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Wer beim FC Bayern zum Saisonstart zwischen den Pfosten stehen wird, ist eine der drängendsten Fragen. In Spanien ist zu lesen, dass ein WM-Keeper wieder Thema ist.
München – Der FC Bayern hatte eigentlich gehofft, die Torhüter-Frage für den Sommer zu den Akten legen zu können. Dem ist nach den bisherigen Entwicklungen aber nicht so. Deshalb gibt es erneute Mutmaßungen über einen Ballfänger, der schon im zurückliegenden Winter in München thematisiert wurde.
| Yassine Bounou | |
|---|---|
| Geboren: | 05. April 1991 (Alter 32 Jahre), Montreal |
| Verein: | FC Sevilla |
| Position: | Torwart |
| Marktwert: | 12 Millionen Euro |
Bono wieder ein Thema beim FC Bayern
Wie das in der Regel gut informierte spanische Portal Relevo berichtet, ist Yassine Bounou, kurz Bono, erneut in den Fokus des deutschen Rekordmeisters gerückt. Demnach haben die Bayern das Interesse an dem Stammtorhüter des FC Sevilla, der angeblich vor dem Ausverkauf steht, reaktiviert.
Zur Erinnerung: Bono war schon in der zurückliegenden Wintertransferperiode ein konkretes Wechselziel des FCB. Der 32-Jährige entschied sich allerdings zunächst für einen Verbleib in Sevilla und sagte den Bayern ab. Die heuerten stattdessen Yann Sommer an.
Bono zum FC Bayern? Dominoeffekt könnte es möglich machen
Der Schweizer ist nun selbst Teil von Wechselspekulationen. In dem Fall ist von einem Dominoeffekt die Rede. Den ersten Stups hat es hier schon gegeben, denn David de Gea quittierte nach zwölf Jahren seinen Dienst bei Manchester United. Den Iberer beerben wird sehr wahrscheinlich André Onana, dessen bevorstehender Wechsel wiederum eine Stelle bei Inter Mailand vakant werden lässt.
Das Onana-Erbe könnte Sommer antreten, der im Rahmen des geplanten Wiedereinstiegs von Manuel Neuer um seine Einsatzzeit und damit um seinen EM-Platz bei der Schweizer Nationalmannschaft fürchtet. Sommer soll mit dem FC Bayern eine mündliche Vereinbarung haben, den Verein für die im Januar gezahlte Ablösesumme von kolportierten neun Millionen Euro verlassen zu dürfen.
FC Bayern durch starke WM-Leistungen auf Bono aufmerksam geworden
Bono hatte im vergangenen Halbjahr viele Argumente für sich gesammelt. Der gebürtige Kanadier performte bei der Weltmeisterschaft in Katar überragend und sorgte mit der marokkanischen Nationalmannschaft für eine Sensation. Am Ende verpassten Bono und Co. den Einzug in das Finale nur knapp und wurden nach dem 1:2 im Spiel um Platz 3 gegen Kroatien immerhin respektabler WM-Vierter.
In einer nationalen Katastrophensaison, Sevilla schloss in LaLiga lediglich auf Platz 11 ab, war Bono einer der wenigen Lichtblicke. Der Torhüter war es unter anderem, dem es die Andalusier durch starke Leistungen zu verdanken hatten, die Saison durch ein 5:2 nach Elfmeterschießen gegen die AS Rom immerhin mit dem Gewinn der Europa League abgeschlossen zu haben. Bonos Vertrag besitzt noch eine Laufzeit bis 2025. (Andre Oechsner)
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