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Der israelische Nationalkeeper Daniel Peretz gilt als ein möglicher Nachfolger von Manuel Neuer im Tor des FC Bayern. Zu seiner persönlichen Situation nimmt er nun Stellung.
München - Sicherlich haben sich die perspektivischen Chancen des 24-jährigen Peretz durch die überraschende Winter-Verpflichtung des drei Jahre jüngeren Jonas Urbig beim FC Bayern nicht gerade verbessert. Nachdem er selbst den fünffachen Welttorhüter Neuer vor der Winterpause fünfmal durchaus souverän vertreten hatte, forcierte ausgerechnet seine eigene Verletzung den Transfer des Keepers der deutschen U21-Nationalmannschaft. Peretz zog sich Anfang Januar bei einem Trainingsunfall eine Nierenquetschung zu und fiel zwei Monate aus.
Der Torhüter-Plan des Rekordmeisters
Zuletzt wurde der Plan auf der Torhüterposition beim Rekordmeister wie folgt kommuniziert: Manuel Neuer bleibt auch in der Saison 2025/26 die Nummer 1, Urbig soll allerdings perspektivisch mehr Spielzeiten erhalten als dies zu Zeiten eines einsatzfähigen Neuer jemals der Fall gewesen war. Dagegen soll Peretz durch eine Leihe wie der aktuell nach Stuttgart verliehene Alexander Nübel bei einem geeigneten Verein mehr Spielzeiten erhalten. Die „ewige Nummer 2“ Sven Ulreich soll noch einmal um ein Jahr verlängern und um eine Position in der Rangliste nach hinten rutschen.
Sowohl beim dann 40-jährigen Neuer als auch beim 37-jährigen Ulreich ist wohl ein Karriereende im Sommer 2026 angedacht. Urbig, Nübel und Peretz sollten anschließend die Nachfolge des Torwart-GOAT ausfechten. Möglicherweise kann in diesen Dreikampf auch noch Max Schmitt, der U17-Welt- und Europameister von 2023, eingreifen. Die Qualität sollte folglich grundsätzlich ausreichen, um keinen weiteren teuren externen Torwart verpflichten zu müssen.
Überraschende Meldung: Peretz will den FC Bayern verlassen
Auch wenn Peretz insgesamt eher nur Außenseiterchancen eingeräumt werden, kamen die jüngsten Spekulationen, dass er im Sommer einen fixen Abgang von der Säbener Straße anvisiere, dann doch reichlich überraschend. Der FC Bayern sollte sich für diesen Fall ein Rückkaufsrecht einräumen lassen.
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Diesen Meldungen widerspricht der sympathische Israeli gegenüber der BILD nun vehement. Durchaus selbstbewusst erklärt er seinen Zukunftsplan: „Mein Traum ist es weiterhin, erster Torwart beim FC Bayern zu werden. Dafür arbeite ich hart. Deshalb möchte ich weder verkauft werden noch den Verein dauerhaft verlassen“, so Peretz.
Der israelische Nationalkeeper bestätigt die FCB-Planungen
Der 24-Jährige bestätigt außerdem die schon publik gemachten und mit den Verantwortlichen des Rekordmeisters abgesprochenen nächsten Schritte: „Mein Plan ist es, nach dieser Saison auf Leihbasis zu gehen, um Spielpraxis zu sammeln, mich zu verbessern und für den FC Bayern bereit zu sein“.
Dass der in Tel Aviv geborene im Sommer 2023 verpflichtete Torwart grundsätzlich das Potenzial hat, auch bei einem Weltverein wie dem FC Bayern zwischen den Pfosten zu stehen, hat er auch bereits in seinen fünf A-Länderspielen bewiesen, in welchen er mit seinen Paraden unter anderem Frankreichs Superstar Kylian Mbappé zur Verzweiflung brachte. Sein Vertrag an der Säbener Straße läuft noch bis 2028. Wenig bekannt ist, dass er sich aufgrund seiner Abstammung auch für die deutsche Nationalmannschaft hätte entscheiden können.
Außenseiter - aber nicht chancenlos
Bei den Anhängern des FC Bayern ist Daniel Peretz ob seiner sympathischen, freundlichen, aber auch bescheidenen Art durchaus beliebt. Diese Aussagen werden sicherlich viele von ihnen erfreuen, der Spieler kann sich selbst aber nur mit - überragender - Leistung qualifizieren. Die Konkurrenz erscheint hochklassig, aber keineswegs übermächtig.
