Drittligist in der Europa League? Kurioses Szenario möglich
VonSascha Mehr
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Der 1. FC Kaiserslautern kann sich in der laufenden Saison für die Europa League qualifizieren. Gleichzeitig droht der Abstieg in die 3. Liga.
Kaiserslautern – Im ersten Halbfinale des DFB-Pokals zwischen dem 1. FC Saarbrücken und dem 1. FC Kaiserslautern blieb die Sensation aus. In einem nicht hochklassigen und von Zweikämpfen geprägten Spiel setzten sich die Pfälzer am Ende verdient mit 2:0 durch. Damit ist für die Saarländer nicht nur der Traum vom Endspiel in Berlin vorbei, sondern auch der vom internationalen Wettbewerb. Dennoch könnte es in der Europa League zu einem deutschen Starter aus der 3. Liga kommen.
1. FC Kaiserslautern als Drittligist in der Europa League?
Sollte der 1. FC Kaiserslautern das DFB-Pokalfinale für sich entscheiden, wäre den „roten Teufeln“ ein Platz in der Europa League sicher. Dann womöglich als Drittligist, denn der Traditionsverein befindet sich im Tabellenkeller der 2. Bundesliga und ist akut abstiegsgefährdet.
Derzeit steht die Mannschaft von Cheftrainer Friedhelm Funkel auf Rang 16 und damit auf dem Platz, der zur Relegation berechtigt. Sollte der FCK auch am Ende der Saison 16. sein, müssten die Relegationsspiele gegen den Drittplatzierten der 3. Liga übrigens verschoben werden.
Stand jetzt sind die Relegationsspiele zwischen 2. Bundesliga und 3. Liga für den 24. und 28. Mai angesetzt. Das Pokalfinale im Berliner Olympiastadion steigt am 25. Mai. Da der 1. FC Kaiserslautern nicht drei Spiele in fünf Tagen und erst recht nicht zwei Partien in zwei Tagen austragen kann, müssten die Entscheidungsspiele neu angesetzt werden.
1. FC Kaiserslautern kämpft gegen Abstieg aus der 2. Bundesliga
Es könnte ein durchaus kurioses Szenario entstehen, mit zwei Existenzkämpfen und zwischendurch der Chance auf einen Titel. Für den 1. FC Kaiserslautern ist diese Situation nicht gänzlich neu. 1996 stieg der Klub aus der Bundesliga ab, nachdem es am letzten Spieltag nur zu einem Remis bei Bayer Leverkusen gereicht hatte. Älteren Fußballfans erinnern sich an die Bilder des heulenden Andreas Brehme, der in den Armen von Rudi Völler lag und von diesem getröstet wurde.
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Nur wenige Tage nach dem Abstieg in die 2. Bundesliga gingen die Pfälzer als Außenseiter ins Pokalfinale gegen den Karlsruher SC. Am Ende wuchs der 1. FC Kaiserslautern über sich hinaus und gewann den DFB-Pokal. In der darauffolgenden Saison startete der Verein als Zweitligist im mittlerweile abgeschafften Cup der Pokalsieger. Nun könnte es als Drittligist die Europa League werden. (smr)