„Meine eigene Blödheit“: Olympia-Star unterläuft bittere Medaillen-Panne kurz nach Siegerehrung
VonSascha Mehr
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Ebba Andersson erlebte einen kuriosen Moment bei den Olympischen Spielen, als ihre Silbermedaille nur Minuten nach der Verleihung kaputtging.
Die schwedische Skilangläuferin Ebba Andersson hatte gerade einen ihrer größten sportlichen Erfolge gefeiert, als sie die Silbermedaille im Skiathlon bei den Olympischen Spielen gewann. Doch die Freude über die Auszeichnung währte nur kurz. Nur acht Minuten nach der Verleihung erlebte Andersson einen peinlichen Moment: Ihre Medaille zerbrach in zwei Teile.
Der Vorfall ereignete sich, als Andersson nach der Siegerehrung mit ihrer Teamkollegin Frida Karlsson zur Tribüne sprinten wollte, um ihre Familie zu treffen. „Es war wirklich dumm. Ich bin Frida hinterhergelaufen, und in der Eile war die Medaille entzwei und ist im Schnee liegen geblieben“, erklärte Andersson gegenüber schwedischen Medien.
Drama um Olympia-Medaille
Die Medaille, die aus reinem Silber besteht, trennte sich plötzlich vom Band und fiel in den Schnee. Ein Teil der Medaille, das die Halterung fixiert, ging dabei verloren. „Das abgebrochene Teil liegt jetzt irgendwo hier draußen. Schließlich haben wir die Suche aufgegeben“, berichtete Andersson weiter.
Mit einem Augenzwinkern gab Andersson die Geschwindigkeit ihrer Teamkollegin Karlsson die Schuld für das Missgeschick: „Ich weiß nicht, ob die Medaille dafür gemacht ist, um sie sich um den Hals zu hängen, wenn man die Hälfte der Zielgeraden entlang rennt – zumindest nicht in Frida Karlssons Tempo.“
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Die beschädigte Medaille übergab Andersson einer Betreuerin, die sich um die Reparatur kümmern sollte. „Sie wird nach einer Möglichkeit suchen, sie zu reparieren. Der Veranstalter muss einen Plan B haben. Es muss möglich sein, das zu regeln“, äußerte sich Andersson hoffnungsvoll. Trotz des Missgeschicks nahm die Langläuferin die Situation mit Humor und Selbstkritik.
„Es war wohl meine eigene Blödheit“, gestand sie ein. Die Panne sorgte für Schmunzeln und Mitleid unter den Zuschauern und Fans, die die kuriose Situation in den sozialen Medien kommentierten. Während die Sportlerin zu den Presseterminen eilte, bleibt abzuwarten, wie die Organisatoren mit der ungewöhnlichen Situation umgehen werden. Eines ist sicher: Diese Medaillen-Panne wird in die Olympia-Geschichten eingehen. (smr)