Deutschland gegen Spanien

Noten und Einzelkritik zum EM-Viertelfinal-Drama

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Deutschland war im EM-Viertelfinale gegen Spanien gefordert. Es war ein packendes Spiel. Noten und Einzelkritik zur Partie aus Stuttgart.

Stuttgart – Es war alles angerichtet für das erste Viertelfinale der EM 2024 – und die 51.000 Zuschauer wurden absolut nicht enttäuscht!

Deutschland traf in Stuttgart auf Spanien. Zwei der besten Mannschaften bei diesem Turnier bis dahin – und Julian Nagelsmann ließ sich in Sachen Aufstellung auch etwas Besonderes einfallen. Für Robert Andrich stand nämlich völlig überraschend Emre Can in der Startelf.

Den ersten Abschluss hatte dann auch gleich Spanien, nachdem Can unnötig den Ball verlor. Manuel Neuer aber konnte den Pedri-Schuss ohne Probleme halten. Der Spanier musste dann nach einem Zweikampf mit Toni Kroos ganz früh verletzt raus.

Das ist der DFB-Kader für die EM 2024

Julian Nagelsmann nominierte seinen Kader für die EM 2024 in Deutschland.
Julian Nagelsmann nominierte seinen Kader für die EM 2024 in Deutschland. © IMAGO/Pressefoto Rudel/Robin Rudel
Manuel Neuer
Verein: FC Bayern München
Länderspiele (Tore): 117 (0)
Manuel Neuer; Verein: FC Bayern München; Länderspiele (Tore): 117 (0) © IMAGO/ULMER
Marc-André ter Stegen
Verein: FC Barcelona
Länderspiele (Tore): 40 (0)
Marc-André ter Stegen; Verein: FC Barcelona; Länderspiele (Tore): 40 (0) © IMAGO/ULMER
Oliver Baumann
Verein: TSG Hoffenheim
Länderspiele (Tore): 0 (0)
Oliver Baumann; Verein: TSG Hoffenheim; Länderspiele (Tore): 0 (0) © IMAGO/Marc Schueler
Antonio Rüdiger Verein: Real Madrid Länderspiele (Tore): 68 (3)
Antonio Rüdiger; Verein: Real Madrid; Länderspiele (Tore): 68 (3) © IMAGO/Revierfoto
Jonathan Tah Verein: Bayer Leverkusen Länderspiele (Tore): 22 (0)
Jonathan Tah; Verein: Bayer Leverkusen; Länderspiele (Tore): 22 (0) © IMAGO/Sebastian Räppold/Matthias Koch
Nico Schlotterbeck Verein: Borussia Dortmund Länderspiele (Tore): 11 (0)
Nico Schlotterbeck; Verein: Borussia Dortmund; Länderspiele (Tore): 11 (0) © IMAGO/ULMER
Robin Koch Verein: Eintracht Frankfurt Länderspiele (Tore): 8 (0)
Robin Koch; Verein: Eintracht Frankfurt; Länderspiele (Tore): 8 (0) © IMAGO/Markus Ulmer
Waldemar Anton Verein: VfB Stuttgart Länderspiele (Tore): 1 (0)
Waldemar Anton; Verein: VfB Stuttgart; Länderspiele (Tore): 1 (0) © IMAGO / Pressefoto Baumann
Joshua Kimmich Verein: FC Bayern München Länderspiele (Tore): 84 (6)
Joshua Kimmich; Verein: FC Bayern München; Länderspiele (Tore): 84 (6) © IMAGO/Herbertz / Nico Herbertz
Benjamin Henrichs Verein: RB Leipzig Länderspiele (Tore): 14 (0)
Benjamin Henrichs; Verein: RB Leipzig; Länderspiele (Tore): 14 (0) © IMAGO/ULMER
David Raum Verein: RB Leipzig Länderspiele (Tore): 20 (0)
David Raum; Verein: RB Leipzig; Länderspiele (Tore): 20 (0) © IMAGO/ULMER
Maximilian Mittelstädt Verein: VfB Stuttgart Länderspiele (Tore): 2 (1)
Maximilian Mittelstädt; Verein: VfB Stuttgart; Länderspiele (Tore): 2 (1) © IMAGO/Herbertz / Nico Herbertz
Toni Kroos Verein: Real Madrid Länderspiele (Tore): 108 (17)
Toni Kroos; Verein: Real Madrid; Länderspiele (Tore): 108 (17) © IMAGO/Pressefoto Rudel/Robin Rudel
Emre Can; Verein: Borussia Dortmund; Länderspiele (Tore): 43 (1)
Emre Can; Verein: Borussia Dortmund; Länderspiele (Tore): 43 (1) © IMAGO/Malte Ossowski/SVEN SIMON
Robert Andrich Verein: Bayer Leverkusen Länderspiele (Tore): 3 (0)
Robert Andrich; Verein: Bayer Leverkusen; Länderspiele (Tore): 3 (0) © IMAGO/Revierfoto
İlkay Gündoğan Verein: FC Barcelona Länderspiele (Tore): 75 (18)
İlkay Gündoğan; Verein: FC Barcelona; Länderspiele (Tore): 75 (18) © IMAGO/Pressefoto Rudel/Robin Rudel
Pascal Groß Verein: Brighton & Hove Albion Länderspiele (Tore): 5 (0)
Pascal Groß; Verein: Brighton & Hove Albion; Länderspiele (Tore): 5 (0) © IMAGO/Herbertz / Nico Herbertz
Leroy Sané Verein: FC Bayern München Länderspiele (Tore): 59 (13)
Leroy Sané; Verein: FC Bayern München; Länderspiele (Tore): 59 (13) © IMAGO/Eibner-Pressefoto/Memmler
Jamal Musiala Verein: FC Bayern München Länderspiele (Tore): 26 (2)
Jamal Musiala; Verein: FC Bayern München; Länderspiele (Tore): 26 (2) © IMAGO/BEAUTIFUL SPORTS/Gawlik
Florian Wirtz Verein: Bayer Leverkusen Länderspiele (Tore): 16 (1)
Florian Wirtz; Verein: Bayer Leverkusen; Länderspiele (Tore): 16 (1) © IMAGO/Pressefoto Rudel/Robin Rudel
Chris Führich Verein: VfB Stuttgart Länderspiele (Tore): 3 (0)
Chris Führich; Verein: VfB Stuttgart; Länderspiele (Tore): 3 (0) © IMAGO/Jan Huebner
Kai Havertz Verein: FC Arsenal Länderspiele (Tore): 44 (15)
Kai Havertz; Verein: FC Arsenal; Länderspiele (Tore): 44 (15) © IMAGO/Herbertz / Nico Herbertz
Maximilian Beier Verein: TSG Hoffenheim Länderspiele (Tore): 0 (0)
Maximilian Beier; Verein: TSG Hoffenheim; Länderspiele (Tore): 0 (0) © IMAGO/Ulrich Hufnagel
Deniz Undav Verein: VfB Stuttgart Länderspiele (Tore): 1 (0)
Deniz Undav; Verein: VfB Stuttgart; Länderspiele (Tore): 1 (0) © IMAGO/Markus Ulmer
Niclas Füllkrug Verein: Borussia Dortmund Länderspiele (Tore): 15 (11)
Niclas Füllkrug; Verein: Borussia Dortmund; Länderspiele (Tore): 15 (11) © IMAGO/kolbert-press/Marc Niemeyer
Thomas Müller Verein: FC Bayern München Länderspiele (Tore): 128 (45)
Thomas Müller; Verein: FC Bayern München; Länderspiele (Tore): 128 (45) © IMAGO/Julien Becker

Noten und Einzelkritik zu Deutschland gegen Spanien: Zerfahrene Anfangsphase

Die erste deutsche Chance hatte dann Kai Havertz in der 21. Minute, nachdem Joshua Kimmich den DFB-Angreifer mustergültig per Flanke bedient hatte. Unai Simon aber parierte den unplatzierten Kopfball.

Insgesamt war beiden Teams aber die Nervosität anzumerken, da es ein durchaus fehlerbehaftetes Spiel in der Anfangsphase war. Drei Gelbe Karten (zweimal Deutschland, einmal Spanien) nach nicht einmal 30 Minuten und viele Fouls waren ein deutliches Zeichen.

Ansonsten war es eine packende Begegnung, die allerdings ihre zerfahrenen Phasen hatte, daher gab es einige Chancen auf beiden Seiten. Havertz kam nach 35. Minute sehr frei zum Abschluss, hatte den Ball aber auf seinem schwächeren Rechten. Auf der anderen Seite prüfte Nico William einmal Neuer. Doch der DFB-Keeper war gänzlich auf der Höhe. So ging es torlos in die Pause.

Deutschland und Spanien spielten bis zur Pause torlos.

Deutschland gegen Spanien torlos zur Pause: Nagelsmann brachte Wirtz und Andrich

Im zweiten Durchgang reagierte Nagelsmannn und brachte mit Florian Wirtz und Robert Andrich für Can und Sané zwei neue Spieler. Trotzdem hatte wieder Spanien den ersten Abschluss, doch Morata zielte im Strafraum zu hoch.

In der 52. Minute dann der Schock! Lamine Yamal bediente den eingewechselten Dani Olmo, der am Sechzehner cool blieb und zum 1:0 für Spanien einschoss. Im Anschluss drückten die Nagelsmänner mit aller Macht auf den Ausgleich. Havertz, Andrich und der eingewechselte Niclas Füllkrug hatten Chancen, doch konnte sie Simon nicht überwinden.

In der Schlussphase kam dann auch noch Thomas Müller, Deutschland drohte bei der Heim-EM das Aus. Doch dann kam Florian Wirtz! Nach Kimmich-Ablage schoss der Leverkusen-Star in der 89. Minute das 1:1 und rettete das DFB-Team in die Verlängerung.

Florian Wirtz gegen Spanien.

Irre! Wirtz rettet Deutschland kurz vor Schluss in die Verlängerung - dort gibt‘s Drama

In der Extra-Time hatte Deutschland dann wieder durch Wirtz die große Chance auf das 2:1, doch dieses Mal zielte der 21-Jährige knapp daneben. In der zweiten Hälfte der Verlängerung bekam Deutschland einen klaren Handelfmeter verweigert, als Musiala Gegenspieler Cucurella deutlich an die Hand schoss.

In der 119. Minute dann das Drama: Olmo flankt auf Merino - 1:2! Das EM-Aus für Deutschland …

Manuel Neuer

Der EM-Rekord-Torhüter war vor allem in den ersten 45 Minuten häufig gefordert: Mal mit starken Reflexen, mal beim Herauslaufen gegen die heranstürmenden Spanier. Note: 2

Joshua Kimmich

Mit einer gefühlvollen Flanke auf den Kopf von Stürmer Havertz leitete Kimmich die erste nennenswerte deutsche Chance ein. Der Terrier aus Rottweil biss sich in seiner langjährigen Stuttgarter Fußball-Heimat an Gegenspieler Nico Williams im Zweikampf fest – wohl wissend, dass er im Laufduell den Kürzeren ziehen würde. Bereitete dann kurz vor Schluss den hochverdienten Ausgleich per Kopf (!) vor. Großes Spiel des Bayern-Stars, der nach der Gündogan-Auswechslung die Kapitänsbinde trug. Der beste deutsche Spieler auf dem Platz. Note: 2

Antonio Rüdiger

Früh im Spiel sah der Abwehrchef die Gelbe Karte (13. Minute). Rüdiger hatte gegen die quirlige spanische Offensive alle Hände voll zu tun und versuchte mit seiner Körperlichkeit dagegenzuhalten. Patzte dann leider in der Nachspielzeit, was zum EM-Aus führte. Note: 3

Jonathan Tah

Häufig bot sich Linksverteidiger Raum auf der linken Seite für einen langen Ball bei Tah an. Statt ins Risiko zu gehen, spielte der Leverkusener lieber über das Zentrum und nahm somit Geschwindigkeit aus dem deutschen Spiel. Note: 3

David Raum

Bemüht, aber häufig zu ungestüm im Zweikampf und zu kopflos bei den Laufwegen. Bei der Vorarbeit von Yamal zur Führung der Spanier übte Raum zu wenig Druck auf das Wunderkind aus. Note: 4

Alle EM-Trikots des DFB seit 1972 in der Übersicht

Gerd Müller erzielte im klassischen Schwarz und Weiß gehalten im Finale der EM 1972 in Belgien einen Doppelpack – die BR Deutschland gewann mit 3:0 gegen die Sowjetunion. Uli Hoeneß trägt hier das Auswärtsdress, grün mit weißem Kragen, weißer Hose und grünen Stutzen.
Gerd Müller erzielte im klassischen Schwarz und Weiß im Finale der EM 1972 in Belgien einen Doppelpack – die BR Deutschland gewann mit 3:0 gegen die Sowjetunion. Uli Hoeneß trägt hier das Auswärtsdress, grün mit weißem Kragen, weißer Hose und grünen Stutzen. © Bildmontage IMAGO / Colorsport + IMAGO / Colorsport
Die EM 1976 im ehemaligen Jugoslawien hatte die DFB-Stars wieder im schlichten Schwarz-Weiß empfangen. Gegen die Tschechoslowakei verlor man im Final-Elfmeterschießen 3:5.
Die EM 1976 im ehemaligen Jugoslawien hatte die DFB-Stars wieder im schlichten Weiß-Schwarz empfangen. Gegen die Tschechoslowakei verlor man im Final-Elfmeterschießen 3:5. © imago sportfotodienst
Farblich blieben die Akzente weiterhin aus: Bei der EM 1980 in Italien sorgte aber immerhin der Kragen für Aufsehen. Sportliches Resümee: Europameister.
Farblich blieben die Akzente weiterhin aus: Bei der EM 1980 in Italien sorgte aber immerhin der Kragen für Aufsehen. Sportliches Resümee: Europameister. © Pressefoto Rudel/Herbert Rudel via www.imago-images.de
Jetzt aber: Auf dem DFB-Trikot zeichneten sich leichte Querstreifen ab, die modische Revolution hat begonnen. Tatort: EM 1984 in Frankreich.
Jetzt aber: Auf dem DFB-Trikot zeichneten sich leichte Querstreifen ab, die modische Revolution hat begonnen. Tatort: EM 1984 in Frankreich. Sportlich lief es überhaupt nicht, Aus bereits in der Gruppenphase. © Pressefoto Rudel/Herbert Rudel via www.imago-images.de
Deutschland erstrahlte bei der EM 1988 im eigenen Land erstmals in Schwarz-Rot-Gold. Aus im Halbfinale gegen die Niederlande.
Deutschland erstrahlte bei der EM 1988 im eigenen Land erstmals in Schwarz-Rot-Gold. Brachte fast den ganz großen Erfolg, Aus im Halbfinale gegen die Niederlande. © imago sportfotodienst
EM 1992 in Schweden: Schwarz-Rot-Gold auf den Schultern und ansatzweise im Kragen. Finalniederlage gegen Dänemark.
EM 1992 in Schweden: Schwarz-Rot-Gold auf den Schultern und ansatzweise im Kragen. Finalniederlage gegen Dänemark. © IMAGO/Pressefoto Rudel/Herbert Rudel
Mehmet Scholl und Co. trugen bei der EM 1996 in England wieder eher schlicht, aber mit landesfarblichem Touch am Ärmelende sowie im Kragen. Finalsieg über Tschechien durch Golden Goal.
Mehmet Scholl und Co. trugen bei der EM 1996 in England wieder eher schlicht, aber mit landesfarblichem Touch am Ärmelende sowie im Kragen. Finalsieg über Tschechien durch Golden Goal. © Laci Perenyi via www.imago-images.de
Aus bei der EM 2000 in Belgien und den Niederlagen als Letzter der Gruppenphase – und auch die Trikots waren eher weniger der Hingucker. Das Heimtrikot war schlicht gehalten, auswärts lief das DFB-Team wieder mal in Grün auf.
Aus bei der EM 2000 in Belgien und den Niederlagen als Letzter der Gruppenphase. Das Heimtrikot war schlicht gehalten, auswärts lief das DFB-Team wieder mal in Grün auf. © Bildmontage Rolf Kosecki/Imago + IMAGO / Horstmüller
Sportlich glich auch die EM 2004 in Portugal einem Horrorszenario – Aus in der Gruppenphase zum zweiten Mal in Folge. Das Auswärtsgrün wich einem Auswärtsschwarz, das Heimtrikot war dem zur vorherigen Europameisterschaft ziemlich ähnlich.
Sportlich glich auch die EM 2004 in Portugal einem Horrorszenario – Aus in der Gruppenphase zum zweiten Mal in Folge. Das Auswärtsgrün wich einem Auswärtsschwarz, das Heimtrikot war dem der vorherigen Europameisterschaft ziemlich ähnlich. © Bildmontage IMAGO / Camera 4 + IMAGO / Pixsell
Schwarz-Rot-Gold war in Österreich und der Schweiz bei der EM 2008 wieder mitten auf der Brust zu sehen – erst dick in Schwarz, dann in Rot und Gold schmal darunter. Beim Auswärtstrikot setzte der DFB auf ein ungewohnt schrilles Rot, garniert mit einem schwarzen Balken in der Mitte. Finalniederlage gegen Spanien.
Schwarz-Rot-Gold war in Österreich und der Schweiz bei der EM 2008 wieder mitten auf der Brust zu sehen – erst dick in Schwarz, dann in Rot und Gold schmal darunter. Beim Auswärtstrikot setzte der DFB auf ein ungewohnt schrilles Rot, garniert mit einem schwarzen Balken in der Mitte. Finalniederlage gegen Spanien. © Bildmontage IMAGO / Bernd König + IMAGO / Sven Simon
Polen und die Ukraine waren Gastgeber der EM 2012, bei der die DFB-Elf wieder auf eher schlichte Trikots setzte. Das Heimjersey war fast komplett in Weiß gehalten, hatte dazu leichte schwarze Streifen. Auswärts war ein knalliges Grün ziemlich auffällig. Fast wie die Leistungen: Halbfinalniederlage gegen Italien.
Polen und die Ukraine waren Gastgeber der EM 2012, bei der die DFB-Elf wieder auf eher schlichte Trikots setzte. Das Heimjersey war fast komplett in Weiß gehalten, hatte dazu leichte schwarze Streifen. Auswärts war ein knalliges Grün ziemlich auffällig. Fast wie die Leistungen: Halbfinalniederlage gegen Italien. © Bildmontage IMAGO / Sportimage + IMAGO / DeFodi
Der zwei Jahre zuvor geholte WM-Pokal zierte beim Heimtrikot die deutsche Brust, das Auswärtsleibchen wurde bei der EM 2016 in Frankreich in Grau und Grün gehalten. Grau für die Hinterhöfe und Bolzplätze, Grün für die Rasenplätze der Vereinsmannschaften. Wieder Niederlage im Halbfinale, diesmal gegen Frankreich.
Der zwei Jahre zuvor geholte WM-Pokal zierte beim Heimtrikot die deutsche Brust, das Auswärtsleibchen wurde bei der EM 2016 in Frankreich in Grau und Grün gehalten. Grau für die Hinterhöfe und Bolzplätze, Grün für die Rasenplätze der Vereinsmannschaften. Wieder Niederlage im Halbfinale, diesmal gegen Frankreich. © Bildmontage IMAGO / Fotostand + IMAGO / Fotoarena
Das Grün im Auswärtstrikot wich bei der kontinental ausgetragenen EM 2021 wieder dem schwarzen Grund. Ansonsten spielte das DFB-Team in Weiß mit länglichen schwarzen Streifen. Die Ära Jogi Löw endete, Deutschland schied im Achtelfinale gegen England aus.
Das Grün im Auswärtstrikot wich bei der kontinental ausgetragenen EM 2021 wieder dem schwarzen Grund. Ansonsten spielte das DFB-Team in Weiß mit länglichen schwarzen Streifen. Die Ära Jogi Löw endete, Deutschland schied im Achtelfinale gegen England aus. © Bildmontage IMAGO / Sven Simon + IMAGO / ULMER Pressebildagentur

Emre Can

Überraschend stand der Dortmunder Nachrücker in der Startelf. Seine erste Aktion: Er wollte ein Foulspiele ziehen, es wurde nicht gegeben und daraus resultierte der erste gefährlich Angriff der Spanier nach einer guten Minute. Diese Unkonzentriertheiten zogen sich durch die Partie. Note: 5 (ab 46. Robert Andrich: Der Kettenhund hatte beim Gegentor seinen Gegenspieler aus den Augen verloren. Note: 4)

Toni Kroos

Ein ungewohnt früher Fehlpass stand in der Statistik von Kroos, weil Raum in der Szene zu langsam schaltete. Der Mittelfeldstratege tat sich schwer, dem Spiel seinen Stempel aufzudrücken. Note: 3

Leroy Sané

Als pfeilschneller Linksfuß sollte für die nötige Tiefe im deutschen Spiel sorgen. Doch Sané tat sich schwer, musste ebenfalls häufig nach hinten arbeiten. In der Halbzeit war für ihn Schluss. Note: 4 (ab 46. Florian Wirtz: Wirkte in seiner Joker-Rolle motiviert und verpasste dem deutschen Spiel frischen Wind. Daher war es nur folgerichtig, dass er den Ausgleich in der89. Minute erzielte udn Deutschland so in die Verlängerung rettete. Note: 3)

Die DFB-Stars nach dem 0:1 gegen Spanien.

Ilkay Gündogan

Dem Kapitän fehlte bei einigen Pässen das Gefühl im Fuß: Entweder waren seine Zuspiele zu scharf oder kamen zu kurz. Meckerte dann auch die Mitspieler an. Note: 4 (ab 57. Niclas Füllkrug: Belebte das deutsche Angriffsspiel, traf sogar den Pfosten. Note: 3)

Jamal Musiala

Hintermann Raum stand enorm hoch, weshalb Musiala immer mit einem Auge nach hinten schauen musste, was ihn in seinen Offensivaktionen freilich hemmte. Am eigenen Sechzehner verteidigte er vorbildlich und spielte in Umschalt-Momenten gute Pässe in die Tiefe. Note: 4

Kai Havertz

Zwei Großchancen hatte Havertz in der ersten Halbzeit, wovon er keine nutzte – zu wenig. Zudem hatte er im zweiten Durchgang gleich zwei ganz dicken Chancen, konnte aber keine nutzen. Im Passspiel häufig zu lasch. Note: 4 (ab 91. Minute Waldemar Anton, o.B.)

Aus der MHDArena in Stuttgart berichten Manuel Bonke und Florian Schimak

Rubriklistenbild: © IMAGO/O.Behrendt

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