BVB-Trainer im Fokus

„Müssten völlig bescheuert sein“: Offene Worte von BVB-Chef Watzke zur Kovac-Frage

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Im ZDF-Sportstudio nimmt Hans-Joachim Watzke Stellung zur Zukunft von Niko Kovac und beleuchtet seine eigene Position bei Borussia Dortmund.

Dortmund – Klare Worte von Hans-Joachim Watzke! Im ZDF-Sportstudio hat der BVB-Geschäftsführer seinem Trainer Niko Kovac ein öffentliches Bekenntnis ausgesprochen. Unter Kovacs Führung hat sich Borussia Dortmund nach einer schwierigen Phase wieder stabilisiert. Für Watzke steht deshalb fest: Kovac bleibt auch in Zukunft BVB-Trainer.

Watzke stärkt Kovac den Rücken

„Niko kennt meine Meinung. Was er die letzten Monate bei uns geleistet hat, ist außergewöhnlich. Wir müssten ja völlig bescheuert sein, wenn wir über irgendwas anderes nachdenken würden“, betonte Watzke im Gespräch mit Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein. Seine Ansage: „Es geht mit ihm weiter, natürlich.“

Kovac, der im Februar das Amt von Interimstrainer Mike Tullberg übernommen hatte, besitzt einen Vertrag bis Sommer 2026. Nach anfänglichen Schwierigkeiten sammelte Dortmund zuletzt 13 Punkte aus fünf Spielen und liegt nur noch drei Zähler hinter den Champions-League-Rängen. Zuletzt gelang ein knapper 3:2-Sieg gegen die TSG Hoffenheim.

Wie geht es für Niko Kovac bei Borussia Dortmund weiter?

Auch die BVB-Führung setzt auf Kovac

Watzke machte im Sportstudio zudem klar, dass die gesamte sportliche Führungsebene den eingeschlagenen Kurs unterstützt. Sowohl Sport-Geschäftsführer Lars Ricken als auch Sportdirektor Sebastian Kehl seien überzeugt von Kovacs Arbeit.

Allerdings verwies Watzke darauf, dass er selbst die sportlichen Entscheidungen inzwischen abgegeben habe: „Ich habe die sportliche Entscheidung abgegeben. Also ist es insofern nicht mehr ganz meine Entscheidung. Aber es würde mich sehr wundern, wenn wir nicht mit Niko Kovac in die neue Saison gehen würden.“

Watzke kündigt seinen Rückzug an

Neben der Trainerfrage bestätigte Watzke auch offiziell seinen bevorstehenden Rückzug als BVB-Boss. Sein Vertrag läuft Ende 2025 aus – und daran wird sich nichts ändern. „In der zweiten Oktoberhälfte wird der Tag kommen, wo ich meinen Posten räume“, kündigte er an. Nach mehr als zwei Jahrzehnten in Führungspositionen wolle er Borussia Dortmund zwar weiterhin verbunden bleiben, sich aber aus der täglichen operativen Verantwortung zurückziehen:

Ein weiteres heiß diskutiertes Thema: die mögliche Rückkehr von Mats Hummels für die Klub-Weltmeisterschaft. Nach der Meniskusverletzung von Nico Schlotterbeck wird ein erfahrener Innenverteidiger gesucht – und Hummels wäre eine Option. Watzke sagte dazu: „Wir haben das diskutiert. Aber die Chancen sind vielleicht kleiner als die Risiken.“

Er betonte, wie wichtig Hummels für den Verein gewesen sei, wies jedoch darauf hin, dass die aktuellen Verteidiger ihren Stammplatz nicht freiwillig räumen würden: „Mats wird einen riesigen Abschied kriegen, wahrscheinlich im August gegen Bilbao. Aber wir sind so verblieben: Wenn sich noch einer verletzt in der Defensive und für die Klub-WM ausfällt, dann ist der Mats die erste Alternative.“ (Benhot)

Rubriklistenbild: © IMAGO / DeFodi Images / HMB-Media

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