Wichtige Auszeichnung

Nach Real im Vorjahr: PSG erscheint plötzlich nicht zum Ballon d'Or

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PSG ist nach Real Madrid der zweite prominente Verein, der beim Ballon d'Or nicht erscheint. Der Grund hierfür ist durchaus kurios.

Paris – Der Ballon d‘Or (alle TV-Infos hier) in diesem Jahr ist so spannend und unvorhersehbar wie schon lange nicht mehr. Viele Spieler wie Raphinha, Yamal oder Dembele bewegten sich auf einem ähnlichen Niveau. Einen ganz klaren Favoriten gibt es in diesem Jahr nicht. Trotzdem rechnet sich vor allem PSG als Champions-League-Sieger Chancen aus.

Ousmane Dembele gehört zu den großen Favoriten auf den Ballon d‘Or.

Doch Ousmane Dembele und sein Klub werden die Verleihung nicht live vor Ort mitverfolgen. Im letzten Jahr hatte Real Madrid schon aufgrund der Vinicius-Kontroverse die Veranstaltung boykottiert. Im letzten Jahr wurde im Vorfeld klar, dass Rodri gewinnt, was den Verantwortlichen des spanischen Spitzenklubs sauer aufstieß.

PSG muss Ballon d‘Or wegen Spielverlegung absagen

Bei PSG hat die Absage allerdings einen logischen und harmlosen Grund. Denn der französische Meister muss heute gegen Olympique Marseille ran. Aufgrund der schlechten Witterungsbedingungen musste das Spiel von Sonntag auf Montag verlegt werden. Und auf die Nominierten Dembele, Vitinha, Mendes und Hakimi will man natürlich nicht verzichten.

Für PSG wird der Montag also doppelt wichtig. Zum anderen könnte man sich mit Marseille einen der großen Konkurrenten vom Hals halten, zum anderen könnte dann auch noch ein PSG-Spieler den Ballon d´Or bekommen. Mit 35 Toren und 16 Assists in 53 Pflichtspielen hat Dembele auf jeden Fall einige Argumente auf seiner Seite.

Aus Funchal auf die Weltbühne – Cristiano Ronaldos unvergleichliche Karriere

Cristiano Ronaldo bei einem Spiel der ersten portugiesischen Liga zwischen Santa Clara und Sporting Lissabon.
Hier begann 2002 Cristiano Ronaldos einzigartige Karriere: Beim portugiesischen Topklub Sporting Lissabon betrat CR7 - geboren am 5. Februar 1985 in Funchal - die Profifußball-Bühne. © imago sportfotodienst via www.imago-images.de
Cristiano Ronaldo signiert ein Trikot eines Fans von Sporting Lissabon.
Ronaldo wird bekannter: Der damals 18-Jährige erfüllt im Jahr 2003 als Spieler von Sporting Lissabon die ersten Autogrammwünsche. © imago sportfotodienst via www.imago-images.de
Cristiano Ronaldo mit einem Schal des englischen Klubs Manchester United in der Hand.
Cristiano Ronaldo wird ein „Red Devil“: Zur Saison 2003/2004 zieht es den Portugiesen zu Weltklub Manchester United. © imago sportfotodienst via www.imago-images.de
Die portugiesische Nationalmannschaft beim Teamfoto vor dem EM-Finale 2004 gegen Griechenland.
Nach seinem Debüt für die portugiesische A-Nationalmannschaft gegen Kasachstan am 20. August 2003 spielt CR7 mit der EM 2004 sein erstes großes Turnier: Mit der Seleção kommt er im eigenen Land bis ins Finale, muss sich dort aber Griechenland mit 0:1 geschlagen geben. © Pics United / BSR Agency/IMAGO
Cristiano Ronaldo mit der Meistertrophäe der Premier League in den Händen.
Cristiano Ronaldo gewinnt im Mai 2007 mit Manchester United die Premier League. Es ist sein zweiter Titel auf Vereinsebene, nachdem er zuvor mit Sporting 2003 den Superpokal gewonnen hatte. ©  via www.imago-images.de
Cristiano Ronaldo bei einem Premier-League-Spiel mit Manchester United gegen West Ham United.
Im Mai 2008 wird Ronaldo mit Manchester United wieder englischer Meister und holt zudem mit 31 Toren die Torjägerkrone. © Ian Hodgson/ANL/Shutterstock via www.imago-images.de
Cristiano Ronaldo präsentiert die Champions-League-Trophäe nach dem Spiel gegen Chelsea.
Im gleichen Monat folgt Ronaldos bis dato größter Triumph: Mit den Red Devils wird er 2008 nach einem 6:5 im Elfmeterschießen gegen den FC Chelsea Champions-League-Sieger. In der regulären Spielzeit trifft er zum zwischenzeitlichen 1:0, im Elfmeterschießen hält Chelsea-Keeper Petr Čech Ronaldos Elfer. Jubeln darf CR7 am Ende trotzdem. Insgesamt trägt er acht Tore in elf Spielen zum Titel in der Königsklasse bei. © imago sportfotodienst via www.imago-images.de
Die Fußballlegende Pelé überreicht Cristiano Ronaldo die Trophäe zum Weltfußballer des Jahres 2008.
Ronaldo erhält Anfang Januar 2009 die Trophäe zum Weltfußballer 2008. Obendrein wird er Europas Fußballer des Jahres, gewinnt den Ballon d‘Or sowie den Goldenen Schuh. © Ulmer/Teamfoto/imago sportfotodienst
Cristiano Ronaldo bei seiner Vorstellung im Estadio Santiago Bernabéu von Real Madrid.
Im Sommer 2009 wechselt Cristiano Ronaldo von Manchester United zu Real Madrid. Die Königlichen überweisen schlappe 94 Millionen Euro an die Red Devils - der bis dato teuerster Transfer überhaupt. © Cordon Press/Diario AS/imago sportfotodienst
Cristiano Ronaldo und Sami Khedira feiern den Titel in der damaligen Primera División.
Cristiano Ronaldo und Teamkollege Sami Khedira feiern 2011 mit Real die spanische Meisterschaft, in der CR7 mit 40 Toren Torschützenkönig wird. Im selben Jahr gewinnt Ronaldo mit den Königlichen zudem die Copa del Rey. © Alterphotos/IMAGO
Cristiano Ronaldo trifft im Champions-League-Finale per Elfmeter gegen Atlético Madrid.
CR7 macht in der Verlängerung per Elfmeter den Deckel drauf: Real Madrid schlägt Stadtrivale Atlético im Champions-League-Finale 2014 mit 4:1. Die Mission „La Décima“ ist vollbracht: Die Königlichen feiern ihren zehnten Titel in der Königsklasse. © Ulmer/IMAGO
Cristiano Ronaldo neben dem damaligen FIFA-Präsident Sepp Blatter.
Cristiano Ronaldo wird im Januar 2015 in Zürich zum Weltfußballer 2014 gekürt. Zwei Tage später zeichnet ihn der portugiesische Fußballverband zum Fußballer des Jahrhunderts aus. Dabei lässt er Legende Eusebio – Torschützenkönig bei der WM 1966 – knapp hinter sich. © Xinhua / IMAGO
Cristiano Ronaldo und Teamkollege Pepe machen mit dem EM-Titel eine Ehrenrunde.
2016 holt Cristiano Ronaldo mit Portugal das nach, was ihnen 2004 nicht gelang: der Gewinn der Europameisterschaft. © imago sportfotodienst
Cristiano Ronaldo mit der Champions-League-Trophäe in seinem rechten Arm.
Cristiano Ronaldo feiert Ende Mai 2018 mit dem 3:1 gegen den FC Liverpool seinen fünften Champions-League-Titel - und den den vierten mit Real Madrid. © ActionPictures/IMAGO
Cristiano Ronaldo bei einem Serie-A-Spiel von Juventus Turin gegen Parma.
Im neuen Gewand: Cristiano Ronaldo wechselt nach 450 Toren in 438 Pflichtspielen für Real Madrid zur Saison 2018/19 zu Juventus Turin. Die kolportierte Ablöse damals: rund 100 Millionen Euro. © ZUMA Press / IMAGO
Cristiano Ronaldo 2019 mit dem Nations-League-Pokal in der Hand.
Ronaldo und Portugal gewinnen 2019 in Porto das Finale der neu geschaffenen Nations League gegen die Niederlande mit 1:0.  © Pro Shots / IMAGO
Cristiano Ronaldo feiert mit Teamkollege Gianluigi Buffon 2020 die italienische Meisterschaft mit Juventus Turin.
Auch im Dress der „Alten Dame“ ist Ronaldo erfolgreich: Mit Juve gewinnt CR7 zweimal die Meisterschaft in der Serie A, einmal die Coppa Italia sowie zweimal die Supercoppa. Hier feiert er gemeinsam mit Gianluigi Buffon die Meisterschaft 2020. © Independent Photo Agency Int. / IMAGO
Cristiano Ronaldo mit seinem Signature-Jubel im Spiel gegen Newcastle United.
Rückkehr nach zwölf Jahren: Cristiano Ronaldo schließt sich am „Deadline Day“ der Sommer-Transferperiode 2021 Manchester United an. In seinem ersten Pflichtspiel für die Red Devils nach dem Champions-League-Finale 2009 schnürt CR7 im Old Trafford gegen Newcastle gleich mal einen Doppelpack. © Shutterstock / IMAGO
Cristiano Ronaldo wird bei einem Premier-League-Match gegen Newcastle United ausgewechselt.
Zwar kommt der Portugiese in anderthalb Jahren auf respektable 32 Scorerpunkte in 55 Pflichtspielen, doch seine zweite Amtszeit beim Premier-League-Klub hatte sich Ronaldo anders vorgestellt. CR7 wird unter dem neuen Trainer Erik ten Hag des Öfteren ausgewechselt oder sogar nur eingewechselt. Im Oktober 2010 kommt es zum Eklat: Ronaldo wird für das Spiel gegen Chelsea suspendiert, weil er zuvor laut ten Hag eine Einwechslung gegen Tottenham verweigert habe. © Martin Rickett/IMAGO
Cristiano Ronaldo bei seiner Vorstellung bei Al-Nassr.
Cristiano Ronaldo verlässt seine alte Liebe Manchester vorzeitig und führt seine Karriere in Saudi-Arabien fort. Zum Jahresanfang 2023 wird er bei Al-Nassr festlich vorgestellt. Ronaldo soll sich laut Medienberichten eine jährliche Gage von 200 Millionen Euro in seinen Vertrag schreiben lassen haben. © Khalid Alhaj/MB Media/IMAGO
Cristiano Ronaldo beim EM-Qualifikationsspiel gegen Liechtenstein.
Cristiano Ronaldo kommt im März 2023 beim EM-Qualifikationsspiel gegen Liechtenstein zu seinem 197. Länderspiel-Einsatz für Portugal und ist damit Weltrekord-Nationalspieler. © Valter Gouveia/IMAGO
Cristiano Ronaldo jubelt gegen Al-Ettifaq.
Kapitän Cristiano Ronaldo jubelt bis zum Ende der Saison 2022/2023 in 19 Pflichtspielen für Al-Nassr 14 Mal. © Victor Fraile/IMAGO
Cristiano Ronaldo beim AFC Champions-League-Spiel gegen Al-Wahda.
Cristiano Ronaldo kürt sich am Saisonende 2023/2024 mit 35 Toren in 31 Ligaspielen zum Torschützenkönig der Saudi Pro League. Damit übertrifft er den Rekord von Abderrazak Hamdallah, der in der Spielzeit 2018/29 34 Treffer für Al-Nassr erzielt hatte. Ronaldo ist zudem der erste Spieler, der in vier verschiedenen Ländern (Saudi-Arabien, England, Italien, Spanien) Torschützenkönig werden konnte. Insgesamt schießt Ronaldo in der Saison 23/24 in 51 Pflichtspielen 50 Tore. © Khalid Alhaj/MB Media/IMAGO
Cristiano Ronaldo beim EM-Gruppenspiel 2024 gegen Tschechien.
Weiterer Rekord: Cristiano Ronaldo nimmt mit der Europameisterschaft 2024 in Deutschland zum sechsten Mal an einer EM teil. Das schaffte noch kein anderer Spieler. © Michael Taeger/IMAGO
Cristiano Ronaldo feiert sein Tor für Al-Nassr gegen Al-Ittihad.
Am Ende der Saison 2024/25 sichert sich Cristiano Ronaldo erneut die Torjägerkrone in der Saudi Pro League. Er schießt 25 Tore in 30 Ligaspielen. © Alexandre Neto / SPP/IMAGO
Cristiano Ronaldo reckt den Nations-League-Pokal nach dem Finalsieg über Spanien in die Höhe.
Nations-League-Gewinner 2025 nach dem 5:3 im Elfmeterschießen gegen Spanien: Ronaldo feiert mit 40 Jahren seinen dritten Titel im Trikot der Seleção. © Herbertz / Nico Herbertz / IMAGO

Der Ballon d´Or wird jedes Jahr von einer Jury vergeben, die aus Medienschaffenden aus den Top-100-Ländern der FIFA-Weltrangliste besteht. Jedes Land stellt dabei einen Journalisten. Da große Namen wie Cristiano Ronaldo und Lionel Messi nicht mehr im Rampenlicht stehen, müssen Teile der Jury nun etwas kreativer werden – das macht die Verleihung so spannend.

Drei Bundesliga-Stars sind übrigens für den Preis nominiert: Harry Kane, Serhou Guirassy und Michael Olise. Allerdings hab alle drei Spieler höchstens Außenseiterchancen bei der Verleihung. Den letzten Bundesliga-Sieger gab es übrigens 1996 - damals sicherte sich Matthias Sammer von Borussia Dortmund die Trophäe. (DaHee)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Thierry Breton

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