Müller-Wechsel wegen irrsinniger Transfer-Regel plötzlich auf der Kippe
VonKorbinian Kothny
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Thomas Müller verabschiedet sich vom FC Bayern. Der Weltmeister zieht es in die MLS – jedoch verhindert eine spezifische US-Transferregel den Wechsel vorerst.
München – Seit Wochen steht eigentlich schon so gut wie fest: Thomas Müller wechselt in die MLS und wird in Nordamerika seine Karriere ausklingen lassen. Spätestens mit dem kultigen Abschiedsvideo in Cowboy-Outfit waren die letzten Zweifel so gut wie weggewischt.
Jeder Verein kann bis zu sieben Spieler auf eine geheime Liste setzen lassen und sich für jene ein exklusives Verhandlungsrecht sichern. Bei Müller war das schon vor einiger Zeit Cincinnati. Der langjährige Bayern-München-Star will zwar wohl nicht nach Cincinnati – um bei einem anderen Team anheuern zu können, muss sich dieses aber mit Cincinnati einigen.
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Und Cincinnati lässt sich dies wohl einiges kosten. Laut der Bild-Zeitung will der MLS-Klub 340.000 Euro für den Abkauf der Discovery Rights von Müller. Dies könnte für Vancouver eine hohe Hürde sein. Zuletzt hatte der deutsche Whitecaps-Sportdirektor Axel Schuster – einst unter anderem Manager beim FSV Mainz 05 und dem FC Schalke 04 - noch beteuert, dass eine Verpflichtung Müllers eher unrealistisch scheine.
Damit der Müller-Wechsel doch noch klappt, mischt sich jetzt laut der Bild sogar die US-Liga ein. Demnach wollen die MLS-Bosse einen Deal zwischen den Vancouver Whitecaps und dem FC Cincinnati forcieren. Offenbar fürchtet man, dass der Transfercoup sonst scheitert und ihnen ein mögliches Aushängeschild und Werbegesicht durch die Lappen geht.
Eine Entscheidung soll wohl noch diese Woche fallen. Ausgang offen… (kk)