U21

Nächster Abgang: Hier ist der Eintracht-Umbruch erwünscht

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Die U21 von Eintracht Frankfurt hat mit Sidney Raebiger den nächsten Spieler in die 2. Liga abgegeben. Im Nachwuchsbereich sind diese Schritte gewollt.

Frankfurt – Die Fans von Eintracht Frankfurt reagieren beim Begriff Umbruch zumeist eher allergisch. Im Optimalfall sollten die Leistungsträger jahrelang bleiben und den Klub zu großen Erfolgen führen. Allerdings sind Sportvorstand Markus Krösche die Hände gebunden, wenn Schmerzgrenzen erreicht werden. Nicht jedem Anhänger gefällt dieser Weg, manch einer fühlt sich wie bei einem Durchlauferhitzer. Krösche will nicht nur deshalb einen erneuten Umbruch in diesem Sommer vermeiden.

Nach Futkeu geht auch Raebiger in die zweite Liga

Ganz anders sieht die Lage in der zweiten Mannschaft der Hessen aus. Am Freitagnachmittag verkündete die Eintracht-U21 den Abgang von Sidney Raebiger in Richtung Eintracht Braunschweig. Sportdirektor Timmo Hardung sagte in der offiziellen Pressemitteilung: „Mit dem Wechsel in die 2. Bundesliga geht ein weiterer Spieler den Schritt in den Profifußball, was für uns ein wichtiges Ausbildungsziel darstellt.“

Sidney Raebiger war nur ein Jahr bei der Eintracht-U21 unterwegs.

Krösche wurde bei seiner großen Abschluss-Pressekonferenz von fussball.news bereits auf den Weg der U21 angesprochen. Er sagte: „Für uns war der Weg von Noel Futkeu eine Erfolgsgeschichte. Bei ihm hat sich gezeigt, dass wir einen Spieler sehr schnell aus der Oberliga in den Profifußball bringen können.“ Mit dem Angreifer wechselte erstmals in der noch so kurzen Geschichte der zweiten Mannschaft ein Akteur gegen Ablöse zur Spielvereinigung Greuther Fürth. Möglicherweise stehen sich Futkeu und Raebiger in der kommenden Saison im direkten Duell gegenüber. Für die Eintracht-Geschichte sind das wichtige Zeichen.

Umbruch gewollt lautet das Motto in der Eintracht-U21

Umbruch gewollt! So lautet das Motto in der Nachwuchsschmiede des Klubs. Im Optimalfall werden die Talente so stark, dass sie der Eintracht in der Bundesliga helfen können. Krösche bremste und ordnete realistischerweise in: „Diese Forderung ist nicht mehr ganz so fair, weil die Entwicklung der Profimannschaft dahin geht, dass wir regelmäßig international spielen. Das ist für den Nachwuchs nicht ganz so einfach, sich auf das nötige Level zu entwickeln.“

Umso wichtiger ist es dann, die richtigen Momente für die Trennung zu erkennen. Neben Futkeu und Raebiger werden auch Angreifer Nacho Ferri und Außenverteidiger Elias Baum ihre Ausbildung zunächst höchstwahrscheinlich woanders fortsetzen. „Wir streben bei Nacho und Elias eine Leihe an. Die Regionalliga hilft ihnen vom Level her nicht mehr bei der Weiterentwicklung. Wir sind daher im Austausch mit anderen Klubs, sodass sie Spielzeit bekommen.“

Die nächsten Talente werden nach oben gezogen

Die Rechnung ist auch hier klar: Entweder das von Trainer Dino Toppmöller bei den Profis schon eingesetzte Duo kehrt gestärkt zurück und erhält eine Chance bei der ersten Mannschaft. Oder Baum und Ferri haben ihren Marktwert erhöht, auf sich aufmerksam gemacht und bringen Ablöse ein. Krösche will daher auch nicht den Aufstieg in die 3. Liga erzwingen. Der Eintracht-Macher sieht die 2022 gegründete Mannschaft aktuell in der vierten Liga sehr gut aufgehoben.

Und die nächsten Talente streben langsam nach oben. Noah Fenyö, Junior Awusi Boddien und Anas Alaoui erhielten in den vergangenen Tagen Profiverträge. Sie alle sollen Schritt für Schritt an den Profibereich herangeführt werden und in der zweiten Mannschaft zum Einsatz kommen. „Es geht uns daher nicht um Platzierung und Aufstieg. Die Jungs sollen Erfahrung sammeln“, verdeutlichte Krösche.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Michael Taeger

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