Keeper aus Barcelona nun Kandidat?

Neuer-Nachfolge bei Bayern München: Weiterhin sehr viele Spekulationen

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Manuel Neuer geht wohl im kommenden Sommer in seine letzte Saison beim FC Bayern. Die Spekulationen um seine Nachfolge reißen nicht ab.

München - Manuel Neuer ist FCB-Kapitän, fünffacher Welttorhüter, Weltmeister von 2014, zweifacher CL-Sieger und mit vielen anderen Titeln und Ehrungen versehen - aber auch schon 39 Jahre alt und mittlerweile extrem verletzungsanfällig. Natürlich stellt sich angesichts dieser Umstände die Frage nach seinem Nachfolger, sein bis Juni 2026 laufender Vertrag dürfte an der Säbener Straße wohl nicht mehr verlängert werden.

Bayern soll an García von Espanyol Barcelona interessiert sein

Die offiziellen Pläne des FC Bayern für seine Nachfolge sind bekannt. Dennoch reißen die Spekulationen nicht ab, immer neue Kandidaten werden in den Ring geworfen. Nun berichtet die spanische Sport , dass der FC Bayern den Spanier Joan García von Espanyol Barcelona intensiv beobachten soll. Dieser gilt in der laufenden La-Liga-Saison als einer der besten Keeper des Landes. Sein starker Fuß, sein Stellungsspiel und seine Ruhe in Eins-gegen-Eins-Situationen sollen ihn zum „heißen Kandidaten“ auf die Neuer-Nachfolge machen.

Espanyol soll davon ausgehen, dass der 23-Jährige den Verein zur nächsten Saison verlassen wird – er besitzt eine Ausstiegsklausel in Höhe von 25 Millionen Euro. Der FC Bayern wäre laut dem spanischen Boulevardblatt bereit, diese zu ziehen. Die Konkurrenz soll aber gewaltig sein: Real Madrid, Manchester City, Manchester United, der FC Arsenal und Atlético Madrid. Stimmt diese Liste der Interessenten, unterstreicht sie den internationalen Stellenwert des jungen spanischen Keepers.

Jonas Urbig und Daniel Peretz beim Training an der Säbener Straße.

FCB hat selbst einen großen Pool an potenziellen Neuer-Nachfolgern

Dies ist allerdings stark zu bezweifeln, wenn in dieser Liste auch der deutsche Rekordmeister enthalten ist. Denn mit dem 21-jährigen Jonas Urbig haben die Bayern im Januar einen Nachwuchskeeper verpflichtet, der in den vergangenen Wochen als Neuer-Ersatz einen äußerst guten Eindruck hinterlassen hat. Urbig genießt das Vertrauen an der Säbener Straße und soll in der kommenden Saison an der Seite von Neuer behutsam als neue Nummer 1 beim Rekordmeister aufgebaut werden.

Zudem ist auch der deutsche Nationaltorwart Alexander Nübel, der seit 2023 vom FC Bayern an den Ligakonkurrenten VfB Stuttgart verliehen ist, ein Kandidat, ebenso wie der 24-jährige israelische Nationalkeeper Daniel Peretz und auf längere Sicht auch der 19-jährige Max Schmitt, 2023 Welt- und Europameister mit der deutschen U17.

Der FC Bayern besitzt somit mittlerweile selbst einen ganzen Pool an erstklassigen hoffnungsvollen Torhütern, von denen dem einen oder anderen durchaus die Neuer-Nachfolge zuzutrauen ist. Dies könnte mittelfristig sein (Nübel) oder über einen sehr langen Zeitraum: Urbig und Schmitt sind noch sehr jung, Peretz für einen Torhüter auch. Wenn nichts völlig Außergewöhnliches passiert, sollte in den nächsten - zumindest zwei - Jahren kein seriöser neuer Kandidat dazukommen. Zumal noch nicht einmal das Karriereende von Manuel Neuer im Juni 2026 - dann als 40-Jähriger - zu 100 Prozent feststeht.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Philippe Ruiz

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