Neue Streichliste beim FC Bayern: Gleich sechs Stars könnten wechseln
VonFlorian Puth
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Beim FC Bayern München bahnt sich ein heißer Transfersommer an. Mehrere Spieler müssen um ihre Zukunft bangen. Wer könnte gehen?
München – Der FC Bayern München plant eine Neuausrichtung auf dem Transfermarkt. Der erhoffte Transfer von Florian Wirtz droht zu scheitern, da der Offensivspieler offenbar den FC Liverpool bevorzugt. Obwohl der FCB bereit gewesen wäre, viel Geld für Wirtz auszugeben, bleibt der Verein auf Sparkurs und setzt auf gezielte Transfers. Auch in diesem Bereich scheinen sich die Pläne des Vereins geändert zu haben.
Jahresgehalt bei Kingsley Coman als Faktor beim FC Bayern
Der FC Bayern plant im Sommer einen Umbau auf der Flügelposition. Kingsley Coman gilt als möglicher Abgang. Der Franzose zeigte zuletzt schwankende Leistungen und belastet mit einem geschätzten Jahresgehalt von 19 Millionen Euro die Finanzplanung erheblich. Bei einem Angebot von rund 30 Millionen Euro könnte „King“ München verlassen. Erste lose Angebote aus England und Saudi-Arabien überzeugten Coman, der seit 2015 für den FCB spielt, offenbar nicht. Generell sei Coman jedoch bereit zu wechseln. Sein Vertrag läuft noch bis 2027.
Raphaël Guerreiro hat nur noch bis Sommer 2026 einen Vertrag beim FC Bayern München. Die nächste Transferperiode bietet die letzte Chance, eine angemessene Ablösesumme für den 65-fachen portugiesischen Nationalspieler zu erzielen. Sein Marktwert liegt derzeit bei zehn Millionen Euro. Bayern verfügt über eine gute Besetzung auf der Linksverteidigerposition. Da Guerreiro sowohl auf beiden Außenverteidigerpositionen als auch im Mittelfeld spielen kann, dürfte der 31-Jährige durchaus gefragt sein.
Im Winter 2020 wechselte Rechtsverteidiger Sascha Boey voller Hoffnung und Erwartungen nach München. Der 24-Jährige konnte diese jedoch wegen Verletzungen und schwacher Leistungen nicht erfüllen. Obwohl Boeys Vertrag bis 2028 läuft, könnte das bisherige Missverständnis schon im Sommer enden. Offenbar zeigen die Premier League und sein ehemaliger Verein Galatasaray Istanbul Interesse. Eine Rückkehr in die Türkei erscheint jedoch finanziell unwahrscheinlich.
Was wird aus Zaragoza? Perspektive beim FC Bayern offen
Ein weiteres Missverständnis stellt aktuell Bryan Zaragoza dar. Der Spanier wechselte im Februar 2024 an die Isar und absolvierte seitdem lediglich 141 Spielminuten im Bayern-Dress. Im August 2024 verließ er den Verein auf Leihbasis wieder. Offenbar hat der 23-jährige Flügelspieler auch nach seiner Rückkehr keine Zukunft beim deutschen Rekordmeister. Medienberichten zufolge gibt es Interesse aus Spanien und Italien. Wer Zaragoza will, muss laut BILD mindestens die 18 Millionen Euro berappen, welche der FCB nach Granada überwiesen hatte.
João Palhinha reiht sich als dritter Neuzugang in diese Liste ein. Auch er erlebte bisher keine einfache Zeit in München. Mit einem Marktwert von etwa 40 Millionen Euro könnte der Portugiese dem Verein bedeutende Einnahmen bringen. Doch Palhinha scheint nicht aufgeben zu wollen und zieht es vor, sich durchzubeißen. Und das, obwohl mit Goretzka, Joshua Kimmich, Aleksandar Pavlović und Neuzugang Tom Bischof die Konkurrenz im Bayern-Mittelfeld nicht gerade klein ist.
Ähnlich gestaltet sich die Situation bei Minjae Kim. Der Transfer von Jonathan Tah steht kurz vor dem Abschluss, und die Verantwortlichen möchten den Vertrag mit Dayot Upamecano unbedingt verlängern. Kim erhält somit keine Stammplatzgarantie. Sein Marktwert von 45 Millionen Euro macht den Verkauf des Südkoreaners, der in der vergangenen Saison einige Fehler machte, besonders attraktiv. Die Bayern-Bosse zeigen sich gesprächsbereit.
Laut Sky sollen der FC Chelsea, Newcastle United und Juventus Turin Interesse haben. Kim selbst möchte jedoch bleiben. Im April äußerte der 28-Jährige gegenüber der Sport Bild, dass er keinen Grund sehe, den Verein zu verlassen. Eric Dier hat den Verein bereits verlassen. Sollte Kim überraschend doch gehen, müssten die Verantwortlichen trotz eines möglichen Tah-Transfers erneut aktiv werden.
Der Transfersommer bleibt rund um den FC Bayern München gewohnt spannend. Dass der Klub noch vor Beginn der Klub-WM am 14. Juni weitere Abgänge bekannt gibt, gilt derweil als unwahrscheinlich. (fpt)