Gerüchte um Entmachtung

Bayern-Bosse-Kritik an Max Eberl? CEO Dreesen klärt auf

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FCB-Sportvorstand Max Eberl steht aktuell in der Dauerkritik von Medien und Fans. Auch die „FCB-Bosse“ sollen ihn kritisch beäugen. CEO Jan-Christian Dreesen äußert sich nun zu den Gerüchten.

München - Es ist ein schwieriger Sommer für den FC Bayern auf dem Transfermarkt. Zwar haben die Verantwortlichen des Rekordmeisters früh mit den ablösefreien Verpflichtungen der deutschen Nationalspieler Jonathan Tah und Tom Bischof vorgelegt. Die Absage von Wunschspieler Florian Wirtz wie die Abgänge von Thomas Müller und Leroy Sané und nicht zuletzt die schwere Verletzung von Jamal Musiala haben aber Druck für eine Topverpflichtung in der Offensive aufgebaut.

Luis Diaz, der nächste Flop? FC Bayern verprasste schon 420 Millionen in vermeintliche Königstransfers

Bei Borussia Dortmund wurde Mario Götze zum Star und zog das Interesse des FC Bayern auf sich.
Bei Borussia Dortmund wurde Mario Götze zum Star und zog das Interesse des FC Bayern auf sich. © imago sportfotodienst
Champions League quarter final Viertelfinale 2014 2 Spiel FC Bayern München vs Manchester United 3
Mit 21 ging Götze 2013 für 37 Millionen zum deutschen Rekordmeister. In München konnte sich das Supertalent aber nie nachhaltig durchsetzen und verließ die Bayern 2016 wieder. © imago sportfotodienst
Fussball 1. Bundesliga Eintracht Frankfurt - VFB Stuttgart
Mittlerweile hat Mario Götze sein Glück bei Eintracht Frankfurt gefunden. © Imago/Ferreira
Fußball 1 Bundesliga 27 Spieltag 1 FC Köln Bayern München am 19 03 2016 im RheinEnergieStadion
Ein Jahr nach Götze kam 2014 Medhi Benatia für 28 Millionen als Königstransfer von der AS Rom in die bayrische Landeshauptstadt. In zwei Jahren reichte es aber nur zu 29 Einsätzen in der Bundesliga. Der Marokkaner ging zurück nach Italien zu Juventus Turin. © imago sportfotodienst
FOOTBALL : Olympique de Marseille VS Toulouse Football Club - Ligue 1 McDonald's - 06/04/2025
Bereits 2021 beendete Benatia seine Karriere und ist seit Anfang 2025 als Sportdirektor bei Olympique Marseille tätig. © IMAGO/William Cannarella
Fussball Bundesliga Deutschland Herren Vorbereitungsturnier 10 Telekom Cup Saison 2018 2019
Große Hoffnungen setzte der FC Bayern 2016 in Renato Sanches. Der damals 18-Jährige kam für 35 Millionen Euro. Für keinen Spieler gab der FCB in diesem Jahr mehr Geld aus. Der Portugiese verließ die Bayern 2019, ohne einen bleibenden Eindruck hinterlassen zu haben. © Uwe Kraft
Soccer: FIFA Club World Cup 2025-Group Stage-Auckland City FC at SL Benfica
Sanches steht zwar bei PSG unter Vertrag, wurde in der vergangenen Saison aber an seinen Jugendklub Benfica Lissabon ausgeliehen. Wo genau es für den 27-Jährigen künftig weitergeht, ist aktuell ungewiss. © IMAGO/Nathan Ray Seebeck
Muenchen, Allianz Arena, 08.05.22, GER, Herren, 1.Bundesliga, Saison 2021-2022, FC Bayern Muenchen - VfB Stuttgart Bild:
Für über 41 Millionen Euro zog es 2017 den Franzosen Corentin Tolisso von Olympique Lyon nach München. Der kostspielige Transfer rentierte sich aber nie. Der Mittelfeldmann konnte sich in fünf Jahren nie einen dauerhaften Stammplatz sichern. © Imago/Ulrich Hufnagel
GER, Hamburger SV vs. Olympique Lyon, Fussball, Testspiel, Saison 2025/2026, 26.07.2025
2022 ging Tolisso dann ablösefrei zurück zu OL. Aus finanzieller wurde die Verpflichtung des Franzosen somit endgültig zum Desaster für den FCB. © IMAGO/Eibner-Pressefoto/Marcel von Fehrn
21 Lucas Hernandez (FCB) jubelt lautstark, Jubel, Torjubel Fussball / UEFA Champions League / FC Bayern Muenchen - Villa
An der Verpflichtung von Lucas Hernández scheiden sich bis heute die Geister. Der damalige absolute Rekordtransfer der Bayern-Historie hatte zwar immer wieder einen positiven Impact auf das Spiel des FCB. Ob sich die 80 Millionen Euro, die die Münchener 2019 an Atlético Madrid überwiesen, aber wirklich gelohnt haben, liegt wohl im Auge des Betrachters. © Imago/Mladen Lackovic
FIFA Club World Cup; Paris Saint Germain - FC Bayern München; 05.07.2025
2023 kassierten die Bayern immerhin noch 45 Millionen Euro für den Verkauf des Franzosen in seine Heimat zu PSG. © Imago/BEAUTIFUL SPORTS/Goldberg
Mandatory Credit: Photo by Robbie Stephenson/JMP/Shutterstock (10031667do) Leroy Sane of Manchester City Manchester City
Der beim FC Schalke ausgebildete Leroy Sané wurde in der Premier League bei Manchester City unter Pep Guardiola zum Superstar. Der FC Bayern wollte den Offensivmann unebdingt nach München holen. © Robbie Stephenson/JMP/Shutterstock via www.imago-images.de
TSG 1899 Hoffenheim v FC Bayern München - Bundesliga
Als großes Versprechen machten die Münchner den Deal 2020 perfekt. Auch die Ablösesumme von 49 Millionen Euro war für die meisten nachvollziehbar. Dennoch konnte Sané letztlich nicht überzeugen. Besonders seine fehlende Konstanz bleibt vielen Bayern-Fans in schlechter Erinnerung. Trotz einiger magischer Momente bleibt der damalige Königstransfer ein Deal, der keine der Seiten am Ende vollends zufriedenstellen sollte. © IMAGO/Marco Steinbrenner/DeFodi Images
Galatasaray v Strasbourg - Friendly match
In Sommer 2025 ließ Leroy Sané seinen Vertrag beim deutschen Rekordmeister auslaufen und wechselte ablösefrei in die Türkei zu Galatasaray Istanbul. © Imago/Hakan Nural
01 06 2019 xkvx Fussball UEFA Champions League Finale Tottenham Hotspur FC Liverpool emspor v
Auch Sadio Mané wurde in der Premier League zum Weltstar. Der Senegalese gewann mit Jürgen Klopp und dem FC Liverpool unter anderem die Champions League. Der FC Bayern ergriff 2022 die Möglichkeit. © Jan Huebner/Voigt via www.imago-images.de
Sadio MANE (Bayern Muenchen), Aktion,Einzelbild,angeschnittenes Einzelmotiv,Halbfigur,halbe Figur. Teampraesentation FC
Für 32 Millionen Euro ging Sadio Mané 2022 letztlich zum FC Bayern. Doch es matchte einfach nicht. Die Auftritte des Senegalesen waren lustlos, er geriet mit Mitspielern aneinander und wollte nur noch weg. Nach nur einem Jahr war Schluss. © Imago/Frank Hoermann/SVEN SIMON
Al Duhail SC (QAT) v Al Nassr (KSA)- AFC Champions League In Doha Sadio Mane of Al Nassr battle for the ball during the
Mit Al Nassr fand sich glücklicherweise ein zahlungskräftiger Abnehmer. Trotz schlechter Leistungen und zahlreicher Verfehlungen kassierte der FCB 2023 am Ende 30 Millionen Euro vom Klub aus Saudi-Arabien und verhinderte auf diese Weise ein komplettes Fiasko. Trotz der sportlichen Enttäuschung war die finanzielle Bürde letztlich verkraftbar. © IMAGO/Noushad Thekkayil
DE LIGT Matthijs Team FC Bayern Muenchen Bundesliga Saison 2023 - 2024 Bundesliga Spiel FC Bayern Muenchen - Wolfsburg 2
Als einer der vielversprechendsten Abwehrspieler der Welt kam der Niederländer Matthijs de Ligt 2022 für 67 Millionen Euro von Juventus Turin nach München. Bis heute ist der Innenverteidiger der drittteuerste Transfer in der Historie des FC Bayern. © Imago/Laci Perenyi
ATHLETIC CLUB v MANCHESTER UNITED. UEFA EUROPA LEAGUE 2024/2025. SEMI-FINALS, 1st LEG.
Allzu lange blieb de Ligt aber nicht in der Bundesliga. 2024 zog es den Niederländer für 45 Millionen Euro zu Manchester United. Der Transferverlust für die Bayern in nur zwei Jahren: Satte 22 Millionen Euro. © Imago/Jorge Ropero
Tottenham Hotspur v Manchester City - Premier League - Tottenham Hotspur Stadium February 5, 2023, London: London, Engla
Bis heute ist Harry Kane der Rekordtransfer des FC Bayern und der Bundesliga. Nachdem er über ein Jahrzehnt den englischen Fußball mit seinen Toren erobert hatte, ging es 2023 im Alter von 30 Jahren von Tottenham für 95 Millionen Euro zum FC Bayern. © IMAGO/Kieran Cleeves
CR Flamengo v FC Bayern München: Round Of 16 - FIFA Club World Cup 2025
In 96 Pflichtspielen erzielte der Kapitän der englischen Nationalmannschaft 85 Treffer und legte 26 Tore für seine Kollegen auf. Neben zwei Torjägerkanonen der Bundesliga gewann Kane 2024/25 mit der Deutschen Meisterschaft seinen ersten bedeutenden Titel. Das Geld wurde also gut investiert und nicht verprasst, wie bei den zahlreichen anderen Köningstransfers. © Imago/Allstar Picture Library Ltd
2024 JANUARY 13: Joao Palhinha of Fulham FC during the Premier League match between Chelsea FC and Fulham FC at Stamford
Auch der Portugiese Joao Palhinha kam aus der Premier League zum FC Bayern. Für 51 Millionen Euro wechselte der Mittelfeldmann im Sommer 2024 vom FC Fulham nach München. © Imago/Sebastian Frej
16.04.2025, Inter Mailand vs. FC Bayern München, UEFA Champions League, Viertelfinale-Rückspiel
Meist sitzt der 30-Jährige aber auf der Bank und absolvierte bislang nicht mal 1000 Einsatzminuten für den FC Bayern. Es droht der nächste teure Transferflop. © Imago/Bahho Kara
2026 FIFA World Cup Qualifiers
In Kolumbien ist Luis Díaz längst ein Nationalheld. Der FC Bayern hat seinen Königstransfer für diesen Sommer offiziell gemacht. © Imago/Roberto Tuero
Football - FA Premier League - Liverpool FC v Tottenham Hotspur FC
Für den 28-jährigen Offensivmann des FC Liverpool muss der FC Bayern wohl eine Ablösesumme zwischen 70 und 80 Millionen Euro zahlen - ein Risiko, das sich aufgrund der enormen Qualität von Luis Díaz trotzdem auszahlen könnte. © Imago/David Rawcliffe

Erinnerungen an die Trainersuche 2024 - vereinsinterne Kritik an Eberl?

Wie im letzten Jahr bei der Trainersuche hat die nun mit der Verpflichtung von Luis Díaz abgeschlossene Suche nach einem Linksaußen viel Staub aufgewirbelt. Erneut wurden zahlreiche Kandidaten genannt, die letztendlich nicht nach München gekommen sind. Dabei sollte sich die Suche der FCB-Verantwortlichen sogar schneller als vermutet auf den kolumbianischen Nationalspieler des FC Liverpool konzentriert haben.

So wurden zahlreiche Kritikpunkte gefunden, deren Adressat vor allem Sportvorstand Max Eberl gewesen ist Immer wieder tauchten Medienberichte auf, wonach der 51-Jährige intern beim Rekordmeister argwöhnisch beobachtet werden soll. Mit Markus Krösche von Eintracht Frankfurt wurde von Ex-Spieler Mario Basler sogar sein angeblich beim FCB diskutierter Nachfolger ins Spiel. gebracht. „Liefert“ der Sportboss in der aktuellen Transferperiode nicht, soll sich laut gewissen Medienmeldungen der Daumen des mächtigen Aufsichtsrats senken.

Top-Transfers sind Teamarbeit beim FC Bayern

Die BILD berichtete zuletzt zudem, dass Jan-Christian Dreesen - und nicht Eberl - in den Verhandlungen um Luis Díaz und Nick Woltemade federführend sein soll. Ein öffentlich breit getretenes Beispiel: Im Poker um Woltemade soll Eberl bei einer E-Mail an die VfB-Verantwortlichen lediglich im ‚CC‘ aufgeführt worden sein. Der Absender war Dreesen, obwohl die Transfergespräche für gewöhnlich die Aufgabe des Sportvorstands sein sollten. Erneut kursierten Gerüchte um eine geschwächte Position, gar Entmachtung von Eberl an der Säbener Straße.

FCB-CEO Dreesen auf der Meisterfeier zusammen mit Ehrenpräsident Uli Hoeneß.

Bei der Eröffnung der Ausstellung „20 Jahre Allianz Arena“ zeigte sich Dreesen nun aber voll des Lobes für Eberl und bezeichnete ihn als „meinen geschätzten Kollegen“. Im Zusammenhang mit der Transferbestätigung bei Luis Díaz hatte er bereits hervorgehoben, dass man den Deal „als Team gemeinsam zielgerichtet umsetzen“ konnte.

Der Vorstandsvorsitzende nun gegenüber der BILD: „Vielleicht haben wir das auch betont, weil in einem anderen Kontext eine E-Mail mit einem CC zitiert wurde und da etwas dargestellt wurde, was Nonsens ist. Da ging es damals um gemeinsame Transparenz und deswegen haben wir das betont.“

Teamwork macht Spaß, Lob für die Sportbosse: Gerüstet für die neue Saison

Dreesen weiter: „Außerdem hat es echt Spaß gemacht. Also sowohl Christoph Freund als auch insbesondere Max und meine Wenigkeit haben bei dem Transfer Luis Díaz wirklich jeden Tag zusammen gesprochen und wir haben uns die Aufgaben geteilt und das ist auch in diesem Geschäft ganz normal.“ Eine bewusst sehr deutliche Anerkennung vom Chef für die Arbeit von Eberl, aber auch die des Sportdirektors.

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„Wir haben ein klares Statement gesetzt und einen der besten Premier-League-Außenstürmer zu uns holen können“, so Dreesen über den Díaz-Transfer. „Er hat letzte Saison mit 50 Einsätzen und auch die Saison davor mit 51 Einsätzen bei Liverpool gezeigt, dass er ein absoluter Stammspieler ist. Er schießt Tore, er macht Assists.“ Abschließend in Richtung all der Kritiker: „Wir haben eine wirklich gute Mannschaft für die neue Saison.“

Rubriklistenbild: © IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON

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