VonIngo Durstewitzschließen
Verteidiger Robin Koch kommt auf Leihbasis nach Frankfurt: „Gehe die Herausforderung mit maximaler Motivation an“.
Eine Überraschung ist die Verpflichtung gewiss nicht mehr, vielleicht eher der Zeitpunkt der Bekanntgabe: Gegen 21. 30 Uhr am Donnerstagabend ließ Eintracht Frankfurt die Nachwelt wissen: „Robin Koch verstärkt die Defensive.“ Schon die Überschrift verbindet die Tatsache mit der Hoffnung: Der fast 27-Jährige soll die Verteidigung des Bundesligisten nicht nur auffüllen, sondern sie auf ein anderes Niveau heben. Die Chancen stehen nicht schlecht.
Dem achtfachen Nationalspieler ist das zuzutrauen, er hat seine Befähigung unter Beweis gestellt, in England an Erfahrung und Klasse gewonnen – selbst wenn diese Saison im Abstieg von Leeds United mündete. Die Eintracht erhofft sich in dem Kaiserslauterer eine Stabilisierung der löchrigen Abwehr, er soll zudem eine Führungsrolle übernehmen – sowohl auf dem Rasen als auch in der Kabine.
Der 1,91 Meter große Rechtsfuß, der in der Bundesliga seinen Durchbruch beim SC Freiburg schaffte, kommt zunächst für ein Jahr auf Leihbasis, danach soll er fest verpflichtet werden. Ein kompliziertes Vertragskonstrukt ließ zunächst keine andere Möglichkeit zu, das war auch der Grund, weshalb sich der Wechsel über Wochen zog. Beide Parteien waren schon lange einig.
„Robin ist ein Typ, der auf und neben dem Platz vorangeht und Verantwortung übernimmt“, sagt Sportvorstand Markus Krösche. „Die Tatsache, dass viele namhafte Klubs sich mit ihm in den vergangenen Wochen auseinandergesetzt haben und interessiert waren, er sich aber für uns entschieden hat, zeigt, wie sehr Robin sich mit der Aufgabe identifiziert. Uns war es wichtig, neben den jungen und sehr talentierten Spielern, die wir hinzugewonnen haben, in der Verteidigung Qualitätsmerkmale wie Erfahrung und Führungsqualität hinzuzufügen und das Mannschaftsgerüst weiter stabil zu halten. Robin war in Leeds einer der Kapitäne und wird auch bei uns eine zentrale Rolle einnehmen.“
Auch der Spieler selbst äußerte sich äußerst angetan von seinem neuen Job: „Der Klub zählt zu den renommiertesten Vereinen in der Bundesliga und war in den letzten Jahren auch in Europa ein Aushängeschild des deutschen Fußballs“, sagte der 26-Jährige. „Markus Krösche und Timmo Hardung haben sich unglaublich bemüht, dass ich zur Eintracht komme und mich vom Weg und von der Vision überzeugt. Für mich ist es eine sehr spannende Herausforderung, die ich mit maximaler Motivation angehe.“
