BVB-Kaderplanung

BVB kassiert bitteren Korb – Wunschspieler wird Neuzugang bei Konkurrent

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Borussia Dortmund ist auf der Suche nach Verstärkungen, muss bei einem Wunschspieler aber einen bitteren Korb hinnehmen.

Dortmund/Leipzig – Die Kaderplanung für die anstehende Saison läuft beim BVB auf Hochtouren. Sportdirektor sucht nach weiteren Neuzugängen, die die Mannschaft von Trainer Edin Terzic verstärken. Ziel soll erneut ein Angriff auf den FC Bayern München und der Gewinn der deutschen Meisterschaft sein. Bei einem Wunschspieler geht der BVB aber leer aus.

Xavi Simons
Geboren:21. April 2003 (Alter 20 Jahre), Amsterdam, Niederlande
Verein:RB Leipzig
Position:Offensives Mittelfeld

BVB kassiert Korb: Simons nach Leipzig

Xavi Simons, den Borussia Dortmund auch gerne verpflichtet hätte, geht zu Bundesliga-Konkurrent RB Leipzig. Der Offensivspieler wechselt vom französischen Spitzenklub Paris Saint-Germain leihweise für ein Jahr zu den Sachsen. Von einer Kaufoption ist nichts bekannt. Der niederländische Nationalspieler soll in der kommenden Saison für die nötigen Tore sorgen.

„Wir konnten mit Xavi Simons aus meiner Sicht ein absolutes Ausnahmetalent für uns gewinnen. Er gehört auf seiner Position im offensiven Mittelfeld in seiner Altersklasse zu den besten Spielern im europäischen Fußball und bringt alles mit, um mit seiner individuellen Klasse auch in der Bundesliga für Furore zu sorgen“, wird Geschäftsführer Sport Max Eberl auf der vereinseigenen Webseite zitiert.

Xavi Simons wechselt nicht zum BVB, sondern zu RB Leipzig.

„Er ist damit eine perfekte Bereicherung für unseren Kader und unsere Art, Fußball zu spielen, und wir haben in unserer Offensive insgesamt eine sehr gute Mischung verschiedener Spielertypen. Wichtig ist zudem, dass Xavi jetzt gemeinsam mit allen weiteren Neuzugängen schon im Trainingslager dabei sein kann und wir mit der Kaderplanung mehr als drei Wochen vor dem ersten Pflichtspiel bereits sehr, sehr weit sind“, so Eberl. weiter.

BVB wollte Simons – den zieht es aber zur Konkurrenz

Simons selbst ist glücklich, in Leipzig gelandet zu sein: „Die Bundesliga zählt für mich zu den stärksten Ligen in Europa – und RB Leipzig ist einer der stärksten Klubs in der Bundesliga. Deshalb ist es für mich nun der richtige Schritt, nach Leipzig zu wechseln, weil RBL dauerhaft zeigt, wie man hier als junger Spieler besser werden und erfolgreich sein kann.“

Alle Bundesliga-Torschützenkönige seit 2010

2010: Edin Džeko - 22 Tore für den VfL Wolfsburg. Der Bosnier dürfte einer der unterschätztesten Stürmer seiner Zeit sein. 2018 wurde er zum ersten Spieler, der in drei der europäischen Top-5-Ligen über 50 Treffer erzielte! Mit dem VfL Wolfsburg wurde er 2009 Deutscher Meister.
2010: Edin Džeko - 22 Tore für den VfL Wolfsburg. Der Bosnier dürfte einer der unterschätztesten Stürmer seiner Zeit sein. 2018 wurde er zum ersten Spieler, der in drei der europäischen Top-5-Ligen über 50 Treffer erzielte! Mit dem VfL Wolfsburg wurde er 2009 Deutscher Meister. © imago sportfotodienst via www.imago-images.de
2011: Mario Gómez - 28 Tore für den FC Bayern. Der gebürtige Schwabe begann seine Profikarriere 2004 beim VfB Stuttgart und beendete sie sage und schreibe 16 Jahre später ebenfalls beim VfB. Der 78-malige Nationalspieler spielte zwischenzeitlich nicht nur beim FC Bayern, mit dem er unter anderem Champions-League-Sieger wurde und die Torjägerkanone gewann, sondern unter anderem auch beim AC Florenz.
2011: Mario Gómez - 28 Tore für den FC Bayern. Der gebürtige Schwabe begann seine Profikarriere 2004 beim VfB Stuttgart und beendete sie sage und schreibe 16 Jahre später ebenfalls beim VfB. Der 78-malige Nationalspieler spielte zwischenzeitlich nicht nur beim FC Bayern, mit dem er unter anderem Champions-League-Sieger wurde und die Torjägerkanone gewann, sondern unter anderem auch beim AC Florenz. © imago sportfotodienst
2012: Klaas-Jan Huntelaar - 29 Tore für den FC Schalke 04. Huntelaar war seinerzeit ein gefürchteter Strafraumstürmer. Der „Hunter“ erreichte 2010 mit der niederländischen Nationalmannschaft das WM-Finale. Im März 2022 begann Huntelaar, zehn Monate nach seinem Rücktritt aus dem Profifußball, im Management von Ajax Amsterdam zu arbeiten.
2012: Klaas-Jan Huntelaar - 29 Tore für den FC Schalke 04. Huntelaar war seinerzeit ein gefürchteter Strafraumstürmer. Der „Hunter“ erreichte 2010 mit der niederländischen Nationalmannschaft das WM-Finale. Im März 2022 begann Huntelaar, zehn Monate nach seinem Rücktritt aus dem Profifußball, im Management von Ajax Amsterdam zu arbeiten.  © imago sportfotodienst
2013: Stefan Kießling - 25 Tore für Bayer 04 Leverkusen. Auch Stefan Kießling ist nach wie vor bei seinem Ex-Verein tätig, er arbeitet in der Verwaltung von Bayer 04 Leverkusen. Kießling spielte von 2006 bis 2018 für die Werks-Elf, mit der deutschen Nationalmannschaft wurde er Dritter bei der Weltmeisterschaft 2010. Trotz Forderungen von vielen Seiten, spielte Kießling in der Nationalmannschaft nie eine große Rolle, absolvierte lediglich sechs A-Länderspiele.
2013: Stefan Kießling - 25 Tore für Bayer 04 Leverkusen. Auch Stefan Kießling ist nach wie vor bei seinem Ex-Verein tätig, er arbeitet in der Verwaltung von Bayer 04 Leverkusen. Kießling spielte von 2006 bis 2018 für die Werks-Elf, mit der deutschen Nationalmannschaft wurde er Dritter bei der Weltmeisterschaft 2010. Trotz Forderungen von vielen Seiten, spielte Kießling in der Nationalmannschaft nie eine große Rolle, absolvierte lediglich sechs A-Länderspiele. © imago sportfotodienst
2014: Robert Lewandowski - 20 Tore für Borussia Dortmund. In seiner letzten Saison in Dortmund, bevor er ablösefrei zum FC Bayern wechselte, gewann Robert Lewandowski zum ersten Mal die Torjägerkanone. Der Pole war 2010 von Lech Posen zum BVB gekommen.
2014: Robert Lewandowski - 20 Tore für Borussia Dortmund. In seiner letzten Saison in Dortmund, bevor er ablösefrei zum FC Bayern wechselte, gewann Robert Lewandowski zum ersten Mal die Torjägerkanone. Der Pole war 2010 von Lech Posen zum BVB gekommen. © imago sportfotodienst
2015: Alexander Meier - 19 Tore für Eintracht Frankfurt. Meier war nie der dynamischste Stürmer, dennoch ist er in Frankfurt eine Ikone. Heute ist das Kopfballungeheuer Jugendtrainer und Markenbotschafter bei der Eintracht. Meier absolvierte zwischen 2004 und 2018 336 Spiele und erzielte dabei 119 Tore für die Adler.
2015: Alexander Meier - 19 Tore für Eintracht Frankfurt. Meier war nie der dynamischste Stürmer, dennoch ist er in Frankfurt eine Ikone. Heute ist das Kopfballungeheuer Jugendtrainer und Markenbotschafter bei der Eintracht. Meier absolvierte zwischen 2004 und 2018 336 Spiele und erzielte dabei 119 Tore für die Adler.  © imago sportfotodienst
2016: Robert Lewandowski - 30 Tore für den FC Bayern. In der letzten Saison von Trainer Pep Guardiola dominierte der FC Bayern die Bundesliga, gewann das DFB-Pokalfinale gegen Borussia Dortmund im Elfmeterscheißen und schied in der Champions League im Halbfinale unglücklich gegen Atletico Madrid aus.
2016: Robert Lewandowski - 30 Tore für den FC Bayern. In der letzten Saison von Trainer Pep Guardiola dominierte der FC Bayern die Bundesliga, gewann das DFB-Pokalfinale gegen Borussia Dortmund im Elfmeterscheißen und schied in der Champions League im Halbfinale unglücklich gegen Atletico Madrid aus. © imago sportfotodienst
2017: Pierre-Emerick Aubameyang - 31 Tore für Borussia Dortmund. Bestwert in der Bundesliga, außerdem erzielte Aubameyang 2017 auch das entscheidende Tor zum vierten Pokalsieg von Borussia Dortmund. Der blitzschnelle Gabuner kam von AS Saint-Etienne zur Borussia, wo er von 2013 bis 2018 sein Geld verdiente. „Auba“ erzwang in der Folge einen Wechsel zum FC Arsenal, 2022 wechselte er zum FC Barcelona.
2017: Pierre-Emerick Aubameyang - 31 Tore für Borussia Dortmund. Bestwert in der Bundesliga, außerdem erzielte Aubameyang 2017 auch das entscheidende Tor zum vierten Pokalsieg von Borussia Dortmund. Der blitzschnelle Gabuner kam von AS Saint-Etienne zur Borussia, wo er von 2013 bis 2018 sein Geld verdiente. „Auba“ erzwang in der Folge einen Wechsel zum FC Arsenal, 2022 wechselte er zum FC Barcelona. © Anke Waelischmiller/SVEN SIMON
2018: Robert Lewandowski - 29 Tore für den FC Bayern Nachdem Carlo Ancelotti entlassen wurde übernahm Jupp Heynckes noch einmal. Der FC Bayern spielte am Ende eine seiner besten Bundesliga-Saisons überhaupt. Im Pokalfinale scheiterte man an Eintracht Frankfurt, in der Königsklasse an Real Madrid.
2018: Robert Lewandowski - 29 Tore für den FC Bayern. Nachdem Carlo Ancelotti nach zehn Spielen entlassen wurde, übernahm Jupp Heynckes noch einmal. Der FC Bayern spielte am Ende trotz Trainerwechsel die viertbeste Saison seit Einführung der Drei-Punkte-Regel. Im Pokalfinale scheiterte man an Eintracht Frankfurt, in der Königsklasse an Real Madrid. © Bernd Feil/M.i.S.
2019: Robert Lewandowski - 22 Tore für den FC Bayern. Unter Niko Kovac konnte der Rekordmeister nicht ganz an die Vorsaison anknüpfen, Borussia Dortmund schrammte nur knapp an der Meisterschaft vorbei. Robert Lewandowski traf im DFB-Pokalfinale doppelt, der FC Bayern gewann den Pott durch ein 3:0 gegen RB Leipzig. In der Liga räumte er wieder einmal die Kanone ab.
2019: Robert Lewandowski - 22 Tore für den FC Bayern. Unter Niko Kovac konnte der Rekordmeister nicht ganz an die Vorsaison anknüpfen, Borussia Dortmund schrammte nur knapp an der Meisterschaft vorbei. Robert Lewandowski traf im DFB-Pokalfinale doppelt, der FC Bayern gewann den Pott durch ein 3:0 gegen RB Leipzig. In der Liga räumte er wieder einmal die Kanone ab. © via www.imago-images.de
2020: Robert Lewandowski - 34 Tore für den FC Bayern. Eine historische Saison für den FC Bayern! Die 30. deutsche Meisterschaft wurde beinahe zum Randaspekt. Nach einem halben Jahr unter Hansi Flick gewann der FC Bayern alle möglichen Titel, inklusive der Champions League. Lewandowski war einmal mehr der Erfolgsgarant.
2020: Robert Lewandowski - 34 Tore für den FC Bayern. Eine historische Saison für den FC Bayern! Die 30. deutsche Meisterschaft wurde beinahe zum Randaspekt. Nach einem halben Jahr unter Hansi Flick gewann der FC Bayern alle möglichen Titel, inklusive der Champions League. Lewandowski war einmal mehr der Erfolgsgarant. © Bernd Feil/M.i.S./Pool
2021: Robert Lewandowski - 41 Tore für den FC Bayern. In der Saison 2020/2021 macht sich Lewandowski endgültig unsterblich, indem er den Tor-Rekord von Gerd Müller knackte.
2021: Robert Lewandowski - 41 Tore für den FC Bayern. In der Saison 2020/2021 macht sich Lewandowski endgültig unsterblich, indem er den Tor-Rekord von Gerd Müller knackte. © Poolfoto / Imago
2022: Robert Lewandowski - 35 Tore für den FC Bayern. Das Verhältnis zum FC Bayern bekommt Risse, nichtsdestotrotz liefert Lewandowski. Der Pole gewinnt zum siebten Mal die Torjägerkanone der Fußball-Bundesliga!
2022: Robert Lewandowski - 35 Tore für den FC Bayern. Das Verhältnis zum FC Bayern bekommt Risse, nichtsdestotrotz liefert Lewandowski. Der Pole gewinnt zum siebten Mal die Torjägerkanone der Fußball-Bundesliga! © IMAGO/Revierfoto
2023: Christopher Nkunku/Niclas Füllkrug - jeweils 16 Tore: Die Bundesliga-Saison 2022/23 beschert einen geteilten ersten Platz. Bei RB Leipzig dreht Christopher Nkunku auf, während Niclas ‚Lücke‘ Füllkrug bei Werder Bremen der Durchbruch in der Bundesliga gelingt.
2023: Christopher Nkunku/Niclas Füllkrug - jeweils 16 Tore: Die Bundesliga-Saison 2022/23 beschert einen geteilten ersten Platz. Bei RB Leipzig dreht Christopher Nkunku auf, während Niclas ‚Lücke‘ Füllkrug bei Werder Bremen der Durchbruch in der Bundesliga gelingt. ©  IMAGO / Sportfoto Rudel; IMAGO / Nordphoto
„Der 100-Millionen-Euro-Transfer schlägt ein: In seiner Premierensaison erzielt der Engländer beeindruckende 36 Treffer und wird dabei von Ehrenpräsident Uli Hoeneß geadelt.
2024: Harry Kane - 36 Tore für den FC Bayern. Der 100-Millionen-Euro-Transfer schlägt ein: In seiner Premierensaison erzielt der Engländer beeindruckende 36 Treffer und wird dabei von Ehrenpräsident Uli Hoeneß geadelt. © IMAGO/Ulrich Wagner
Harry Kane zum Zweiten: In der Folgesaison 2024/25 schnürt Kane den Torjägerkanonen-Doppelpack.
2025: Harry Kane - 26 Tore für den FC Bayern: Harry Kane zum Zweiten: In der Folgesaison 2024/25 schnürt Kane den Torjägerkanonen-Doppelpack. © IMAGO/Pressefoto Rudel/Herbert Rudel

Neben Leipzig waren auch Manchester United, der FC Arsenal, Tottenham Hotspur, Brighton & Hove Albion und eben Borussia Dortmund am Offensivspieler interessiert. Der BVB geht aber leer aus, da Simons Leipzig bevorzugte und den Westfalen einen Korb erteilte. (smr)

Rubriklistenbild: © IMAGO/ AZ Alkmaar v PSV Eindhoven

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