Mit 16 Jahren bricht dieses Eintracht-Nachwuchstalent bereits Rekorde

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Mit gerade einmal 16 Jahren stellt Alexander Staff bei Eintracht Frankfurt Rekorde auf. Seine Begabung und sein Streben könnten maßgeblich die Zukunft des Clubs beeinflussen.

Frankfurt - Eintracht Frankfurt gab am 21. Februar 2024 die Verlängerung des Vertrags eines Spielers bekannt, der zu diesem Zeitpunkt noch nicht allen Fans bekannt war. Alexander Staff, damals erst 15 Jahre alt, entschied sich trotz zahlreicher Angebote aus dem In- und Ausland, seinen Vertrag bei den Hessen langfristig zu verlängern. Seitdem hat der Stürmer, der im April 2022 mit der U14 den Dallas Cup gewinnen konnte, eine beeindruckende Entwicklung hingelegt.

Staff stellt mit 16 Jahren schon die „doppelte Bestmarke“ auf

Der Hessische-Fußballverband trug dazu bei, indem er im Herbst desselben Jahres eine Änderung der Jugendordnung verabschiedete. Diese ermöglichte den Einsatz von 16-jährigen Fußballtalenten in der Regionalliga Südwest und der Hessenliga. Am 8. November veröffentlichte Eintracht einen Bericht mit dem Titel: „Doppelte Bestmarke“. Innerhalb kürzester Zeit stellte Staff zwei Rekorde auf.

Alexander Staff geht bei der Eintracht schon voran

Trotz seiner Zugehörigkeit zum Jahrgang 2008 (!) und der Möglichkeit, noch in der U17 zu spielen, trat Staff zunächst in der U19 auf und erzielte dort sieben Tore in neun Spielen. Beim torlosen Unentschieden gegen die Stuttgarter Kickers lief er zum sechsten Mal für die U21 in der Regionalliga Südwest auf. Nach der Regeländerung des Verbands durfte Staff gegen den SGV Freiberg antreten (1:1) und wurde Mitte Oktober im Alter von 16 Jahren, vier Monaten und sieben Tagen zum jüngsten eingesetzten Regionalliga-Spieler aller Zeiten.

Physische Stärke und herausragender Torinstinkt charakterisieren Staff

Doch das war noch nicht alles. Beim 7:0-Sieg gegen den Bahlinger SC verwandelte er im Alter von 16 Jahren, vier Monaten und 20 Tagen eine Flanke und stellte so die „doppelte Bestmarke“ auf. Staff, der im Sommer 2017 aus der Jugend des SV Darmstadt 98 zu den Frankfurtern kam, liefert im Abstiegskampf der U21 die schönsten Geschichten. Genau für solche Beispiele wurde die zweite Mannschaft vor zweieinhalb Jahren von Sportvorstand Markus Krösche wieder ins Leben gerufen. Staff ist nicht nur für Frankfurt wichtig, er ist auch sechsfacher U17-Nationalspieler und traf mit dem Bundesadler auf der Brust bereits siebenmal.

Weggefährten heben vor allem seine physische Stärke und seinen herausragenden Torinstinkt hervor. In jedem U-Bereich, in dem Staff bisher aufgelaufen ist, hat er zuverlässig und konstant starke Statistiken geliefert. Es scheint klar, dass er nicht mehr in die U17 zurückkehren wird. Aktuell sieht es so aus, als würde Eintracht ihn fest in der U21 bei Trainer Dennis Schmitt reifen lassen.

Staff freut sich über Rekorde

Staff lernt früh, wie es ist, gegen robuste, kantige und erfahrene Innenverteidiger zu spielen. Das ist nicht immer einfach für Gemüt und Kopf, aber genau daraus lernt ein großes Talent wie Staff. Trotz seines persönlichen Höhenflugs sind ihm Starallüren völlig fremd. Er will dem Team helfen und seine Chancen nutzen. Nach einer vergebenen Möglichkeit, die das Spiel hätte drehen können, musste ihn Schmitt trösten. Staff bringt die richtige Mischung aus Demut und Motivation mit. Alexander Richter, seit 2022 Leiter des Leistungszentrums der Frankfurter, sagte: „Wir freuen uns natürlich sehr für Alex und sind stolz auf ihn. Dass er diese beiden Bestmarken setzen konnte, hat er sich mit Fleiß und Lernbereitschaft selbst erarbeitet.“

Staff selbst ist zufrieden: „Ich bin sehr dankbar, dass ich in den vergangenen Wochen das Vertrauen geschenkt und Einsatzzeit bekommen habe in der U21. Die Zeit war und ist sehr lehrreich für mich. Die Mannschaft hat mich aber sehr gut aufgenommen und unterstützt und ich bin sehr froh, dass ich zuletzt auch mit einem Tor etwas zurückgeben konnte.“ Rekorde seien natürlich etwas Schönes, auch für ihn, aber es wäre falsch, sich darauf auszuruhen.

Wird Staff der nächste Aymen Barkok?

Es scheint nicht so, als würde Staff sich nun zurücklehnen. Er könnte damit auch eine große Sehnsucht im Umfeld der Eintracht stillen. Aymen Barkok ist weiterhin das letzte Eigengewächs, das den Sprung in den Profibereich dauerhaft geschafft hat. Ex-Sportdirektor Bruno Hübner sagte einst, man müsse jedes Jahr einen Barkok hervorbringen. Wird das Warten in den kommenden Jahren ein Ende haben? Neben Elias Baum, der aktuell an einen Zweitligisten ausgeliehen ist, ist Staff der große Hoffnungsträger.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Pressefoto Rudel/Robin Rudel

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