayern München für de Ligt verlockend - Abwehrstar fühlt sich an Heimat erinnert
Außerdem ist etwas über die Motivation des 22-Jährigen durchgesickert, welche ihn weg aus Italien zu Bayern München in die Bundesliga zieht: So würde ihm der offensive Spielstil des FCB mehr entsprechen, weil es Ähnlichkeiten zu seiner holländischen Landesauswahl unter Ex-Bayern-Coach Louis van Gaal gibt.
Jedoch scheint die Konkurrenz im Werben um Matthijs de Ligt noch nicht aus dem Rennen zu sein: Auch der FC Chelsea mit Trainer Thomas Tuchel sei an den Diensten des Abwehrstars interessiert - und wolle bald ein Angebot unterbreiten. (PF)
