Italiener erhält Zuspruch

Nach Musiala-Aus: Courtois findet Kritik an Donnarumma übertrieben

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Musiala schwer verletzt nach Aktion mit Donnarumma - PSG-Keeper erntet massive Vorwürfe, doch Real-Torwart Courtois nimmt ihn öffentlich in Schutz.

Atlanta – Es waren schlimme Szenen am Samstagabend: Jamal Musiala bricht sich in einem Zweikampf mit Gianluigi Donnarumma das Wadenbein, wird direkt ins Krankenhaus gebracht. Der Schock saß tief beim FC Bayern, das 0:2 gegen PSG und damit das Aus bei der Klub-WM rückten in den Hintergrund. Dafür wurde unmittelbar zur Kritik am PSG-Keeper ausgeholt.

Neuer übt Donnarumma-Kritik

„Das ist schon risikofreudig. Da nimmt man die Verletzung des Gegenspielers – das kann auch ein Mitspieler sein – in Kauf,“ rügte Manuel Neuer seinen Kollegen nach dem Schlusspfiff. „Ich bin dann zu ihm hingegangen und habe gefragt: ‚Willst du nicht mal eben hingehen? Der Jamal liegt da.‘ Da gehört es sich aus Respekt, dahinzugehen, ihm alles Gute zu wünschen und ein kleines Sorry dazulassen. Daraufhin ist er dann auch zu Jamal gegangen.“

Donnarumma schien die Schwere der Verletzung spät bemerkt zu haben, der Schock war ihm ins Gesicht geschrieben. Zudem entschuldigt er sich via Instagram bei Musiala und schickt Genesungswünsche nach München.

Kritik am PSG-Keeper zu hart?

Der Zweikampf mit Jamal Musiala bewegt die Fußball-Welt, doch nicht jeder möchte sich der harschen Donnarumma-Kritik anschließen. Thibaut Courtois, Nummer 1 von Real Madrid und Halbfinalist bei der Klub-WM nach dem 3:2 gegen Dortmund, springt seinem Torhüter-Kollegen zur Seite.

„Torhüter gehen zum Ball. Und Stürmer halten sich auch nicht zurück, wenn sie auf unsere Gesichter losgehen. Es ist einfach Pech. Donnarumma die Schuld zu geben, scheint mir übertrieben“, so der belgische Nationaltorhüter.

Zweikampf mit Musiala: PSG-Keeper Donnarumma im Kreuzfeuer der Kritik

Musiala-Drama trifft Bayern ins Mark

Beim FC Bayern unterstellt man Gianluigi Donnarumma selbstverständlich keine Absicht, doch die schlimme Verletzung von Jamal Musiala, der wohl etwa fünf Monate ausfallen wird, schockt die Münchner. Durch den Abschied von Thomas Müller wird man wohl noch einmal den Transfermarkt sondieren müssen – und die Preise werden angesichts der personellen Not kaum fallen.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Li Ming

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