Eintracht-Klassenbuch

Eintracht in der Einzelkritik: Trapp pariert, Ebimbe trifft, Götze motzt

  • schließen
  • Timur Tinç
    Timur Tinç
    schließen

Eintracht-Klassenbuch nach dem wilden 1:1 in Bochum: Zweimal tadellos und dreimal schwächelnd – oder fast viermal.

Tadellos

Kevin Trapp: Fels in der Brandung, ohne Fehl und Tadel. Mit sechs Paraden, zwei, drei davon waren nicht so leicht. Absolute Top-Performance. Beim Elfmeter regungslos, dachte, der Namensvetter Stöger wollte ihn durch einen Chip in die Mitte überlisten. Wollte er aber nicht. 1:1. Passiert.

Eric Dina Ebimbe: An fast allen gefährlichen Situationen beteiligt: Klasse Pass zur Super-Chance von Larsson, eigener Durchbruch auf links, Kontereinleiter bei der Möglichkeit Aaronson/Buta – und natürlich Torschütze zum 1:0. Platzierter und überlegter Linksschuss durch drei Bochumer hindurch. Das war nicht so einfach. Hat den Angriff im Übrigen auch eingeleitet. Und, ganz nebenbei: Wieder auf drei verschiedenen Positionen aufgeboten. Alles tadellos gelöst.

Gut dabei

Robin Koch: Steht seinen Mann da hinten drin, verteidigt alles weg, was geht. Viel mehr ist nicht zu erwarten, vielleicht noch ein besseres Aufbauspiel, aber okay, kann ja noch kommen.

Willian Pacho: Erst kurz vor dem Spiel aus Südamerika zurückgekehrt, machte ihm nichts aus. Verteidigte sicher und souverän. Jetzt kann er sich ausschlafen.

Omar Marmoush: Unruheherd nach Einwechslung, wuselte, machte und tat, leitete, kurz vor der Abseitslinie, den Führungstreffer ein. Verschuldete aber den Strafstoß vor dem 1:1. Zuppelte und hielt seinen Gegner, machen fast alle, klar, aber bei ihm wurde es gesehen und geahndet. Insofern: Nicht so clever von ihm.

Ganz okay

Ellyes Skhiri: Hätte das Spiel spät noch entscheiden können, passte aber zu spät und unpräzise in die Mitte. Ansonsten: Solider Auftritt, viele Kilometer, viel Schweiß, aber in der Offensive dürfte es ein bisschen mehr sein.

Hugo Larsson: Verdaddelte eine gute Gelegenheit, da passte der erste Ballkontakt nicht. Kommt vor. Ordentlicher, runder Auftritt, ohne Glanzlichter. Alles ganz normal in dem Alter (19).

So lala

Mario Götze: Versuchte einiges, lief viel, unermüdlich, mit ein paar pfiffigen Ideen, holte sich wegen Meckerns eine Gelbe Karte ab – alles wie immer also. Sollte für das Spiel aber prägender, bestimmender sein, vielleicht würde ihm eine zusätzliche Kreativkraft helfen.

Niels Nkounkou: Nach vorne dünn, hinten präsent und zupackend. Das hatte man eigentlich genau andersherum erwartet. Sei’s drum. Insgesamt: so lala.

Fares Chaibi: Puh, gerade noch so lala. Und ganz sicher nicht, wenn es nicht der erste Auftritt nach drei, vier Trainingseinheiten gewesen wäre. Verlor einige Bälle, setzte auch nicht richtig nach. Deutete aber an, dass er Kicken und eine Verstärkung werden kann. Weiter Weg noch. Aber immerhin.

Schwächelnd

Tuta: Schafft es nicht, Konstanz über einige Wochen zu zeigen. Mitschuld an den Punktverlusten in Bochum, verschuldete die Ecke vor dem Strafstoß zum 1:1 auf dilettantische Weise. Wahrscheinlich wird bald wieder der alte Hase spielen.

Aurelio Buta: Schwachstelle im Team. Kaum etwas geht über seine rechte Seite, nach vorne sowieso nicht, aber auch hinten anfällig. Ziemlich dürftig.

Jessic Ngankam: Hatte es schwer als einzige Spitze ohne Unterstützung, gar keine Frage. Machte aber viel zu wenig aus seiner Bewährungschance. Da muss mehr Feuer drin sein. Ein schlapper Abschluss zudem. Enttäuschend.

Zu spät gekommen

Paxten Aaronson, Philipp Max, Hrvoje Smolcic. dur/tim

Rubriklistenbild: © IMAGO/osnapix / Hirnschal

Kommentare