Nach Flick-Entlassung

Bundestrainer? Schweinsteigers „Bauchgefühl“ sagt Nagelsmann – doch sein Wunsch ist ein anderer

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Folgt Julian Nagelsmann auf Hansi Flick als Bundestrainer? Bastian Schweinsteiger äußert sich vor dem Spiel der Nationalmannschaft gegen Frankreich zu der Personalie.

Dortmund – Wer wird Nachfolger von Bundestrainer Hansi Flick? Das beschäftigt aktuell ganz Fußball–Deutschland.

Am Dienstag gegen Frankreich (21 Uhr, der Live-Ticker) sitzt Rudi Völler 19 Jahre nach seinem letzten Spiel als Nationaltrainer zusammen mit Hannes Wolf und Sandro Wagner auf der Trainerbank – jedoch nur einmalig. Am Nachmittag gab es bereits erste Entwicklungen um Julian Nagelsmann als potenziellen neuen Bundestrainer.

FC Bayern gibt Nagelsmann wohl für DFB frei

Einem Bericht der Bild zufolge, hat der FC Bayern Nagelsmann, der in München noch Vertrag bis 2026 besitzt, für den Job des Bundestrainers freigegeben. Seine Freigabe haben die Münchner aber offenbar an Bedingungen geknüpft. DFB-Vize-Präsident Hans-Joachim Watzke soll sich auch schon bei den Münchner Verantwortlichen nach Nagelsmann erkundigt haben.

Unklar ist, ob sich der 36-Jährige den Job als Bundestrainer überhaupt vorstellen könnte. Kurios wäre, dass er dort Flick beerben würde, auf den er schon 2021 bei den Bayern folgte. Uli Hoeneß sagte am Dienstagnachmittag, dass ein Wechsel von Nagelsmann zum DFB nicht am FC Bayern scheitern würde. Klar, dass auch ARD-Experte Bastian Schweinsteiger zur Bundestrainer-Thematik vor dem Frankreich-Spiel befragt wurde.

Vor dem Länderspiel gegen Frankreich spricht Bastian Schweinsteiger (links) über Julian Nagelsmann als potenziellen Bundestrainer.

Schweinsteiger: „Bauchgefühl sagt, es wird Nagelsmann.“

Darauf angesprochen, was der Weltmeister von 2014 glaubt, wer als Nachfolger von Flick kommt, sagt Schweinsteiger: „Jürgen Klopp wird es noch nicht. Mathias Sammer wird es auch nicht, weil er nicht will. Mein Bauchgefühl sagt, es wird Julian Nagelsmann“, so Schweinsteiger in der ARD. Doch eigentlich wünscht sich der 39-Jährige einen anderen an der Seitenlinie beim DFB.

„Mein Herz und mein Wunsch, beziehungsweise was ich glaube, was am besten für die Mannschaft wäre, ist Louis Van Gaal“, sagt Schweinsteiger und erklärt auch direkt, warum: „Louis van Gaal hat schon große Schlachten gewonnen. Wir erinnern uns an die WM in Katar, wie weit er die Holländer da gebracht hat. Und ich glaube, die Mannschaft braucht eine Persönlichkeit, die große Schultern hat, wo sich die Mannschaft dahinter auch ihre Kräfte wiederholen kann“, so Schweinsteiger.

Schweinsteiger wünscht sich Louis Van Gaal als DFB-Trainer

Der 72-Jährige war zuletzt bereits zum dritten Mal in seiner Karriere als niederländischer Nationaltrainer im Amt, gab dieses nach der WM an Ronald Koeman ab. Zuletzt lies van Gaal seine Zukunft selbst noch offen. „Normalerweise trainiere ich nicht mehr bei einem Verein, aber ein vielversprechendes Land hat immer noch eine Chance, mich zu überzeugen!“, erklärte er. Beim DFB wäre er der erste nicht-deutsche Trainer.

Schweinsteiger kennt van Gaal selbst bestens als Coach, spielte sowohl zwischen 2009 und 2011 beim FC Bayern unter Van Gaal, als auch 2015 und 2016 bei Manchester United. „Wenn die richtige Person gefunden wird, die ein Feuer entfachen kann, dann ist es möglich eine EM zu spielen, wo wir Deutschen uns wieder in die Mannschaft verlieben können. Ob wir da was gewinnen, ist nicht so wichtig, es ist viel wichtiger, die Herzen der Deutschen wiederzugewinnen“, sagte Schweinsteiger.

Offenbar hält Schweinsteiger seinen alten Weggefährten Van Gaal dabei für die beste Wahl. (luha)

Rubriklistenbild: © IMAGO / kolbert-press und IMAGO / Revierfoto

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