Nach Nagelsmann-Ansage hat ter Stegen nur noch eine Wahl
VonAdrian Kühnel
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In der Kolumne Absolut International dreht sich diesmal alles um Marc-André ter Stegen und die jüngste Ansage von Bundestrainer Julian Nagelsmann.
Barcelona/Frankfurt – Liebe Fans des internationalen Fußballs: Bereits im August schrieb ich in einem Kommentar zur Situation von Marc-André ter Stegen: „Jetzt kann es nur eine Lösung geben.“ Die Forderung lautete: „Wenn ter Stegen seine Karriere nicht gefährden will, muss er nun die Reißleine ziehen und sich einen neuen Klub suchen, bei dem er als Stammtorhüter gesetzt ist.“
Zuvor war medial die Degradierung ter Stegens zur Nummer drei im Tor des FC Barcelona durchgesickert. Zu allem Überfluss musste sich ter Stegen kurz darauf auch noch einer Operation am Rücken unterziehen. Der 33-Jährige arbeitet aktuell weiterhin an seinem Comeback. Doch die Aussicht auf Spielzeit beim FC Barcelona bleibt schwierig.
Ter Stegen muss den FC Barcelona verlassen – und das nicht zu einem Top-Klub
Und so bleibt auch ter Stegens Zukunft zwischen den Pfosten der deutschen Nationalmannschaft gefährdet – wenn er nicht rechtzeitig handelt. Bundestrainer Julian Nagelsmann machte nun unmissverständlich klar, dass ohne regelmäßige Einsätze kein Platz für ter Stegen im deutschen WM-Tor ist.
Alle hoffen, „dass er Stammtorwart wird bei einem Klub. Und dann werden wir den Plan so weiterverfolgen, wie wir ihn mal auserkoren haben“, so Nagelsmann weiter. Sollte das nicht gelingen, müsse man sich „weitere Gedanken zum viel diskutierten Torwart-Thema“ machen.
Absolut International – die Kolumne über den internationalen Fußball
Adrian Kühnel ist Reporter bei Absolut Fussball. Er lebte zwischenzeitlich in Madrid, verfolgte dort die spanische Liga und den internationalen Fußball aus nächster Nähe und berichtete bereits von Events wie dem Champions-League-Finale als auch dem Ballon d‘Or vor Ort.
In seiner Kolumne Absolut International schreibt Kühnel über alles, was außerhalb der heimischen Bundesliga passiert – von spektakulären Szenen über überraschende Vorkommnisse bis zu den kuriosen Momenten, die den internationalen Fußball so unverwechselbar machen.
Hier treffen spannende Geschichten, brisante Schlagzeilen und polarisierende Szenen auf humorvolle Anekdoten, die man einfach kennen muss. Die Kolumne verbinden fundierte Analyse mit der Freude am Spiel, den kleinen Absurditäten und den Geschichten abseits des Platzes.
Wer Absolut International liest, bekommt nicht nur Spielberichte, Tabellen und Ergebnisse, sondern die volle Bandbreite des internationalen Fußballs serviert: manchmal scharf wie ein Pressschlag, manchmal überraschend wie ein Last-Minute-Tor – aber immer unterhaltsam und lesenswert.
Der Auftrag des Bundestrainers an ter Stegen ist damit klar. Findet er einen Verein, bei dem er regelmäßig im Tor stehen und sich auszeichnen kann, wird er die deutsche Nummer eins bei der Weltmeisterschaft im kommenden Sommer sein. Für ter Stegen bedeutet das, dass er bei der Wahl seines nächsten Vereins Zugeständnisse machen muss. Das betrifft sowohl das Renommee des Klubs als auch die wirtschaftlichen Aspekte seines Vertrags.
Die Lösung: Ansprüche senken, auch eine Leihe erwägen und den Markt gründlich abklopfen. Ter Stegen muss bereit sein für unkonventionelle Wege, um seinem Traum als Nummer eins bei einer WM näherzukommen. Ab Januar zählt nur eins: dem Bundestrainer durch Spielzeit zu zeigen, dass er der richtige Mann im Tor der deutschen Nationalmannschaft ist.