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Uli Kellner
Jörg Bullinger
Marco Blanco Ucles
Das kommt überraschend. Der TSV 1860 München hat sich einen Tag nach dem Toto-Pokal-Sieg in Memmingen von Finanz-Geschäftsführer Oliver Mueller getrennt.
München – Das ging nicht lange gut. Wie die Bild als Erstes berichtet hat, wurde Oliver Mueller nach 215 Tagen als kaufmännischer Geschäftsführer des TSV 1860 München gefeuert. Der Bericht deckt sich mit Informationen von Münchner Merkur und tz. Der 43-Jährige wurde erst Anfang Februar für den geschassten Marc-Nicolai Pfeiffer verpflichtet.
Der TSV 1860 hat die Meldung bislang noch nicht bestätigt. Über die genauen Gründe seines Abgangs kann bislang nur spekuliert werden. Der gebürtige Schwarzwälder, der vom Präsidium mit der „50+1“-Regel eingesetzt wurde, hat allerdings während seiner knapp sieben Monate an der Grünwalder Straße einige Fettnäpfchen erwischt.
Oliver Mueller war erst seit Anfang Februar als Geschäftsführer des TSV 1860 München im Amt
Bei der Jahreshauptversammlung attackierte er das „Bündnis Zukunft“ mit den Worten: „Wenn der Clown in den Palast einzieht, wird er nicht zum König, sondern der Palast wird zum Zirkus.“ Auch der neu erstellte Fünf-Jahres-Plan (“Der neue Biss der Löwen“) hat für viel Kopfschütteln gesorgt. Bis 2029 sollen sich die Löwen als Nummer zwei hinter dem FC Bayern im bayerischen Fußball etablieren.
Sportlich hat der Klub am vergangenen Wochenende mit dem 2:1 im oberbayerischen Derby beim FC Ingolstadt die Talfahrt nach schwachem Saisonstart gestoppt und den ersten Saisonsieg in der 3. Liga gefeiert.
In der Führungsebene der Blauen herrscht - mal wieder - heilloses Chaos. Dass die Stelle schnell nachbesetzt wird, darf bezweifelt werden. Die traditionell uneinigen Gesellschafter müssten sich auf einen Kandidaten einigen. Oder Robert Reisinger und seine Kollegen ziehen erneut „50+1“, um einen neuen starken Mann neben Sport-Geschäftsführer Christian Werner zu installieren. (jb/mbu)


